Der Senator Status ist einer der am schwersten zu erreichenden Star Alliance Gold Status überhaupt. In diesem Guide zeigen wir Euch nicht nur, wie Ihr ihn möglichst günstig erreicht, sondern auch, welche Wege ab der Schweiz am effektivsten sind. Diesen Guide aktualisieren wir laufend – zuletzt im Juli 2026.

Dabei geht es ausdrücklich um unterschiedliche Ansätze: Für den einen ist der Weg über kurze Umsteigeverbindungen ideal, für den anderen eine ohnehin geplante Fernreise in der Business Class. Kombinieren lassen sich die Varianten problemlos.

Ein Hinweis zu den Preisen: Wir nennen die Ticketpreise in Euro, weil die hier beschriebenen Angebote überwiegend in Euro bepreist werden. Nur bei Schweizer Produkten wie Kreditkarten rechnen wir in Franken.

Wie viele Punkte benötigt man für den Senator Status?

Seit der Programmumstellung im Januar 2024 gelten für den mittleren Status im Miles & More Programm zwei Schwellen. Wie das System im Detail funktioniert, haben wir im Guide zum neuen Miles & More Statussystem aufgeschlüsselt.

  • 2’000 Status Points
  • 1’000 Qualifying Points

Status Points sammelt Ihr auf allen Flügen der Partner der Star Alliance sowie bei ausgewählten weiteren Partnerairlines. Qualifying Points gibt es dagegen nur an Bord der Lufthansa Group – also auch auf Flügen der SWISS – sowie bei Luxair, LOT, Croatia Airlines und seit April 2026 auch ITA Airways. Für die Gutschrift gilt folgendes Schema:

EconomyPremium EconomyBusinessFirst Class
kontinental20204040
interkontinental6080200300

Um ein Angebot einzuordnen, hat sich in der Praxis eine einfache Faustregel etabliert. Sie beschreibt, wie viel ein einzelner Statuspunkt kosten darf:

  • unter 2 Euro pro Statuspunkt: perfekter Deal
  • 2 bis 3 Euro pro Statuspunkt: sehr guter Deal
  • 3 bis 4 Euro pro Statuspunkt: guter Deal
  • 4 bis 5 Euro pro Statuspunkt: akzeptabler Deal
  • über 5 Euro pro Statuspunkt: schlechter Deal

Dabei sind Qualifying Points tendenziell wertvoller als Status Points, denn sie schalten ab 2’200 Punkten zusätzliche Extra Benefits frei und zählen als einzige für den Lifetime Status. Wer noch nicht so weit ist, findet im Guide zum Frequent Traveller Status den passenden Zwischenschritt.

SWISS Business Class auf dem Weg zum Senator Status
Auf Langstrecken der SWISS sammelt Ihr Status und Qualifying Points gleichzeitig

Wichtig ist zudem der Grundsatz, dass sich ein Status nur in den seltensten Fällen von null an lohnt. Deutlich sinnvoller sind gezielte Zusatzflüge, um am Jahresende die letzten fehlenden Punkte einzusammeln.

Worauf kommt es beim günstigen Sammeln wirklich an?

Bevor Ihr die einzelnen Wege vergleicht, lohnt sich ein Blick auf die Reihenfolge dahinter, denn sie entscheidet stärker über die Gesamtkosten als jeder einzelne Ticketpreis. Ob ein Angebot wirklich günstig ist, hängt nämlich nicht allein am Preis je Punkt, sondern vor allem daran, ob ein Weg überhaupt Qualifying Points bringt.

  • Zuerst die Qualifying Points planen: Sie sind mit 1’000 Punkten die eigentliche Engstelle und gibt es nur an Bord der Lufthansa Group. Ab Zürich sammelt Ihr sie direkt mit der SWISS, ergänzend über LOT oder europäische Umsteigeverbindungen in der Business Class.
  • Dann die Lücke bei den Status Points füllen: Die restlichen Punkte bis 2’000 holt Ihr am günstigsten über reine Star Alliance Partner wie Avianca oder Copa. Dort zählt zwar nur die eine Punkteart, dafür zu unschlagbaren Preisen.
  • Zum Schluss die Hebel nutzen: Wo Ihr ohnehin in einer Premiumkabine unterwegs seid, holen CO2-Einsparungspakete bis zu 80 Prozent mehr Punkte aus derselben Reise heraus.

