Das Meilen einlösen bei Miles & More ist im Prinzip eine endlose Geschichte: Bei kaum einem anderen Programm könnt Ihr Eure Meilen für so viele verschiedene Dinge einlösen. Wir zeigen Euch, für welche Prämien sich Eure Meilen aus Schweizer Sicht wirklich lohnen – und für welche eher nicht. Diesen Guide aktualisieren wir laufend – zuletzt im Juli 2026.

Seit dem 3. Juni 2026 gilt bei Miles & More ein neues System zum Einlösen von Meilen mit dynamischen Preisen. Die in diesem Guide genannten Meilenwerte verstehen sich daher als Richtwerte – massgeblich ist immer der bei der Buchung angezeigte Preis.

In der Schweiz gibt es kein anderes Vielfliegerprogramm, das auch nur im Ansatz so populär ist wie Miles & More. Das gemeinsame Programm von SWISS, Lufthansa und weiteren Airlines hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt und bietet mittlerweile nicht nur zahlreiche Möglichkeiten zum Meilen sammeln, sondern natürlich auch für die Einlösung.

In diesem Guide fassen wir Euch die wichtigsten Optionen zusammen – von Prämienflügen mit der SWISS über Upgrades bis hin zu Sachprämien – und zeigen Euch, wo Ihr für Eure Meilen den besten Gegenwert erhaltet.

Wie funktioniert die Meileneinlösung bei Miles & More bei Prämienflügen?

Beginnen möchten wir natürlich mit dem mit Abstand wichtigsten Thema: der Einlösung von Meilen für Prämienflüge. Hierbei gibt es bei Miles & More die Möglichkeit der Einlösung für vier verschiedene Reiseklassen:

  • Economy Class
  • Premium Economy Class
  • Business Class
  • First Class

Die Voraussetzung für eine Einlösung ist natürlich, dass die jeweilige Airline auf einer bestimmten Strecke auch die gewünschte Reiseklasse anbietet. Zudem gibt es teilweise weitere Einschränkungen: So könnt Ihr die SWISS First Class nur dann als Award buchen, wenn Ihr über einen Senator Status oder einen HON Circle Status verfügt. Die First Class von Singapore Airlines lässt sich mit Miles & More Meilen sogar überhaupt nicht buchen.

SWISS First Class Prämienflug
Besonders attraktiv sind Einlösungen in der SWISS First Class

Buchen könnt Ihr Prämienflüge bei Miles & More entweder online oder über die Hotline. Auch die Buchung von Partner-Awards ist mittlerweile in den meisten Fällen online möglich. Wie Ihr passende Verfügbarkeiten aufspürt, zeigt Euch unser Guide zur Prämienflug-Suche bei Miles & More.

Reguläre Flugprämien

Wie bei fast allen anderen Vielfliegerprogrammen funktioniert das Meileneinlösen bei Miles & More über einen sogenannten Award Chart. Dieser gilt für Einlösungen bei der SWISS und der Lufthansa genauso wie bei allen Airlines der Star Alliance sowie weiteren Partnern wie LOT, Luxair und Croatia Airlines. Alle Werte beziehen sich dabei auf einen Hin- und Rückflug, einfache Flüge werden jeweils mit dem halben Meilenwert berechnet.

Für Flüge innerhalb Europas gelten die folgenden Richtwerte (jeweils für einen Hin- und Rückflug):

  • 28’000 Meilen (Economy Class)
  • 50’000 Meilen (Business Class)

Für Flüge innerhalb anderer Weltregionen gelten dagegen diese Werte:

  • 35’000 Meilen (Economy Class)
  • 60’000 Meilen (Business Class)
  • 80’000 Meilen (First Class)

Besonders für Inlandsflüge innerhalb grösserer Länder wie Brasilien oder den USA kann dies teilweise eine attraktive Option für Einlösungen sein.

