Der Senator Status ist für viele Vielflieger ab Zürich und Genf das eigentliche Ziel bei SWISS und Miles & More. Wir zeigen Euch, wie die Qualifikation heute funktioniert, was der Status im Alltag bringt und wo seine Grenzen liegen.
Über den Status entscheiden längst nicht mehr Statusmeilen, sondern die Points und Qualifying Points aus dem Miles & More Statussystem. In diesem Guide klären wir, wie viele Flüge Ihr dafür braucht, wie lange der Status gilt, ob er sich kaufen lässt und was Euch bei SWISS, Edelweiss und den übrigen Airlines erwartet. Wir halten ihn laufend aktuell, zuletzt im November 2026.
Inhaltsverzeichnis
- Wie erreiche ich den Senator Status bei SWISS?
- Wie viele Flüge braucht man für den Senator Status?
- Welche Wege zum Senator Status gibt es neben Flügen?
- Wie lange gilt der Senator Status und wie verlängere ich ihn?
- Kann man den Senator Status kaufen?
- Welche Statusvorteile bietet der Senator Status bei SWISS?
- Welche Statusvorteile bietet der Senator Status bei Edelweiss?
- Welche Statusvorteile bietet der Senator Status bei Eurowings?
- Welche Statusvorteile bietet der Senator Status bei Discover Airlines?
- Welche Statusvorteile bietet der Senator Status bei der Star Alliance?
- Wie komme ich zum Lifetime Senator Status?
- Wie bewährt sich der Senator Status in der Praxis?
- Fazit zum Senator Status bei SWISS
Das Wichtigste vorweg: Für den Senator Status braucht Ihr in einem Kalenderjahr 2’000 Points, davon mindestens 1’000 Qualifying Points. Danach bleibt Ihr bis Ende Februar des übernächsten Jahres Senator und nutzt unter anderem die SWISS Senator Lounges, den First Class Check-in sowie zwei Upgrade Voucher. Zugleich seid Ihr damit Star Alliance Gold Member.
Wie erreiche ich den Senator Status bei SWISS?
Miles & More kennt drei Vielfliegerstatus, der Senator ist die mittlere Stufe zwischen dem Frequent Traveller Status und dem HON Circle Status. Von “mittel” solltet Ihr Euch aber nicht täuschen lassen, denn schon er bringt mehr als der höchste Status so mancher anderen Airline. Entsprechend hoch liegt die Hürde. Innerhalb eines Kalenderjahres müsst Ihr diese beiden Werte erreichen:
- 2’000 Points (reguläre Punkte)
- 1’000 Qualifying Points (qualifizierende Punkte, die in den 2’000 Points enthalten sind)
Gezählt wird stets vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Für die Planung ist vor allem der Unterschied zwischen den beiden Punktearten entscheidend:
- Points gibt es auf Flügen der Lufthansa Group, der vollintegrierten Miles & More Partner und aller übrigen Star Alliance Airlines
- Qualifying Points gibt es nur auf Flügen der Lufthansa Group und der vollintegrierten Miles & More Partner
Mit Tickets von United oder Singapore Airlines allein kommt Ihr also nie ans Ziel. Der Kreis der Airlines mit Qualifying Points ändert sich zudem immer wieder, zuletzt ist im April 2026 ITA Airways hinzugekommen. Aktuell sieht er so aus:
Zur Lufthansa Group gehören nach aktuellem Stand Air Dolomiti, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Discover Airlines, Edelweiss, ITA Airways, Eurowings, Lufthansa und Swiss.
Vollintegrierte Miles & More Partner sind Croatia Airlines, LOT Polish Airlines und Luxair.
Für Reisende ab der Schweiz gibt es dabei eine Besonderheit: Auf Edelweiss Flügen sammelt Ihr Points und Qualifying Points nur mit einer SWISS Flugnummer zwischen LX8000 und LX8499, und dafür müsst Ihr den Flug direkt bei SWISS buchen.
Wie viele Flüge braucht man für den Senator Status?