Hilfreich ist dabei ein Gefühl dafür, wie viele Segmente überhaupt nötig sind. Kontinental benötigt Ihr rund 100 Flüge in der Economy oder Premium Economy Class beziehungsweise 50 Flüge in der Business oder First Class. Interkontinental genügen dagegen 34 Segmente in der Economy Class, 25 in der Premium Economy Class, 10 in der Business Class oder lediglich 5 in der First Class.

Mit dieser Reihenfolge im Kopf lassen sich die folgenden Wege gezielt kombinieren, statt nur auf den niedrigsten Preis je Statuspunkt zu schauen. Genau diese Kombination macht den Senator Status ab der Schweiz am Ende deutlich günstiger.

Wie erreicht man den Senator Status ab der Schweiz?

Wer in der Schweiz startet, hat einen strukturellen Vorteil: Zürich ist ein Hub der Lufthansa Group, weshalb praktisch jede Verbindung ab Zürich Qualifying Points bringt. Gleichzeitig ist der Heimatmarkt klein, sodass sich reine Punktesammelflüge im Inland kaum anbieten.

Kurzstrecken ab Zürich und Genf

Die naheliegendste Variante sind Kurzstrecken der SWISS ab Zürich oder Genf. Pro Strecke gibt es in der Economy Class 20 Status und Qualifying Points, in der Business Class jeweils 40. Wer Umsteigeverbindungen statt Direktflügen wählt, verdoppelt die Ausbeute pro Reise.

Preislich sind Hin- und Rückflüge in der Economy Class ab rund 120 Euro realistisch, in der Business Class ab etwa 400 Euro. Damit liegt der Wert je Statuspunkt in beiden Klassen im Bereich von 2 bis 3 Euro – solide, aber nicht spektakulär.

Business Class Umsteigeverbindungen ab Zürich

Deutlich effizienter wird es, wenn Ihr Umsteigeverbindungen in der Business Class bucht. Eine Reise von Zürich über einen Hub der Lufthansa Group zu einem europäischen Ziel und zurück bringt 160 Status und Qualifying Points. Beispiele gibt es in nahezu unbegrenzter Zahl:

  • Zürich – Frankfurt – Madrid – München – Zürich
  • Genf – Zürich – Venedig – Frankfurt – Genf
  • Zürich – Wien – Vilnius – München – Zürich

Die Preise beginnen bei rund 400 Euro, realistisch sind je nach Ziel 450 bis 500 Euro. Für den vollen Senator Status wären damit rund zwölf solcher Reisen nötig, was Gesamtkosten von etwa 5’000 bis 6’000 Euro entspricht. Der Wert je Statuspunkt liegt bei rund 2.5 bis 3 Euro.

Der grosse Vorteil dieser Variante: Sie lässt sich in normales Reiseverhalten integrieren. Wer ohnehin geschäftlich oder privat innerhalb Europas unterwegs ist, sammelt die Punkte ganz nebenbei und muss keine reinen Punkteflüge buchen.

Wer die Verbindungen bewusst über einen Hub der Lufthansa Group legt, stellt zudem sicher, dass wirklich Qualifying Points gutgeschrieben werden. Genau daran scheitern viele Sammelstrategien mit reinen Star Alliance Partnern.

Wie kommt man mit kontinentalen Flügen zum Senator Status?

Noch attraktiver sind kontinentale Flüge ausserhalb der Schweiz. Dazu zählen Verbindungen innerhalb Europas ebenso wie Inlandsflüge in Südamerika – dort ist das Preisniveau je Statuspunkt oft konkurrenzlos.