Einschränkungen bei der Einlösung

Beachtet bitte, dass es bezüglich der Strecken und Reiseklassen bei manchen Partnerairlines Einschränkungen gibt. Darüber hinaus ist die Einlösung von regulären Miles & More Prämien immer an die Verfügbarkeit gebunden, die besonders auf beliebten Strecken – zum Beispiel auf die Malediven – oft sehr schlecht ist. Statusmitglieder mit einem Senator Status oder gar einem HON Circle Status profitieren von besseren Verfügbarkeiten sowie der sogenannten Senator-Warteliste.

SWISS First Class Kabine
Die SWISS First Class steht als reguläre Prämie nur Statuskunden offen

Dennoch gilt grundsätzlich: Sofern Ihr nicht gerade besonders beliebte Strecken in der Hochsaison bucht, lassen sich durchaus gute Verfügbarkeiten für Miles & More Flugprämien finden – gerade ab Zürich und Genf lohnt sich die Suche auch kurzfristig immer wieder.

Stornierung und Umbuchung bei Meilenflügen

Einer der entscheidenden Vorteile der regulären Prämien bei Miles & More ist, dass diese bis zwei Stunden vor Abflug gegen eine Gebühr von nur 50 Euro pro Person storniert werden können. In diesem Fall erhaltet Ihr den vollen Meilenwert sowie die Differenz zu den bereits bezahlten Gebühren zurück.

Stopover und Gabelflüge

Bei regulären Flugprämien könnt Ihr bei Hin- und Rückflügen bis zu zwei Stopover in der Zielregion einbauen. Das bedeutet, dass Ihr beispielsweise einen Flug von Zürich nach New York und einige Tage später weiter nach Los Angeles sowie zurück von Los Angeles nach Chicago und erst einige Tage später zurück nach Zürich buchen könnt, ohne mehr Meilen bezahlen zu müssen.

Bei einem einfachen Flug sind Stopover bei Miles & More dagegen generell nicht möglich. Sogenannte Gabelflüge (Rückflug von einem anderen Airport als beim Hinflug) sind bei Hin- und Rückflügen ebenfalls möglich. Beides – Stopover wie Gabelflüge – kann bei Miles & More allerdings nur telefonisch gebucht werden.

Praktisch ist bei regulären Flugprämien zudem der sogenannte Companion Award für Mitglieder mit Senator oder HON Circle Status: In diesem Fall kostet der Flug für die zweite Person nur die Hälfte der Meilen, und das in allen Reiseklassen. Die Steuern und Gebühren fallen allerdings vollständig an.

Meilenschnäppchen & Fly Smart Prämien

Neben regulären Flugprämien gibt es bei Miles & More auch reduzierte Flugprämien. Dabei stehen allen voran die beiden folgenden Optionen zur Auswahl:

  • Miles & More Meilenschnäppchen
  • Miles & More Fly Smart Flugprämien

Miles & More Meilenschnäppchen

Diese beiden Prämienarten unterscheiden sich massgeblich durch den Buchungszeitraum: Meilenschnäppchen müssen – zumindest bei Lufthansa und SWISS – mit einer längeren Vorlaufzeit gebucht werden, Fly Smart Flugprämien sind reduzierte Prämien für kurzfristige Buchungen.

Generell gilt bei beiden Prämien, dass sowohl eine kostenfreie Stornierung als auch eine Umbuchung ausgeschlossen sind. Darüber hinaus sind bei beiden Prämienarten weder Stopover noch Gabelflüge möglich, was Ihr vor der Buchung unbedingt im Blick haben solltet.

