Eine Kreditkarte zu besitzen ist sehr praktisch. Doch auch bei den Kantonalen Banken kostet eine Mastercard oder Visa gut und gerne 50 bis 80 Franken im Jahr. Eine Karte die von keiner grossen Bank ausgegeben wird und sich selbst als “einfach” bezeichnet ist die Simplycard Visa Kreditkarte. Sie ist als Prepaid Version sowie als normale Kreditkarte erhältlich. Gleichzeitig besteht noch die Möglichkeit, eine Zusatzkarte zu beantragen. Wir zeigen Euch, wo die Stärken und Schwächen der Kreditkarten liegen und welche Alternativen infrage kommen!

Simplycard Visa Kreditkarte

  • nur 30 CHF pro Jahr
  • als Kreditkarte oder Prepaid Karte erhältlich
  • weltweite Akzeptanz
  • mobile Zahlungsoptionen
  • 24 Stunden Servicehotline

Die Simplycard wird von der BonusCard AG herausgegeben, die auch die LibertyCard ausstellt. Wer sich für eine Simplycard Kreditkarte entscheidet, der erhält eine Visa Kreditkarte mit einer hohen weltweiten Akzeptanz. Sie kommt dabei mit einer geringen Jahresgebühr von lediglich 30 Franken daher, bietet dementsprechend aber auch nicht allzu viele zusätzliche Benefits. Ob die Karte dennoch interessant für Euch ist, könnt Ihr in diesem Guide herausfinden.

Alle Modelle der Simplycard Visa Kreditkarte und ihre Vorteile in der Übersicht

Bei den Produkten der Simplycard ist der Aufbau wesentlich einfacher als bei beispielsweise Swisscard. Wir haben uns die Unterschiede angeschaut, damit Ihr einen Überblick über die Vor- und Nachteile erhaltet!

Was bietet die Simplycard PrePaid Kreditkarte?

Die Simplycard PrePaid ist im Prinzip die Einstiegskreditkarte von Simplycard. Im Gegensatz zur Karte von neon oder Revolut handelt es sich nicht um eine Debit Karte, sondern um eine Kreditkarte auf Guthabenbasis. Ein klassischer Verfügungsrahmen und damit Kredit wird nicht gewährt. Zum Aufladen der Karte von einem anderen Konto wird eine Aufladungsgebühr in Höhe von einem Prozent des Ladebetrags fällig. Die erste Aufladung ist aber kostenlos. Der Jahreskartenpreis liegt bei 30 Franken im Jahr.

Mobile Payment Simplycard Visa Kreditkarte
Für Kunden ohne Kredithistorie kann die Simplycard PrePaid eine gute Option sein. Auch mobiles Zahlen ist möglich.

Dafür halten sich allerdings auch die Leistungen in Grenzen, denn echte Vorteile bietet die Kreditkarte nicht. Ihr könnt mit der Simplycard zum Beispiel im Internet oder im Ladengeschäft bezahlen und dabei die moderne NFC-Technologie nutzen, um kontaktlos zu bezahlen. Natürlich kann die Kreditkarte weltweit zum Bezahlen oder Geld abheben eingesetzt werden, aber dies ist auch bei allen anderen Karten der Fall. Eine positiv hervorzuhebendes Funktion ist die Unterstützung für fast alle mobilen Zahlungsdienste! So unterstützt die Karte neben Apple Pay und Google Pay auch kleinere Anbieter wie Fitbit Pay, Garmin Pay und Samsung Pay. Ohne Zweifel muss man festhalten, dass die Simplycard PrePaid nur dann Sinn ergibt, wenn Ihr explizit nach einer Prepaid-Kreditkarte sucht. Ansonsten gibt es selbst unter den kostenlosen Kreditkarten Karten mit deutlich mehr Leistungen.

Was bietet die Simplycard Kreditkarte?

Die Simplycard Visa Kreditkarte unterscheidet sich eigentlich kaum von der PrePaid Version. Im Prinzip gibt es nur einen Unterschied: Es handelt sich nicht nur um eine reguläre Kreditkarte, sondern auch noch eine mit sogenannter Teilzahlungsoption. Das heisst konkret: Ihr könnt die Kreditkartenabrechnung verzögern und zahlt dann dafür einen bestimmten Zinssatz. Dies ist auf Grund der hohen Zinsen in den seltensten Fällen eine gute Idee.