Inlandsflüge in Polen mit LOT

Der wohl bekannteste Geheimtipp sind polnische Inlandsflüge. Da LOT Polish Airlines ein vollintegrierter Miles & More Partner ist, gibt es dort sowohl Status als auch Qualifying Points. Verbindungen mit vier Segmenten lassen sich ab rund 100 Euro buchen.

  • Wroclaw – Warschau: 20 Status und Qualifying Points
  • Warschau – Rzeszow: 20 Status und Qualifying Points
  • Rzeszow – Warschau: 20 Status und Qualifying Points
  • Warschau – Wroclaw: 20 Status und Qualifying Points

Für den kompletten Senator Status wären rund 25 solcher Reisen nötig, was Gesamtkosten von etwa 2’500 Euro und damit rund 1.25 Euro je Statuspunkt entspricht. Da auf innerpolnischen Flügen nur die Economy Class angeboten wird, eignen sich diese Segmente allerdings nicht für den Weg zum HON Circle Status.

Inlandsflüge mit LOT Polish Airlines für den Senator Status
Für europäische Mileage Runs ist LOT Polish Airlines ein echter Geheimtipp

Ab Zürich erreicht Ihr Warschau direkt mit der SWISS, sodass sich der Zubringer bequem mit einem solchen Trip kombinieren lässt – und dabei zusätzlich Qualifying Points bringt.

Blind Booking mit Austrian, Eurowings und Lufthansa

Gleich drei Airlines der Lufthansa Group bieten spontane Kurztrips zu reduzierten Preisen an, bei denen Ihr das Ziel erst nach der Buchung erfahrt. Buchbar sind solche Trips in der Economy Class ab rund 79 Euro und in der Business Class ab rund 199 Euro.

Die Gutschrift entspricht der eines normalen kontinentalen Fluges, also 40 Punkte pro Hin- und Rückflug in der Economy Class und 80 in der Business Class. Rechnerisch landet Ihr damit bei rund 2 bis 2.5 Euro je Statuspunkt. Da die Abflughäfen meist in Deutschland und Österreich liegen, lohnt sich die Variante vor allem in Kombination mit einer ohnehin geplanten Reise.

Avianca innerhalb Kolumbiens

Die beste Ausbeute auf kontinentalen Flügen liefern Inlandsflüge in Kolumbien mit Avianca. Umsteigeverbindungen sind dort regelmässig für unter 100 Euro zu haben, ein typisches Routing bringt 80 Status Points:

  • Cali – Bogota: 20 Status Points
  • Bogota – Medellin: 20 Status Points
  • Medellin – Bogota: 20 Status Points
  • Bogota – Cali: 20 Status Points

Mit rund 1 Euro je Statuspunkt ist das nahezu unschlagbar. Zu beachten ist allerdings, dass Avianca als reiner Star Alliance Partner keine Qualifying Points gutschreibt – der Senator Status lässt sich auf diesem Weg also nicht vollständig erreichen.

Inlandsflüge mit Avianca in Kolumbien für Status Points
Inlandsflüge mit Avianca gelten unter Sammlern als Geheimtipp

Sinnvoll ist diese Variante deshalb vor allem als Ergänzung: Wer die Qualifying Points bereits über Flüge der Lufthansa Group beisammen hat, füllt die fehlenden Status Points hier besonders günstig auf.

Welche kurzen Interkontinentalflüge bringen viele Punkte?

Als kurze Interkontinentalflüge gelten Verbindungen von maximal vier Stunden, die eine Zonengrenze des Miles & More Programms überschreiten. Sie sind der Schlüssel zu einem effizienten Punktesammeln, weil es dafür bereits 200 Punkte in der Business Class gibt.

Verbindungen über Athen nach Tel Aviv

Ein Klassiker ist die Strecke von Athen über einen Hub der Lufthansa Group nach Tel Aviv. Für rund 650 Euro erhaltet Ihr auf einem solchen Routing 480 Status und Qualifying Points, was etwa 1.35 Euro je Statuspunkt entspricht.