Wie viele Points ein Flug bringt, hängt nur von zwei Dingen ab: von der Reiseklasse und davon, ob das Segment kontinental oder interkontinental ist. Auch Inlandsflüge wie Genf–Zürich zählen als kontinental. Die Tabelle zeigt die Gutschrift je Segment und in Klammern, wie viele Segmente rechnerisch für 2’000 Points nötig wären:
| Reiseklasse | Kontinental | Interkontinental |
|---|---|---|
| Economy Class | 20 Points (100 Flüge) | 60 Points (34 Flüge) |
| Premium Economy Class | 20 Points (100 Flüge) | 80 Points (25 Flüge) |
| Business Class | 40 Points (50 Flüge) | 200 Points (10 Flüge) |
| First Class | 40 Points (50 Flüge) | 400 Points (5 Flüge) |
Bei SWISS, den übrigen Airlines der Lufthansa Group und den vollintegrierten Partnern kommen gleich viele Qualifying Points hinzu, reine Star Alliance Flüge bringen dagegen nur Points. Die Zonen legt Miles & More selbst fest: Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien gehören zu Europa, ein Flug von Zürich nach Hurghada ist also kontinental.

Ein Beispiel ab der Schweiz: Vier Hin- und Rückflüge in der SWISS Business Class von Genf via Zürich nach New York bringen je 480 Points, zusammen also 1’920. Dazu kommt ein Economy Class Hin- und Rückflug von Genf via Zürich nach Rom mit 80 Points, und der Senator ist erreicht. Bedenkt aber, dass Miles & More je nach Airline einzelne Flugnummern und Buchungsklassen von der Gutschrift ausnehmen kann. Konkrete Routen ab Zürich und Genf findet Ihr in unserem Guide zu den günstigsten Wegen zum Senator Status.
Welche Wege zum Senator Status gibt es neben Flügen?
Ohne Flüge wird kaum jemand Senator, denn die 1’000 Qualifying Points bleiben die eigentliche Hürde. Für die letzten fehlenden Punkte gibt es aber mehrere Bausteine, die wir auch im Guide zu den Meilenarten bei Miles & More einordnen:
- Meilentausch: Als Inhaber einer SWISS Miles & More Kreditkarte tauscht Ihr einmal pro Kalenderjahr 5’000 bis 25’000 Meilen in maximal 100 Points und 100 Qualifying Points
- eVoucher: Ein Upgrade Voucher lässt sich in 50 Points und 50 Qualifying Points für das laufende Jahr umwandeln, bis zu vier Stück je Transaktion
- CO₂-Einsparung: Je nach SAF-Anteil des Pakets gibt es bis zu 80 Prozent mehr Points pro Flug, auf Flügen der Lufthansa Group und der vollintegrierten Partner auch mehr Qualifying Points
- Zugreisen: SWISS Air Rail, Austrian AIRail und Lufthansa Express Rail werden wie Flüge gewertet, für den Senator Status aber nur bis zu 500 Qualifying Points
- Uptrip App: Komplette Sammelkarten-Kollektionen bringen Points und Qualifying Points, die Karten stammen allerdings aus Euren eigenen Flügen
- Marriott Bonvoy: Nach der Kontoverknüpfung gibt es pro qualifizierendem Aufenthalt 40 Points, höchstens 120 im Jahr und keine Qualifying Points
- Bundle&Go: Die Pakete L und XL enthalten 100 beziehungsweise 150 Points, ebenfalls ohne Qualifying Points
Für den Meilentausch zählen nur Meilen aus Kartenumsätzen des laufenden und des vorherigen Kalenderjahres, Willkommensboni und Aktionsmeilen sind ausgeschlossen. Wer noch keine passende Karte hat, sammelt etwa mit dem SWISS Gold Duo im Alltag Meilen und stoppt mit monatlichem Umsatz zugleich deren Verfall:
SWISS Miles & More Gold Duo
- Miles & More Meilen mit allen Umsätzen sammeln
- Halbe Jahresgebühr im 1. Jahr geschenkt
- Meilenverfall stoppen mit monatlichem Umsatz
- Reiseversicherungen inklusive
- SIXT Gold Mitgliedschaft inklusive
Als Alternative bietet sich der Star Alliance Gold Status an, den andere Programme der Allianz teils deutlich einfacher vergeben. Die allianzweiten Vorteile sind dieselben, die Miles & More eigenen Extras wie Upgrade Voucher oder Buchungsgarantie gibt es dort aber nicht. Durchrechnen solltet Ihr das vor allem, wenn Ihr nur einen Teil Eurer Flüge mit SWISS absolviert.
Wie lange gilt der Senator Status und wie verlängere ich ihn?