Austrian Airlines Business Class Meilenschnäppchen
Auch bei Austrian Airlines lassen sich regelmässig Meilenschnäppchen buchen

Bei den Meilenschnäppchen sind die Meilenpreise um bis zu 50 Prozent reduziert. Notwendig sind auf der Kurzstrecke beispielsweise diese Werte:

  • 12’000 Meilen für einen Hin- und Rückflug in der Economy Class (ehemals 15’000 Meilen)
  • 20’000 Meilen für einen Hin- und Rückflug in der Business Class (innerhalb Deutschlands)
  • 25’000 Meilen für einen Hin- und Rückflug in der Business Class (innereuropäisch)

Auf der Langstrecke gelten in der Economy Class die folgenden Werte:

  • 26’000 Meilen für einen Hin- und Rückflug nach Nordafrika und in den Nahen Osten
  • 25’000 bis 30’000 Meilen für einen Hin- und Rückflug nach Mittel- und Nordamerika sowie Indien und Afrika
  • 35’000 Meilen für einen Hin- und Rückflug nach Mittelamerika
  • 37’000 Meilen für einen Hin- und Rückflug nach Asien und Südamerika

In der Premium Economy Class bewegen sich die Meilenschnäppchen auf der Langstrecke zwischen 30’000 Meilen (Nordafrika und Naher Osten) und 57’000 Meilen (Asien und Südamerika) für einen Hin- und Rückflug. In der Business Class starten die reduzierten Prämien bei rund 43’000 Meilen, für die meisten Langstreckenziele in Nordamerika und Asien liegen sie zwischen 61’000 und 70’000 Meilen für Hin- und Rückflug – und damit deutlich unter den regulären Werten.

Bezüglich der genauen Bedingungen gibt es Unterschiede beim Reisezeitraum: Dieser liegt entweder mehrere Monate in der Zukunft (Lufthansa und SWISS) oder im Monat der Buchung beziehungsweise dem Folgemonat (Austrian und LOT). Bei Discover Airlines gilt ein besonders langer Zeitraum, der sich vom Buchungsmonat bis zu vier Monate in die Zukunft erstreckt. Die Lufthansa-Meilenschnäppchen können mit Abflug in allen Ländern Europas gebucht werden, die Meilenschnäppchen der SWISS naturgemäss insbesondere ab der Schweiz. Im Juli 2026 sehen die zusätzlichen Meilenschnäppchen beispielsweise so aus:

  • Buchungszeitraum: bis 31. Juli 2026
  • Airlines: Brussels Airlines, ITA Airways und LOT
  • Kurzstreckenziele: Bari, Paris, London und viele weitere
  • Langstreckenziele: New York, Toronto

Grundsätzlich stehen immer nur ausgewählte Ziele zur Verfügung, die monatlich wechseln und jeweils am ersten Wochentag eines Monats vorgestellt werden. Die Buchung ist zudem nur mit der Fluglinie möglich, bei der die Meilenschnäppchen angeboten werden. Alle Details findet Ihr auf unserer Themenseite zu den Meilenschnäppchen.

Fly Smart Prämien

Bei der Fly Smart Prämie, die über die Jahre allerdings deutlich an Attraktivität verloren hat, erhaltet Ihr einen Rabatt von bis zu 50 Prozent auf den regulären Meilenpreis. Dafür ist eine Buchung nur zwischen 14 und zwei Tagen vor Abflug möglich – und das auch nur bei ausgewählten Airlines der Lufthansa Group und der Star Alliance.

Möglich sind ausschliesslich Buchungen eines Hin- und Rückflugs, zudem gelten weitere Bedingungen wie mindestens eine Übernachtung von Samstag auf Sonntag am Zielort. Beachtet ausserdem, dass Fly Smart Prämien in der Business Class nur auf der Kurzstrecke angeboten werden, womit das Angebot deutlich an Reiz verliert. Einen Companion Award gibt es bei den reduzierten Flugprämien grundsätzlich nicht.

Sonstige Flugprämien

Neben den regulären und reduzierten Prämien im Flug-Bereich könnt Ihr bei Miles & More noch zwei weitere besondere Einlösungen buchen: den 3-Regionen-Award und das Round the World Ticket.