Aufgrund der Sicherheitslage vor Ort sind Strecken von und nach Israel derzeit keine unbedenkliche Option. Unabhängig davon raten wir davon ab, ein solches Routing mehrfach zu fliegen – ein reiner Punktesammelflug dürfte bei den strengen Einreisekontrollen kaum als plausibler Reisegrund gelten.

Wer das Risiko nicht eingehen möchte, findet in den folgenden Varianten Alternativen mit einem vergleichbaren Verhältnis von Preis und Punkten.

Copa Airlines in Südamerika

Da Panama an der Grenze zur nordamerikanischen Zone liegt, gelten Flüge von einem südamerikanischen Land in ein anderes über Panama Stadt als interkontinental – bei sehr kurzer Flugzeit. In der Economy Class kostet ein solches Routing rund 250 Euro und bringt 240 Status Points.

Deutlich spannender ist die Business Class: Die Strecke Medellin nach Guayaquil mit Zwischenstopp in Panama Stadt ist teilweise für unter 600 Euro buchbar und bringt 800 Status Points. Das entspricht rund 0.75 Euro je Statuspunkt und ist damit der beste Wert in diesem Guide.

Weitere Möglichkeiten mit kurzen Interkontinentalflügen

Auch Umsteigeverbindungen über Kairo mit Egypt Air funktionieren nach demselben Prinzip. Ein Hin- und Rückflug von Medina über Kairo nach Beirut kostet je nach Klasse rund 450 bis 1’050 Euro, was etwa 1.3 bis 1.9 Euro je Statuspunkt entspricht.

Ähnlich attraktiv sind Verbindungen mit Turkish Airlines über Istanbul sowie mit Aegean über Athen. Beide Hubs liegen an Zonengrenzen, weshalb sich dort besonders effiziente Routings konstruieren lassen.

Was sind die besten Wege auf echten Langstrecken?

Auch auf echten Langstrecken lässt sich der Senator Status günstig aufbauen. Das Grundprinzip bleibt dasselbe: möglichst viele Segmente zu einem möglichst geringen Preis. Solche Verbindungen hängen allerdings stark von aktuellen Angeboten ab.

Flüge in den Nahen Osten

Ein Beispiel sind günstige Business Class Angebote ab nordeuropäischen Abflughäfen in den Nahen Osten. Mit den Zubringerflügen kommt Ihr auf 480 Status und Qualifying Points bei Preisen um 1’100 Euro, was rund 2 Euro je Statuspunkt entspricht.

Zusätzlich bietet Eurowings Business Class Verbindungen nach Dubai und Jeddah ab rund 600 Euro an. Ein Hin- und Rückflug bringt dort 400 Status und Qualifying Points und damit etwa 1.5 Euro je Statuspunkt.

Über Nordamerika nach Südamerika

Für Reisen nach Südamerika bietet sich ein Routing über einen nordamerikanischen Hub der Star Alliance an. Business Class Tickets sind dafür regelmässig für rund 1’500 Euro zu finden. Ein Beispiel mit Zubringer ab Zürich:

  • Zürich – Frankfurt: 40 Status und Qualifying Points
  • Frankfurt – Panama Stadt: 200 Status und Qualifying Points
  • Panama Stadt – Lima: 200 Status Points
  • Lima – Panama Stadt: 200 Status Points
  • Panama Stadt – Frankfurt: 200 Status und Qualifying Points
  • Frankfurt – Zürich: 40 Status und Qualifying Points

Damit sammelt Ihr auf einer einzigen Reise 880 Status Points und 480 Qualifying Points bei rund 1.7 Euro je Statuspunkt. Achtet darauf, dass die Langstrecke von einer Airline der Lufthansa Group durchgeführt wird – sonst entfallen die Qualifying Points.

SWISS First Class als Ziel des Senator Status
Mit dem Senator Status rücken Upgrades und Prämienflüge spürbar näher

Wer zusätzlich den Companion Award nutzen möchte, profitiert vom Senator Status doppelt: Das zweite Prämienticket kostet nur den halben Meilenpreis.