Der Status gilt ab dem Moment der Qualifikation und läuft am letzten Februartag des übernächsten Jahres aus. Erreicht Ihr die Schwelle etwa im Juni 2026, bleibt Ihr bis Ende Februar 2028 Senator, also für den Rest von 2026, das ganze Jahr 2027 und zwei Monate im Jahr 2028. Für die Verlängerung gelten dieselben Werte wie für die Qualifikation: 2’000 Points und 1’000 Qualifying Points zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember. Zum Jahreswechsel beginnt die Zählung jeweils wieder bei null.
Ein Status bringt keine zusätzlichen Points: Für denselben Flug erhält jeder Teilnehmer gleich viele Points. Der Executive Bonus wirkt nur auf die Prämienmeilen und beträgt bei SWISS je nach Berechnung 25 oder 50 Prozent.
Bei der Verlängerung helfen vor allem die eVoucher: Sammelt Ihr als Senator mehr, als Ihr für die Verlängerung braucht, nehmt Ihr den Überschuss damit ins nächste Kalenderjahr mit. Jeder eingesetzte eVoucher überträgt 100 Points und 100 Qualifying Points, pro Transaktion sind vier möglich. Den Übertrag startet Ihr im Miles & More Konto unter Statusmanagement, gutgeschrieben wird Anfang Januar.
Klappt es mit der Verlängerung nicht, fallt Ihr nicht gleich auf null zurück. Miles & More stuft Euch auf den Frequent Traveller Status herunter, den Ihr dann noch ein Jahr behaltet. Unter Vielfliegern heisst das Soft Landing.
Kann man den Senator Status kaufen?
Einen regulären Kauf gibt es nicht, Miles & More vergibt den Senator nur für gesammelte Points und Qualifying Points. Bestehende Senatoren können aber Glück haben: Ausgewählte Statuskunden bekommen per E-Mail ein persönliches Angebot zur Verlängerung. Aktuell kostet das 2’500 Euro oder 300’000 Meilen, der Status läuft dann bis Ende Februar 2028.

Wichtig für Mitglieder in der Schweiz: Bezahlt wird ausschliesslich in Euro, eine Variante in Franken gibt es nicht, und auf einer Schweizer Kreditkarte fällt in der Regel eine Fremdwährungsgebühr an. Die Euro-Zahlung bleibt trotzdem meist die bessere Wahl, denn eine Meile ist hier nur rund 0.83 Cent wert. Anspruch auf das Angebot habt Ihr nicht, und zurückerstattet wird auch dann nichts, wenn Ihr die Punkte später doch selbst zusammenbekommt. Wer die Schwelle bis zum 31. Dezember aus eigener Kraft schaffen kann, wartet also besser ab.
Welche Statusvorteile bietet der Senator Status bei SWISS?
Als Senator profitiert Ihr bei SWISS genauso wie bei den übrigen Airlines der Lufthansa Group. Zugleich ist der Status ein Star Alliance Gold Status und gilt damit auch in der gesamten Star Alliance. Bei SWISS und der Lufthansa Group erwarten Euch diese Vorteile:
- alle Vorteile des Frequent Traveller Status
- zwei eVoucher für Upgrades, jeweils beim Erreichen und beim Verlängern des Status
- Buchungsgarantie auf ausgebuchten Flügen bis 48 Stunden vor Abflug in der jeweils hochwertigsten Buchungsklasse
- zweithöchste Wartelistenpriorität auf Star Alliance Flügen
- First Class Check-in, auch mit einem Economy Class Ticket
- Priority Boarding
- Security Fast Lane an ausgewählten Flughäfen
- kostenlose Sitzplatzreservierung, auch für Mitreisende in derselben Buchung (ausser Economy Basic und Economy Light auf der Kurzstrecke, Economy Light, Premium Economy Light und Business Light auf der Langstrecke sowie SWISS Business Suite und Lufthansa Allegris Extra Long Bed und Business Class Suite)
- bevorzugte Gepäckbehandlung
- ein zusätzliches Freigepäckstück in allen Reiseklassen
- kostenloses Golfgepäck bei ausgewählten Airlines und in bestimmten Reiseklassen
- Buchung von Companion Awards
- Zugang zu Senator und Star Alliance Gold Lounges vor Abflug (plus ein Gast)
- Zugang zu Senator und Business Lounges nach der Ankunft mit SWISS, Lufthansa oder Austrian Airlines, sofern die Lounge erreichbar ist
- Zugang zur SWISS Arrival Lounge in Zürich und nach ausgewählten Flügen zur Welcome Lounge in Frankfurt
- SWISS Miles & More Gold Plus Kartenduo ohne Jahresgebühr
- exklusive Senator Hotline
- kein Meilenverfall, solange der Status besteht
- bis zu 50 Prozent mehr Meilen durch den Executive Bonus
- bis zu 50’000 Meilen Vorschuss
- Marriott Bonvoy Gold Elite Status nach Verknüpfung der Konten
- Extra Benefits ab 2’200 Qualifying Points im Kalenderjahr
Am stärksten merkt Ihr den Status in der Lounge. In Zürich stehen Euch die SWISS Senator Lounges in den Terminals A, D und E offen, in Genf die SWISS Senator Lounge direkt neben den Gates. Weltweit kommen die Lounges der Lufthansa und der Star Alliance Partner hinzu. Anders als der Frequent Traveller dürft Ihr eine Begleitperson mitnehmen, die auf demselben Flug reist, in die Lounges der Lufthansa Group zusätzlich eigene Kinder unter 18 Jahren. In Zürich steht zudem ein Umzug an: Im ersten Quartal 2027 wechseln die SWISS Business und Senator Lounges A in ein neues Gebäude beim Dock B.