Der 3-Regionen-Award kann in drei Klassen gebucht werden. Dafür fallen für einen Hin- und Rückflug (einfache Flüge sind nicht möglich) die folgenden Meilenwerte an:

  • Premium Economy Class: 140’000 Meilen
  • Business Class: 215’000 Meilen
  • First Class: 330’000 Meilen

Das Besondere an dieser Einlösung ist, dass Ihr eine Art kleine Weltreise buchen könnt. Ihr fliegt beispielsweise von Zürich nach Singapur (Region Südostasien), plant dort einen Aufenthalt ein und fliegt einige Tage später weiter nach Sydney.

Singapore Airlines Business Class Prämienflug
3-Regionen-Awards können auch bei Partnern wie Singapore Airlines gebucht werden

Auf dem Rückweg könnt Ihr dann beispielsweise über Tokio (Region Fernost) zurück nach Zürich fliegen. Da die Preise identisch sind mit einer normalen Buchung eines Hin- und Rückflugs nach Australien, kann dieses Angebot gerade auf solchen Strecken sehr attraktiv sein.

Eine Alternative kann das Round the World Ticket sein – die teuerste Prämie beim Meileneinlösen. Die Werte dafür sehen wie folgt aus:

  • Business Class: 400’000 Meilen
  • First Class: 540’000 Meilen

Die Regeln eines solchen Tickets sind im Prinzip einfach erklärt: Eure Buchung darf insgesamt maximal zehn Segmente (einzelne Flüge) und sieben Stopover (Aufenthalte von mehr als 24 Stunden) enthalten. Ihr könnt also maximal sieben Orte besuchen, seid dafür aber zeitlich recht flexibel. Ein sogenanntes Backtracking ist nicht möglich – Ihr müsst also immer weiter nach Westen beziehungsweise Osten fliegen, um wieder in die Schweiz zurückzukommen. Möglich wäre zum Beispiel diese Route:

  • Zürich – Delhi – Singapur – Tokio – Los Angeles – Lima – Rio de Janeiro – Madrid – Zürich

Da es allerdings schwer ist, passende Verfügbarkeiten für alle Teilstrecken zu finden, und die Meilenpreise nicht gerade günstig sind, lohnt sich ein solches Ticket nur im Ausnahmefall. Bedenkt zudem, dass viele Airlines der Star Alliance keine First Class anbieten, sodass Ihr die besten Chancen auf ein attraktives Round the World Ticket in der Business Class habt. Die Buchung ist ausschliesslich über die Hotline möglich, für Stornierungen und Umbuchungen gelten bei beiden Sonderprämien die gleichen Bedingungen wie für reguläre Flugprämien.

Welche Steuern und Gebühren fallen an?

Von echten Freiflügen kann man bei Miles & More leider nicht sprechen, da bei jeder Buchung sogenannte Steuern und Gebühren anfallen. Grundsätzlich weitergegeben werden Flughafengebühren und Ähnliches.

Bei vielen Fluggesellschaften – darunter die SWISS und die Lufthansa – kommt allerdings noch ein Treibstoffzuschlag dazu. Bei Flügen mit SWISS, Lufthansa oder Austrian Airlines solltet Ihr etwa mit diesen Gebühren rechnen (jeweils für einen Hin- und Rückflug, abhängig vom Abflugort):

  • Business Class (Kurzstrecke): 70 bis 180 Euro
  • Business Class (Langstrecke): 500 bis 1’000 Euro
  • First Class (Langstrecke): 500 bis 1’000 Euro

Ihr seht daran bereits, dass beim Meilen einlösen allen voran die höheren Reiseklassen im Blick sein sollten, da Ihr dort im Verhältnis zum eigentlichen Ticketpreis die höchste Ersparnis erzielt. Bei Einlösungen in der Economy Class kann es sogar zum kuriosen Fall kommen, dass ein Kaufticket günstiger wäre als das Awardticket. Die genannten Steuern und Gebühren gelten übrigens auch bei Meilenschnäppchen.