Über Afrika nach Asien

Eine weitere Möglichkeit sind Flüge mit Ethiopian Airlines von Europa über Addis Abeba nach Asien. Ein Hin- und Rückflug bringt rund 800 Status Points, gute Angebote beginnen bei etwa 2’000 Euro und damit rund 2.5 Euro je Statuspunkt.

Alternativ funktionieren Verbindungen mit Egypt Air. Da Ägypten nach der Zonenlogik zu Europa zählt, lohnt sich ein Start in Afrika oder im Nahen Osten, etwa in Beirut oder Jeddah. Die Anreisekosten solltet Ihr dabei aber unbedingt einrechnen.

Flüge nach Ozeanien

Flüge von Europa nach Australien oder Neuseeland setzen mindestens einen Umstieg voraus, weshalb sich auch hier viele Segmente sammeln lassen. Günstig ist dieser Weg mit Preisen ab 2’500 Euro allerdings nicht mehr.

Wer klug kombiniert und mindestens eine Richtung mit der Lufthansa Group fliegt, sammelt auf einer Reise rund 800 Status Points und 400 Qualifying Points. Damit ist bereits ein erheblicher Teil des Senator Status erreicht – bei einer Reise, die man ohnehin unternehmen wollte.

Kann man den Senator Status kaufen?

Die ehrliche Antwort vorweg: Direkt kaufen könnt Ihr den Senator Status nicht, denn Miles & More verkauft weder den Status selbst noch statusrelevante Punkte einzeln. Es gibt aber eine ganze Reihe offizieller Hebel, mit denen Ihr Punkte gegen Geld oder ganz ohne zusätzliche Flüge bekommt. Richtig kombiniert verkürzen sie den Weg zum Status erheblich.

CO2-Einsparungspakete mit bis zu 80 Prozent mehr Punkten

Der stärkste Hebel sind die CO2-Einsparungspakete der Lufthansa Group. Bucht Ihr zu einem Flug ein Paket mit einem Anteil an nachhaltigem Flugkraftstoff, erhaltet Ihr prozentual entsprechend mehr Status und Qualifying Points, maximal 80 Prozent zusätzlich. Ein interkontinentales Business Class Segment springt so von 200 auf bis zu 360 Punkte, ein First Class Segment sogar von 400 auf bis zu 720.

SWISS Business Class Sitz auf der Langstrecke
In den Premiumkabinen der SWISS wirken die CO2-Einsparungspakete am stärksten

Buchen könnt Ihr die Pakete direkt bei der Flugbuchung, bis kurz vor Abflug oder sogar nachträglich für bereits geflogene Flüge des laufenden Kalenderjahres über die Miles & More App. Die zusätzlichen Qualifying Points gibt es dabei nur auf Flügen der Lufthansa Group, die zusätzlichen Status Points auch bei anderen Partnern der Star Alliance. Wichtig ist zudem, dass eine reine Kompensation über Klimaschutzprojekte ohne Anteil an nachhaltigem Flugkraftstoff keine Punkte bringt, sondern lediglich Prämienmeilen.

reisetopia Tipp: Wer ohnehin in der Business oder First Class unterwegs ist, sollte die Pakete vor jedem Statusjahr durchrechnen. Bei den grössten Paketen sinkt der Preis je zusätzlichem Punkt teilweise unter 1 Euro und damit unter das Niveau der meisten klassischen Punktesammelflüge.

Die Paketpreise liegen je nach Strecke und Klasse meist zwischen 5 und 30 Euro. Damit ist dieser Weg für Schweizer Sammler besonders interessant, weil er ohne einen einzigen zusätzlichen Flug auskommt und sich auf ohnehin geplante Reisen ab Zürich oder Genf anwenden lässt.

Green Fares der Lufthansa Group

Ähnlich funktionieren die Green Fares: Bei diesen Tarifen sind die Kompensation und ein Anteil an nachhaltigem Flugkraftstoff bereits eingepreist. Dafür gibt es auf kontinentalen Flügen 20 Prozent und auf interkontinentalen Flügen 10 Prozent mehr Meilen, Status und Qualifying Points. Angeboten werden sie allerdings nicht in allen Märkten. Wichtig ist ausserdem, dass sich ein Green Fare und ein separat gebuchtes CO2-Einsparungspaket gegenseitig ausschliessen.