Auch nach der Landung bleibt die Tür offen: Mit einer Bordkarte für einen Flug von SWISS, Lufthansa oder Austrian Airlines am selben Tag kommt Ihr in die Senator und Business Lounges, wenn sie vom Ankunftsbereich aus erreichbar sind. Star Alliance Gold Members anderer Programme haben dieses Recht nicht. Dazu kommen zwei reine Ankunfts-Lounges: Die SWISS Arrival Lounge in Zürich liegt nach dem Zoll bei Ankunft 2, ist auch von Ankunft 1 aus zugänglich und öffnet täglich von 6 bis 13 Uhr. In Frankfurt nutzt Ihr die Welcome Lounge nach einem Lufthansa Langstreckenflug, einem Lufthansa Flug über dreieinhalb Stunden sowie nach Langstreckenflügen von SWISS und Austrian Airlines über Zürich, Genf oder Wien.
Typisch schweizerisch ist der Vorteil bei der Kreditkarte: Solange Ihr den Status habt, entfällt beim SWISS Miles & More Gold Plus Kartenduo die Jahresgebühr. Es bringt mit der American Express 2 Meilen und mit der Visa 0.8 Meilen pro 2 Franken Umsatz. Die Buchungsgarantie gilt dagegen nur in der jeweils höchsten Buchungsklasse, bei SWISS also J in der Business, G in der Premium Economy und Y in der Economy Class. Abseits des Fliegens erhaltet Ihr nach der Verknüpfung mit Marriott Bonvoy den Gold Elite Status.
Mit einem eVoucher fliegt Ihr auf einer Strecke eine Reiseklasse höher, grundsätzlich auch von der Business in die First Class. Auf der Langstrecke braucht Ihr dafür je nach Ziel, Airline und Buchungsklasse ein bis drei Stück, und möglich sind Upgrades nur, wenn voraussichtlich Plätze frei bleiben. Gültig sind die eVoucher 24 Monate. Beim Companion Award zahlt Eure Begleitperson auf einem Prämienflug nur die halbe Meilenzahl, Steuern und Zuschläge aber voll. Dafür müsst Ihr gemeinsam und in derselben Reiseklasse reisen.
Einlösen lassen sich die eVoucher laut Miles & More bei allen Star Alliance Partnern, allerdings abhängig von Ziel, Airline und Buchungsklasse. Den Companion Award bucht Ihr verlässlich bei der Lufthansa Group und den vollintegrierten Partnern, bei vielen weiteren Star Alliance Airlines klappt es derzeit nur auf Kulanz. Für Schweizer Sammler weniger hilfreich ist die sogenannte Senator Warteliste, die Miles & More selbst gar nicht als Vorteil aufführt: Per Anruf bei der Hotline lassen sich zusätzliche Prämienplätze von der Economy bis zur Business Class finden, etwa bei Lufthansa und Austrian Airlines, nicht aber bei SWISS, Brussels Airlines und ITA Airways.