Die Leistungen der Simplycard Visa Kreditkarte unterscheiden sich ansonsten nicht von der Simplycard PrePaid, sodass nur die unterschiedliche Abrechnung relevant ist. Bei den Gebühren fällt die Aufladegebühr der Simplycard PrePaid weg, ansonsten sind die Kosten und Gebühren identisch: die Karte kostet 30 Franken im Jahr.

Was bieten die Simplycard Zusatzkarten?

Als Ergänzung zu den beiden bereits genannten Kartenprodukten der Simplycard gibt es noch die einzeln beworbene Simplycard Zusatzkarte. Diese Karte entspricht in allen Punkten den Leistungen der Simplycard PrePaid oder Simplycard Kreditkarte, jedoch rechnet sie gemeinsam mit der Hauptkarte ab. Die Zusatzkarten verfügen über eine eigene PIN und sind nicht übertragbar. Alle Umsätze werden über einen gemeinsamen Verfügungsrahmen, beziehungsweise ein gemeinsames Guthaben, abgerechnet und alle Umsätze sind auch für den Hauptkarteninhaber sichtbar. Die Zusatzkarten verfügen ebenfalls über keine Versicherungen oder ähnliches, können jedoch auch über NFC Zahlung sowie alle gängigen Mobilen Zahlungsdienste genutzt werden. Die Simplycard Visa Zusatzkarte kostet dabei 15 Franken im Jahr.

Welche Nachteile hat die Simplycard Visa Kreditkarte?

Bei den Gebühren unterscheidet Simplycard nicht zwischen den verschiedenen Produkten. Grundsätzlich fallen die folgenden Gebühren an:

  • Gebühr für Abhebungen im In- und Ausland
  • Gebühr für Zahlungen Fremdwährungen

Gerade auf Reisen können sich diese Gebühren schnell summieren, denn die Gebühr für Abhebungen liegt bei 3.75 Prozent, mindestens aber 5 Franken pro Vorgang im Inland, im Ausland sind es sogar 10 Franken. Die Fremdwährungsgebühr und die Gebühr für Auslandstransaktionen liegt bei 2 Prozent. Es gibt zwar bei beiden Gebühren Banken, die noch höhere Gebühren erheben, besonders attraktiv sind die Gebühren aber trotzdem nicht. Dies gilt besonders in Anbetracht dessen, dass selbst kostenlose Kreditkarten wie die Visa der DKB komplett ohne diese Gebühren auskommen.

Simplycard Visa Kreditkarte 2

Die Gefahr von hohen Zinsen durch eine Teilzahlungsoption gibt es bei der Simplycard auch – ausser Ihr habt die PrePaid-Version gewählt. Bei der “normalen” Simplycard liegt der Zins für Teilzahlungen bei 15 Prozent. Pro Monat müssen 5 Prozent des offenen Betrags ausgeglichen werden, jedoch mindestens 50 Franken. Die Einrichtung eines Lastschrftverhahrens (LSV) ist jedoch einfach und gebührenfrei möglich.

Lohnt sich eine SimplyCard Kreditkarte?

Natürlich stellt sich die Frage, ob sich eine Kreditkarte von Simplycard oder auch die PrePaid-Version überhaupt lohnt? Wer sich die Abschnitte zu den jeweiligen Karten durchgelesen hat, der merkt recht schnell, dass dem eher nicht so ist. Im Vergleich zur Konkurrenz weisst keine der Karten von Simplycard wirklich zu überzeugen, weder bei den Leistungen noch bei den Gebühren. Der Komfort einer Kreditkarte die selbst als “einfache Karte ohne viel Drumherum” bezeichnet bedeutet gleichzeitig, dass Ihr im Bereich von Preis und Leistung auf eine schlechtere Kreditkarte setzt.

Möglicherweise ist die Prepaid-Kreditkarte eine gute Wahl für jüngere Verbraucher, sollte die gewährte Kreditlinie nicht für eine der anderen Karten ausreichen. Die Simplycard Visa ist wirklich nur in absoluten Ausnahmefällen eine gute Wahl. Sucht Ihr eine normale Kreditkarte mit möglichst geringen Gebühren, solltet Ihr unbedingt einen Blick auf die Übersicht der folgenden Alternativen werfen!