Prämienmeilen in Statuspunkte umwandeln

Einmal pro Kalenderjahr könnt Ihr zwischen 5’000 und 25’000 Prämienmeilen in Punkte umwandeln, und zwar im Verhältnis 250 zu 1. Damit sind maximal 100 Status Points und 100 Qualifying Points pro Jahr möglich. Zugelassen sind ausschliesslich Meilen aus Kreditkartenumsätzen, während Flug-, Willkommens- und Aktionsmeilen ausgeschlossen bleiben.

Wer diesen Weg regelmässig nutzen möchte, braucht also die passende Karte. In der Schweiz führt der Weg dafür über eine der SWISS Miles & More Kreditkarten, mit denen Ihr die nötigen Prämienmeilen im Alltag sammelt.

Gerade zum Jahresende ist dieser Hebel wertvoll: Wer nur noch wenige Punkte bis zur Statusschwelle benötigt, schliesst die Lücke damit ohne einen einzigen Zusatzflug.

Uptrip

Über die Uptrip App verwandelt Ihr die Bordkarten Eurer Flüge mit der Lufthansa Group in digitale Sammelkarten. Für vollständige Kollektionen gibt es regelmässig rund 20 Status und Qualifying Points, bei Sonderaktionen teilweise deutlich mehr.

App auf einem Smartphone
Bordkarten und Statuspunkte verwaltet Ihr bequem per App

Der Aufwand ist gering, denn Ihr scannt lediglich nach jedem Flug die Bordkarte in der App. Als reine Zusatzquelle neben den ohnehin geflogenen Strecken ab Zürich ist Uptrip damit ein bequemer Baustein.

Marriott Bonvoy

Wer sein Marriott Bonvoy Konto mit Miles & More verknüpft, erhält für qualifizierende Hotelaufenthalte ab zwei Nächten jeweils 40 Status Points. Allerdings gibt es hier ausschliesslich Status Points und keine Qualifying Points, zudem ist die Gutschrift auf 120 Punkte pro Kalenderjahr gedeckelt.

Lobby eines Marriott Hotels
Hotelaufenthalte bei Marriott Bonvoy zahlen begrenzt auf das Punktekonto ein

Für sich genommen trägt dieser Weg den Status also nicht, als Ergänzung zu einer ohnehin gebuchten Hotelreise ist er aber ein willkommener Zusatz.

Status Match

Immer wieder legt Miles & More zeitlich begrenzte Status-Match-Aktionen auf, über die Statusinhaber anderer Vielfliegerprogramme direkt zum Senator werden können. Ob gerade eine Aktion läuft, ändert sich laufend, weshalb sich ein regelmässiger Blick in unsere täglichen News lohnt.

eVoucher-Tausch

Seid Ihr bereits Senator, hilft der eVoucher-Tausch bei der Requalifikation: Pro eVoucher gibt es 50 Status und Qualifying Points, maximal vier Stück je Transaktion. Über die Verlängerungsschwelle hinaus gesammelte Punkte lassen sich als Senator zudem per eVoucher ins Folgejahr übertragen.

Welche Wege zum Senator Status sind am attraktivsten?

Rein rechnerisch sind die südamerikanischen Varianten am attraktivsten, weil dort der Preis je Statuspunkt am tiefsten liegt. Innerhalb Europas führen die polnischen Inlandsflüge das Feld an, und sie haben den grossen Vorteil, dass sie auch Qualifying Points bringen.

  • Copa Airlines in Südamerika in der Business Class: rund 0.75 Euro je Statuspunkt
  • Avianca innerhalb Kolumbiens in der Economy Class: rund 1 Euro je Statuspunkt
  • LOT Polish Airlines innerhalb Polens in der Economy Class: rund 1.25 Euro je Statuspunkt

Auffällig ist, dass sich der Status auf kürzeren Flügen günstiger erreichen lässt, weil das Verhältnis von Flugpreis zu Punkten dort besser ausfällt. Schwierig bleibt dabei allerdings, ausschliesslich an Bord der Lufthansa Group zu fliegen und damit genügend Qualifying Points zu sammeln.