Kompliziert wird es in den günstigsten Tarifen. Auf europäischen Strecken gibt es auch für Senatoren in Economy Basic und Economy Light kein zusätzliches Aufgabegepäck, einen Koffer könnt Ihr dort also nicht gratis aufgeben. Immerhin dürft Ihr im Economy Basic Tarif ein Handgepäckstück bis acht Kilogramm kostenlos mitnehmen, sofern Eure Vielfliegernummer in der Buchung hinterlegt ist. Auf der Langstrecke ist für Senatoren in Economy Light das erste und in Premium Economy Light sowie Business Light das zweite Gepäckstück gratis. Das klappt laut SWISS aber nur am Check-in-Schalter und gilt nicht für Flüge von und nach Ägypten, Iran, Irak, Israel, Jordanien, Libanon und Syrien. In den übrigen Tarifen gibt es bei SWISS ein zusätzliches Gepäckstück, in der Economy Class mit 23 Kilogramm, in Business und First Class mit 32 Kilogramm.
Welche Statusvorteile bietet der Senator Status bei Edelweiss?
Edelweiss gehört zwar zur Lufthansa Group, ist aber kein Mitglied der Star Alliance. Für Senatoren lohnt sich die Schweizer Ferienairline trotzdem, denn der Status wird direkt anerkannt. Das gilt laut Edelweiss:
- Lounge-Zugang vor dem Abflug in Zürich und an den Zielen mit Partner-Lounge, jeweils mit einem Gast
- ein zusätzliches Aufgabegepäckstück mit dem Maximalgewicht der gebuchten Reiseklasse
- Points und Qualifying Points nur auf direkt bei SWISS gebuchten Flügen mit den Nummern LX8000 bis LX8499
Bei der Lounge habt Ihr damit einen echten Vorteil gegenüber einem fremden Gold Status: Von den Star Alliance Gold Members anderer Programme kommen bei Edelweiss nur Kunden von Air Canada Aeroplan und United MileagePlus hinein, Frequent Traveller gar nicht.
Wo es keine Lounge gibt, etwa in Tampa, erhaltet Ihr am Check-in stattdessen einen Wertgutschein. Welche Fernziele Edelweiss derzeit anfliegt, zeigt unser Guide zum Streckennetz, alle Lounges nennt die Airline selbst.
Welche Statusvorteile bietet der Senator Status bei Eurowings?
Bei Eurowings bringen die allermeisten Gold Status anderer Star Alliance Airlines gar nichts. Mit dem Senator sieht es deutlich besser aus, denn hier greifen fast alle üblichen Vorzüge. Eurowings nennt für Senatoren diese Punkte:
- Priority Check-in, auch am Flughafen
- kostenlose Vorabend-Gepäckaufgabe auch am Schalter in Berlin, Köln/Bonn, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart
- Priority Boarding
- Security Fast Lane
- grosses Handgepäck bis acht Kilogramm im Basic-Tarif
- zweites Aufgabegepäckstück bis 23 Kilogramm und Sitzplatz mit mehr Beinfreiheit im Smart-Tarif
- Golftasche inklusive
- Loungezugang im Basic- und Smart-Tarif
- 25 Prozent mehr Meilen
- Companion Award
Einen Haken hat das Ganze: Priority Check-in, Fast Lane und Lounge gibt es nur an BIZclass-Stationen und auch dort nur, wenn sie verfügbar sind. An so manchem Ferienflughafen fällt das also weg. Golftasche und Beinfreiheitssitz lassen sich zudem nur über das Call Center buchen. Am deutlichsten spürt Ihr den Status beim Handgepäck, denn normalerweise kostet das grosse Stück im Basic-Tarif extra, und dank Priority Boarding findet es auch einen Platz im Gepäckfach.
Welche Statusvorteile bietet der Senator Status bei Discover Airlines?
Bei Discover Airlines gelten grundsätzlich dieselben Vorteile wie bei SWISS und Lufthansa, weil hier dasselbe Tarifsystem zum Einsatz kommt. Allerdings hat Discover nicht an jedem Flughafen einen Lounge-Vertrag und auch nicht überall Zugang zur Fast Lane, darauf verlassen könnt Ihr Euch also nicht. In die Lufthansa Lounges dürfen auch hier eine Begleitperson und eigene Kinder unter 18 Jahren mit. Der Executive Bonus liegt laut Discover Airlines bei 25 Prozent.
Welche Statusvorteile bietet der Senator Status bei der Star Alliance?