App auf dem Smartphone
Achtet vor der Buchung auf die zusätzlichen Steuern und Gebühren

Es gibt bei Miles & More allerdings auch Möglichkeiten, diese hohen Zuschläge geschickt zu umgehen. Eine Option ist ein Abflug ab einem der beiden folgenden Länder, da dort keine sogenannten internationalen Zuschläge erhoben werden:

  • Brasilien
  • Hongkong

So bezahlt Ihr für ein Ticket in der Business Class in eine Richtung beispielsweise nur etwa 50 statt regulär über 300 Euro an Zuschlägen.

Wichtig: Diese Ersparnis ist nur möglich, wenn Ihr Hin- und Rückflug getrennt bucht. Auf einem durchgehenden Hin- und Rückflug ab der Schweiz nach Rio de Janeiro oder Hongkong fallen dagegen die regulären Steuern und Gebühren an.

Vorsicht ist gleichzeitig vor Abflügen in Nordamerika geboten: Sowohl bei einfachen als auch bei Hin- und Rückflügen mit Start in beispielsweise New York oder Los Angeles fallen fast doppelt so hohe Steuern wie ab Europa an. Bei einer Reise in die USA solltet Ihr also idealerweise immer einen Hin- und Rückflug ab Europa buchen.

Ein weiterer Trick kann sein, bei regulären Flugprämien auf eine andere Fluggesellschaft auszuweichen, denn einige Airlines der Star Alliance verlangen deutlich reduzierte Zuschläge oder verzichten sogar komplett darauf. Auf der Langstrecke empfehlen wir Euch allen voran Avianca, EVA Air sowie Singapore Airlines. Beispielhaft hier die Gebühren für einen Hin- und Rückflug bei den günstigen Airlines:

  • Avianca (Madrid – Bogotá, Business Class): 160’000 Meilen + 80 Euro
  • EVA Air (Wien – Taipeh, Business Class): 200’000 Meilen + 200 Euro
  • Ethiopian Airlines (Frankfurt – Addis Abeba, Business Class): 75’000 Meilen + 250 Euro
  • Singapore Airlines (Frankfurt – Singapur, Business Class): 200’000 Meilen + 50 Euro

Darüber hinaus fallen bei Miles & More Prämienflügen ausserhalb von Europa bei Inlandsflügen generell nur selten relevante Zuschläge an – der Fall ist dies beispielsweise innerhalb der USA.

Wie funktioniert die Meileneinlösung bei Miles & More für Upgrades?

Neben der Einlösung für Freiflüge bietet Miles & More auch die Möglichkeit einer Einlösung für Upgrades. Hierfür gibt es je nach Region gesonderte Charts, die Ihr übersichtlich auf der Seite von Miles & More findet. Die Werte gelten jeweils für SWISS, Lufthansa und ihre Schwester-Airlines genauso wie für alle Partner der Star Alliance. Upgrades bei anderen Partnern sind mit Meilen in der Regel nicht möglich.

Aus den besonders günstigen Buchungsklassen K, L und T in der Economy Class waren bis Ende 2021 generell keine Upgrades möglich. Mittlerweile hat sich das geändert, allerdings sind Upgrades aus diesen Buchungsklassen nicht nur teurer, sondern darüber hinaus auch nur bei Lufthansa, SWISS, Austrian, Brussels Airlines, ITA Airways und Eurowings möglich.

Lufthansa Allegris Business Class Sitz
Per Upgrade geht es zum Beispiel in die neue Lufthansa Allegris Business Class

Bei anderen Fluggesellschaften der Star Alliance muss generell eine Anfrage über die Hotline erstellt werden, die bei guter Buchungslage von den Airlines allerdings meist abgelehnt wird. Im Grunde könnt Ihr Euch an den Verfügbarkeiten für Prämienflüge orientieren, denn im Normalfall werden für Upgrades dieselben Buchungsklassen genutzt wie für die direkte Buchung von Prämienflügen.