Für Schweizer Sammler ergibt sich daraus eine klare Empfehlung: Qualifying Points ab Zürich mit der SWISS und ihren Group Partnern sammeln, die fehlenden Status Points günstig über LOT, Avianca oder Copa auffüllen.

Wie helfen Kreditkarten auf dem Weg zum Status?

Statuspunkte lassen sich mit einer Kreditkarte nicht direkt kaufen. Wohl aber sorgt die passende Karte dafür, dass die auf dem Weg gesammelten Prämienmeilen nicht verfallen und dass jeder Franken Umsatz zusätzliche Meilen bringt.

Mit dem SWISS Miles & More Gold Duo sammelt Ihr bis zu 2 Meilen je 2 Franken Umsatz und erhaltet einen Willkommensbonus von 15’000 Meilen bei einer Jahresgebühr von 110 Franken im ersten und 220 Franken ab dem zweiten Jahr.

Ein Detail, das viele übersehen: Die mit der Kreditkarte gesammelten Prämienmeilen lassen sich bei Miles & More in Statuspunkte umwandeln. Wer am Jahresende nur noch wenige Punkte bis zum Senator Status benötigt, kann die Lücke damit ohne Zusatzflug schliessen – ein Weg, der gerade für Vielzahler mit hohem Kartenumsatz attraktiv ist.

SWISS Miles & More Gold Duo

30’000 Miles & More Meilen 
  • Aktion bis 30. September 2026: Frequent Traveller Status für 600 Franken oder 80’000 Meilen erwerbbar
  • Schneller am Gate mit 2 ZRH Comfort Vouchern
  • Miles & More Meilen mit allen Umsätzen sammeln
  • Halbe Jahresgebühr im 1. Jahr geschenkt
  • Meilenverfall stoppen
  • Reiseversicherungen inklusive
  • SIXT Gold Mitgliedschaft inklusive
220 Franken Jahresgebühr; Im ersten Jahr nur 110 Franken

Einen vollständigen Vergleich aller in der Schweiz erhältlichen Karten findet Ihr in unserer Übersicht zu den Miles & More Kreditkarten. Weitere Sammelwege abseits des Fliegens haben wir im Guide zum Meilen sammeln bei Miles & More zusammengefasst.

Wie sieht der günstigste Weg zum Senator Status in der Praxis aus?

Wie sich die einzelnen Bausteine kombinieren lassen, zeigen die folgenden fünf Musterpläne mit den Werten aus diesem Guide. Sie sind bewusst konservativ gerechnet, denn gute Angebote und CO2-Einsparungspakete verbessern jeden Plan zusätzlich. Für jeden Reisetyp ab der Schweiz ist eine passende Variante dabei.

Musterplan 1: Requalifikation mit kleinem Budget

Wer den Grossteil über normale Reisen sammelt und am Jahresende noch einige Hundert Punkte Lücke hat, schliesst sie so:

  • Zwei LOT-Wochenendtrips in Polen, bequem ab Zürich zu kombinieren: 160 Status und Qualifying Points für rund 200 Euro
  • Meilentausch aus Kartenumsätzen: 100 Status und 100 Qualifying Points, einmal pro Kalenderjahr
  • CO2-Einsparungspaket auf einen ohnehin gebuchten interkontinentalen Business Class Rückflug: bis zu 320 zusätzliche Punkte

Ergebnis sind rund 580 zusätzliche Punkte, und ausser den beiden Kurztrips war dafür keine einzige reine Statusreise nötig.