Welche Alternativen gibt es zu einer Simplycard?

Sofern Ihr auf der Suche nach einer kostenlosen Kreditkarte seid, die idealerweise auch noch ohne hohe Gebühren daherkommt, gibt es für Schweizer eine ideale Option: die DKB Kreditkarte. Dank eines kostenlosen Giro-Kontos mit DE-IBAN, einer kostenlosen Kreditkarte und kostenlosen Abhebungen und ohne Fremdwährungsgebühren kann die Karte sich auch für Transaktionen im Alltag in der Schweiz lohnen.

Auch kann die folgenden kostenlosen Kreditkarten können sich durchaus für Euch lohnen, da sie alle mit gewissen Benefits und dabei ohne Jahresgebühr daherkommen.

Mit einer etwas höheren Jahresgebühr von rund 52 Franken ist auch die Hilton Kreditkarte eine tolle Option, welche Ihr in Kombination mit der DKB Kreditkarte erhalten könnt. Dabei erhaltet Ihr grosse Vorteile im Ausland und zusätzlich den Hilton Gold Status dazu.

Wer nach einer Reise-Karte sucht, sollte sich auch die LibertyCard ansehen, welche vom gleichen Herausgeber wie die Simplycard stammt und Euch einige Vorteile mehr bietet!

Sofern Ihr Euch für Premium-Kreditkarten interessiert, gibt es ebenfalls in den meisten Fällen bessere Alternativen. Besonders zu nennen sind dabei die folgenden Modelle:

Die American Express Gold Card ist im ersten Jahr sogar kostenlos. Zusätzlich erwarten Euch umfangreiche Versicherungsleistungen. Bei der Amex Gold Card oder der Swiss Miles and More Kreditkarte Gold handelt es sich gleichzeitig um Kreditkarten zum Meilen sammeln, bei denen Ihr mit jedem Franken Umsatz zusätzlich profitiert.

Fazit zur Simplycard Kreditkarte

Für unsere deutschen Kollegen war es wenig nachvollziehbar, dass ein Produkt wie die Simplycard überhaupt existieren und am Markt bestehen kann. In der Schweiz hingegen verlangen die Kantonalsbanken teilweise sehr hohe Gebühren für Ihre Kreditkarten – sogar eine Maestro Karte kann dann schon über 30 Franken im Monat kosten. Wer nun nach einer einfachen Kreditkarte sucht, die er per LSV von seinem Konto abbuchen lassen kann und dabei auf jegliche Vorteile verzichten möchte ist diese Karte sicher ein interessantes Produkt. Wir würden die 30 Franken im Jahr aber lieber in eine andere Kreditkarte mit entsprechenden Mehrleistungen investieren.

Simplycard Visa Kreditkarte

  • nur 30 CHF pro Jahr
  • als Kreditkarte oder Prepaid Karte erhältlich
  • weltweite Akzeptanz
  • mobile Zahlungsoptionen
  • 24 Stunden Servicehotline

Häufig gestellte Fragen zur Simplycard Visa Kreditkarte

Ist die Simplycard Visa Kreditarte kostenlos?   +

Nein, bei der Simplycard Visa Kreditkarte fällt eine Jahresgebühr an. Allerdings ist diese im Vergleich zu anderen Kreditkarten mit 30 Franken pro Jahr sehr niedrig. Allerdings inkludiert sie aufgrund der geringen Jahresgebühr nicht viele zusätzliche Leistungen.

Gibt es bei der Simplycard Visa Kreditarte weitere Gebühren?   +

Leider fallen im Ausland Gebühren für die Zahlungen und Abhebungen an. Auch im Inland fällt eine Gebühr beim Bargeldbezug an, welche sich schnell aufaddieren kann.

Gibt es die Simplycard Visa Kreditarte in verschiedenen Ausführungen?   +

Ja. Die Karte kann man zum einen als normale Kreditkarte beantragen oder aber auch als Prepaid Karte. Die Jahresgebühr ist dabei die gleiche, bei der Prepaid Karte muss man allerdings noch Aufladegebühren mit einberechnen. Als Inhaber einer der Karten hat man zudem die Möglichkeit zum halben Preis noch eine Zusatzkarte zu beantragen, die dann vom gleichen Konto abgerechnet wird.

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