Dazu kommt, dass bei fast allen Fluggesellschaften günstige Buchungsklassen von Upgrades ausgeschlossen sind, sodass Ihr im Zweifel schon beim Ticketkauf draufzahlen müsst, um eine Upgrade-Prämie nutzen zu können. Die Meilenwerte sind zudem hoch: Nach Nordamerika fallen für ein Upgrade von der Economy Class in die Business Class aus einer normalen Buchungsklasse beispielsweise 50’000 Meilen für einen einfachen Flug oder 100’000 Meilen für einen Hin- und Rückflug an. Im Rahmen der Meilenschnäppchen könnt Ihr einen kompletten Business-Class-Flug dagegen teils schon ab 61’000 Meilen plus Steuern buchen. Möchtet Ihr den höchsten Gegenwert aus Euren Meilen holen, ergibt ein Prämienflug also oftmals mehr Sinn.

SWISS Senses First Class im Airbus A350
Die neue SWISS First Class im Airbus A350 ist ein verlockendes Upgrade-Ziel

Es gibt allerdings auch Ausnahmen, in denen ein Upgrade die beste Wahl ist – etwa wenn Ihr das Ticket nicht selbst bucht, sondern dieses beispielsweise vom Arbeitgeber bezahlt wird. Bedenkt ausserdem: Der Companion Award gilt grundsätzlich nicht bei Upgrades, sondern nur bei regulären Flugprämien.

Wie funktioniert die Meileneinlösung bei Miles & More für Reisebuchungen?

Eine deutlich weniger attraktive Möglichkeit, um Miles & More Meilen einzulösen, sind Reisebuchungen bei verschiedenen Partner-Unternehmen. Möglich ist beispielsweise die Buchung folgender Leistungen:

  • Hotels
  • Kreuzfahrten
  • Mietwagen

Wenngleich die Flexibilität bei der Einlösung durchaus ansprechend ist, raten wir Euch von einer Einlösung dieser Art ab. Der Gegenwert ist sowohl bei der Buchung von Hotels als auch bei Kreuzfahrten und Mietwagen eher bescheiden: In den seltensten Fällen erhaltet Ihr mehr als 0.4 Cent pro Meile, was in unserer Kalkulation zum Wert einer Miles & More Meile zu den schlechtesten Werten überhaupt gehört.

Beispielhaft zeigt das eine Buchung von drei Nächten im Hotel Adlon Kempinski Berlin über das Portal Hotels & Cars: Hier bezahlt Ihr 144’525 Meilen pro Nacht oder 433’550 Meilen für drei Nächte in einem Standardzimmer – Frühstück noch nicht enthalten. Gleichzeitig könntet Ihr dasselbe Zimmer regulär für gut 400 Euro pro Nacht buchen und würdet dabei sogar noch Meilen sammeln. Konkret bekommt Ihr also einen Gegenwert von weniger als 0.4 Cent pro Meile.

Beachtet generell auch, dass Ihr bei einer Buchung über das Hotel- und Mietwagenportal von Miles & More nicht von Statusvorteilen bei Hotelketten profitiert und auch keine Punkte in Loyalitätsprogrammen sammelt. Für denselben Preis könntet Ihr stattdessen mit umfangreichen Vorteilen bei suitespot buchen.

Die konkreten Vorteile variieren je nach Hotel und Marke, werden Euch im Rahmen des Buchungsprozesses von unseren Luxushotel-Beratern kommuniziert und sind nach dem Login als Premium Kunde in Eurem suitespot-Account auf der jeweiligen Hotelseite einsehbar. Ihr habt noch keinen Account? Dann könnt Ihr Euch entweder als Basis Mitglied oder für jährlich nur 99 Euro für die exklusive Premium Mitgliedschaft mit zahlreichen Vorteilen registrieren.

Ähnlich unattraktiv wie die Einlösung für Hotels ist übrigens auch jene für Mietwagen, sodass Ihr von diesen beiden Wegen idealerweise generell absehen solltet.