Musterplan 2: Von null zum Senator mit zwei Reisen

Auch ohne wöchentliche Flüge ist der Status mit zwei gezielten Reisen plus den passenden Hebeln erreichbar:

  • Business Class nach Südamerika über Panama-Stadt: 880 Status Points, davon 480 Qualifying Points, für rund 1’500 Euro
  • Europa nach Tel Aviv in der Business Class mit dem grössten CO2-Paket: bis zu 864 Punkte ab rund 650 Euro zuzüglich Paketkosten, sofern die Sicherheitslage solche Reisen zulässt
  • Zwei LOT-Trips plus Meilentausch: 260 Punkte

In Summe stehen damit gut 2’000 Status Points und rund 1’600 Qualifying Points auf dem Konto. Der Senator Status ist erreicht, bei Gesamtkosten von etwa 2’500 bis 3’000 Euro.

Musterplan 3: Der Vielflieger ohne Zusatzaufwand

Wer beruflich ohnehin regelmässig ab Zürich in der Business Class unterwegs ist, muss kaum zusätzlich planen:

  • Vier interkontinentale Business Class Segmente im Jahr: 800 Status und Qualifying Points
  • Auf jeden dieser Flüge ein CO2-Einsparungspaket: bis zu 640 zusätzliche Punkte
  • Meilentausch zum Jahresende: 100 Status und 100 Qualifying Points

Das Ergebnis von rund 1’540 Punkten liegt deutlich über der Schwelle für die Qualifying Points, ohne dass eine einzige reine Statusreise nötig gewesen wäre.

Musterplan 4: Der Komfort-Weg in der First Class

Wer Wert auf maximalen Komfort legt und das Budget dafür hat, erreicht den Status mit den wenigsten Flügen. Seit in der First Class interkontinental 400 Punkte je Segment gutgeschrieben werden, genügen rechnerisch fünf Segmente.

Kabine der SWISS First Class in der Boeing 777
Fünf interkontinentale First Class Segmente genügen rechnerisch für den Senator Status

Konkret sieht ein solcher Plan so aus:

  • Drei interkontinentale Hin- und Rückflüge in der First Class: 2’400 Status und Qualifying Points
  • Optional ein CO2-Einsparungspaket je Flug: bis zu 1’920 zusätzliche Punkte

Damit ist der Senator Status mit nur drei Reisen erreicht, nebenbei sammelt Ihr HON Circle Points als Grundstein für die nächste Statusstufe. Günstig ist dieser Weg mit rund 4 Euro je Punkt allerdings nicht.

Musterplan 5: Der Kombinierer zum kleinsten Preis

Wer den Status so günstig wie möglich erreichen will und Zeit für mehrere Kurztrips mitbringt, trennt die beiden Punktearten konsequent:

  • Qualifying Points über LOT-Inlandsflüge in Polen: rund 13 Trips für etwa 1’000 Qualifying Points
  • Die Lücke bei den Status Points über Copa in Südamerika in der Business Class: 800 Punkte für rund 600 Euro

Ergebnis sind die vollen 2’000 Status Points und 1’000 Qualifying Points zu Gesamtkosten von etwa 1’900 Euro. Das ist der günstigste Weg in diesem Guide, zugleich aber auch der aufwendigste.

Wichtig: Alle Angaben sind Richtwerte auf Basis der aktuell üblichen Preise. Flugpreise schwanken stark, weshalb Ihr vor der Buchung immer selbst nachrechnen solltet, ob ein Routing den gewünschten Preis je Punkt tatsächlich erreicht.

Welcher Plan zu Euch passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit Ihr investieren möchtet und wie viele Reisen ohnehin anstehen.

Fazit zu den günstigen Wegen zum Senator Status

Es gibt viele Wege, den Senator Status günstig zu erreichen oder zu verlängern – den einen besten Weg gibt es dagegen nicht. Am attraktivsten ist immer die Variante, die sich am besten in das eigene Reiseverhalten einfügt, und in aller Regel ist es eine Kombination mehrerer Ansätze.

Für Sammler ab der Schweiz bleibt der entscheidende Punkt die Trennung von Status und Qualifying Points: Erstere lassen sich weltweit günstig einsammeln, Letztere nur an Bord der Lufthansa Group. Wer beide Seiten der Rechnung im Blick behält, erreicht den Senator Status deutlich günstiger als gedacht.

Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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