Weil der Senator zugleich ein Star Alliance Gold Status ist, profitiert Ihr auch ausserhalb der Lufthansa Group von einem grossen Paket. Bei den Mitgliedern der Star Alliance gilt:
- Priority Check-in
- bevorzugte Gepäckbehandlung
- Zugang zu den Star Alliance Gold Lounges
- bevorzugte Behandlung auf der Warteliste
- Priority Boarding
- Stand-by-Priorität
- zusätzliches Freigepäck
- Priority Lane an der Sicherheitskontrolle, wo Gold Track angeboten wird
Besonders attraktiv ist der Lounge-Zugang, denn unabhängig von Status und Reiseklasse darf Euch eine zweite Person begleiten. Voraussetzung ist ein Flug mit einer Star Alliance Airline am selben Tag, und Eure Begleitung muss auf demselben Flug reisen.

Das gilt allerdings nicht für die Töchter aller Mitglieder, ausgenommen ist etwa Scoot von Singapore Airlines. Vorsicht ist ausserdem bei einem Codeshare geboten: Führt eine Airline ausserhalb der Allianz den Flug durch, greifen die Vorteile im Normalfall nicht, auch wenn Euer Ticket eine LX-Nummer trägt. Bei Edelweiss bekommt Ihr die oben beschriebenen Vorteile dagegen direkt über den Miles & More Status.
Wie komme ich zum Lifetime Senator Status?
Seit 2024 gibt es den Lifetime Senator Status ganz offiziell. Zuvor vergab Miles & More ihn nur auf Einladung, meist an Kunden ab 60 Jahren mit mindestens einer Million Statusmeilen und zehn Jahren Status am Stück. Heute zählt nur noch eine feste Schwelle: 40’000 Qualifying Points für den Senator und 30’000 Qualifying Points für den Frequent Traveller auf Lebenszeit.
Für den Status auf Lebenszeit zählen ausschliesslich Qualifying Points, reine Star Alliance Flüge helfen hier also nicht. Als Neukunde bräuchtet Ihr 20 Jahre, wenn Ihr jedes Jahr genau 2’000 Qualifying Points sammelt. Jeder bezahlte Flug mit SWISS zählt direkt darauf ein, Euren Stand seht Ihr auf der Miles & More Webseite und in der App.
Wer schon im alten Programm aktiv war, startete mit einem Vorsprung. Mitte Januar 2024 wurden die damaligen Status Stars im Verhältnis 1:2 in Qualifying Points für den Lifetime Status umgerechnet, aus 10’000 Status Stars wurden also 20’000 Qualifying Points. Diese Punkte gab es zuvor pro Tag mit Status: einen als Frequent Traveller, zwei als Senator und drei als HON Circle Member.
Wie bewährt sich der Senator Status in der Praxis?
Im Alltag zeigt sich der Wert des Status vor allem am Boden. Nach unserer Erfahrung funktionieren die Vorteile fast immer problemlos, auch auf Flügen von Schwesterairlines wie Air Dolomiti, wo ein fremder Star Alliance Gold Status oft weniger bringt. Hin und wieder gibt es kleine Extras obendrauf, etwa einen persönlichen Willkommensgruss an Bord von Discover Airlines. Einplanen solltet Ihr so etwas aber nicht.
Besonders gross ist der Hebel beim Einlösen von Meilen. An der Senator Hotline kommt Ihr schnell durch und habt meist besonders kompetente Ansprechpartner. Zusammen mit dem Companion Award lassen sich Business und First Class Flüge zu zweit deutlich günstiger buchen, das kann im Jahr schnell einen hohen Gegenwert ergeben.
Dazu kommen die sehr guten SWISS Senator Lounges in Zürich und Genf, ein meist geordnetes Priority Boarding und die Fast Lane an vielen Flughäfen. Wer ab der Schweiz regelmässig unterwegs ist, gewöhnt sich daran sehr schnell und möchte den Status danach kaum noch missen.
Fazit zum Senator Status bei SWISS
Der Senator ist für Vielflieger ab der Schweiz ein sehr attraktiver Status, einzig die Hürde von 2’000 Points und 1’000 Qualifying Points im Kalenderjahr bleibt hoch. Den vergleichbaren Star Alliance Gold Status bekommt Ihr bei einigen anderen Programmen deutlich leichter. Fliegt Ihr jedoch viel mit SWISS und ihren Schwesterairlines, ist der Senator meist die bessere Lösung, denn Lounges in Zürich und Genf, Upgrade Voucher, Companion Awards und die Vorteile bei Edelweiss und Eurowings bringen einen Gegenwert, den ein fremder Gold Status nicht bieten kann.