Wie funktioniert die Meileneinlösung bei Miles & More für Sachprämien?

Da Miles & More sich längst nicht mehr nur als Programm einer Fluglinie präsentiert, ist das Meileneinlösen auch für zahlreiche Sachprämien möglich. Die bekannteste Einlösung dieser Art ist sicherlich der Lufthansa WorldShop, in dem Ihr Reisegepäck, Accessoires wie Uhren und viele andere Dinge als Miles & More Prämie kaufen könnt. Leider bietet dieser genauso wie die Angebote an den Flughäfen keinen guten Gegenwert, wie ein Beispiel zeigt.

So könnt Ihr etwa einen Fernseher von Samsung für 1’387’000 Meilen kaufen, was nicht nur auf den ersten Blick enorm viel ist: Der Gegenwert liegt bei gerade einmal knapp 0.33 Cent pro Meile, denn selbst im WorldShop könntet Ihr denselben Fernseher für «nur» 4’699 Euro kaufen. Beim Hersteller direkt gibt es das identische Modell sogar für weniger als 3’000 Euro – womit der Wert pro Meile faktisch noch niedriger liegt.

Auch andere Möglichkeiten zum Einlösen für Sachprämien, etwa über den Bordverkauf, beim Partner Heinemann oder über Heathrow Rewards, bringen keinen signifikant besseren Gegenwert. Wenn Ihr überlegt, welcher Weg zum Meilen einlösen bei Miles & More der beste ist, solltet Ihr Sachprämien am besten gleich ausschliessen.

Unser Fazit zum Meilen einlösen bei SWISS Miles & More

Es gibt mittlerweile zahllose Möglichkeiten, um Meilen bei Miles & More einzulösen. Die beste Option ist und bleibt allerdings die Einlösung für Flüge – vor allem in der Business Class und der First Class. Wenn Ihr Euch für eine Flugprämie entscheidet, holt Ihr schlichtweg am meisten aus jeder einzelnen Meile heraus.

In unserem Guide zum Wert einer Meile bei Miles & More haben wir Euch gezeigt, dass eine Meile im Prinzip zwischen 0.3 und 7 Cent wert sein kann. Wenn Ihr das Meilen einlösen ernst nehmt und gezielt nach der besten Flugprämie sucht, erzielt Ihr den maximalen Wert – gerade die Einlösung für Meilenschnäppchen oder die Buchung bei Partnern mit geringen Zuschlägen kann äusserst attraktiv sein!

Fehlen Euch noch Meilen zur Wunschprämie? Dann lohnt sich für Vielflieger aus der Schweiz ein Blick auf die Kreditkarten von SWISS Miles & More, mit denen Ihr im Alltag zuverlässig Meilen sammelt:

SWISS Miles & More Gold Duo

30’000 Miles & More Meilen 
  • Aktion bis 30. September 2026: Frequent Traveller Status für 600 Franken oder 80’000 Meilen erwerbbar
  • Schneller am Gate mit 2 ZRH Comfort Vouchern
  • Miles & More Meilen mit allen Umsätzen sammeln
  • Halbe Jahresgebühr im 1. Jahr geschenkt
  • Meilenverfall stoppen
  • Reiseversicherungen inklusive
  • SIXT Gold Mitgliedschaft inklusive
220 Franken Jahresgebühr; Im ersten Jahr nur 110 Franken

Alternativ könnt Ihr Miles & More Meilen in bestimmten Situationen auch direkt kaufen – wann sich das lohnt und welche Alternativen es gibt, lest Ihr in unserem Guide zum Miles & More Meilen kaufen.

Egal für welchen Weg Ihr Euch entscheidet: Mit etwas Planung holt Ihr aus Euren Meilen deutlich mehr heraus, als es auf den ersten Blick scheint – und die nächste Reise in der SWISS Business oder First Class rückt ein gutes Stück näher.

Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.