Das IHG Luxury & Lifestyle Programm gibt es unter diesem Namen nicht mehr. Seit Anfang 2025 heisst das Preferred-Partner-Programm von IHG IHG Destined – und es bringt Euch in den teilnehmenden Luxushotels ein Frühstück für zwei Personen, ein Hotelguthaben von 100 US-Dollar und ein Zimmer-Upgrade, ohne dass Ihr dafür einen Status braucht oder mehr bezahlt als bei einer Direktbuchung auf ihg.com.

Wir zeigen Euch, was sich mit der Umstellung geändert hat, welche Marken und Häuser mitmachen, was das Programm für Reisende aus der Schweiz konkret bedeutet – und wie Ihr eine solche Buchung über suitespot vornehmt. Zuletzt haben wir diesen Guide im Oktober 2026 überarbeitet.

Preferred-Partner-Programme sind der einfachste Weg zu Vorteilen, die sonst nur Vielübernachter mit hohem Status bekommen: Ihr bucht zum gleichen Preis, aber über einen akkreditierten Partner – und das Hotel legt ein festes Leistungspaket obendrauf. IHG Destined ist die Variante von InterContinental Hotels Group, dem Konzern hinter InterContinental, Regent, Six Senses, Kimpton, Vignette Collection und Hotel Indigo.

Was ist IHG Destined und was wurde aus dem IHG Luxury & Lifestyle Programm?

IHG hat sein Preferred-Partner-Angebot im November 2024 angekündigt und für Aufenthalte ab dem 6. Januar 2025 scharf geschaltet. Damit wurden die bis dahin parallel laufenden Agentur-Programme rund um IHG Luxury & Lifestyle abgelöst und in ein einziges Programm mit einheitlichem Leistungspaket überführt. Wer also noch nach dem alten Namen sucht, sucht nach einem Programm, das es so nicht mehr gibt – die Vorteile sind aber nicht verschwunden, sondern klarer geworden.

Der grösste Unterschied zur alten Struktur: Früher hing es vom einzelnen Haus ab, welchem der beiden Agentur-Programme es zugeordnet war und welche Leistungen daraus folgten. Heute gilt in allen teilnehmenden Häusern dasselbe Paket. Verloren gegangen ist dabei die in einigen Hotels früher garantierte Abreise um 14 Uhr – der späte Check-out ist heute überall eine Bitte, die von der Verfügbarkeit abhängt.

  • Programmname bis Ende 2024: IHG Luxury & Lifestyle
  • Programmname seit dem 6. Januar 2025: IHG Destined
  • Zugang nur über akkreditierte Partner, nicht über die eigene Buchung auf ihg.com
  • Rund 180 Luxus- und Lifestyle-Häuser zum Start des Programms

Für Euch als Gast ändert sich am Ablauf nichts: Ihr sucht Euch das Hotel aus, die Buchung läuft über den Partner, und die Vorteile stehen bei der Ankunft in Eurer Reservierung.

Welche Vorteile bietet eine Buchung über IHG Destined?

Das Leistungspaket ist bewusst schlank gehalten und in jedem teilnehmenden Haus identisch. Es umfasst fünf Bausteine, von denen zwei einen unmittelbar bezifferbaren Gegenwert haben.

  • 100 US-Dollar Hotelguthaben pro Aufenthalt, in der jeweiligen Landeswährung – nicht auf den Zimmerpreis anrechenbar
  • Volles Frühstück für zwei Personen an jedem Tag des Aufenthalts
  • Zimmer-Upgrade nach Verfügbarkeit
  • Willkommensgeschenk mit persönlicher Notiz des Hauses
  • Früher Check-in und später Check-out nach Verfügbarkeit

Rechnet einmal nach, was das bei einem Aufenthalt von zwei Nächten bedeutet: Ein Frühstück in einem InterContinental oder Regent kostet je nach Haus schnell 40 bis 60 Franken pro Person und Tag. Zusammen mit dem Guthaben von 100 US-Dollar liegt der Gegenwert damit oft im dreistelligen Bereich – bei identischem Zimmerpreis.

Das Guthaben von 100 US-Dollar gilt pro Aufenthalt und nicht pro Nacht. Bei einer langen Reise lohnt es sich deshalb zu prüfen, ob zwei getrennte Buchungen sinnvoller sind als eine durchgehende – etwa wenn Ihr ohnehin das Zimmer wechselt oder zwischendurch weiterreist.

Was das Paket nicht enthält, ist ebenso wichtig: eine Garantie auf ein bestimmtes Upgrade, eine feste Uhrzeit für den Check-out oder eine Kombination mit Prämienübernachtungen. Wer darauf angewiesen ist, sollte direkt mit dem Haus sprechen.

Spa-Bereich eines Luxusresorts in den Schweizer Alpen
Six Senses Crans-Montana ist das einzige Haus einer IHG Luxusmarke in den Schweizer Bergen

Ein Punkt, den viele unterschätzen: Das Willkommensgeschenk ist in den Häusern der Marke Six Senses oft eine Spa-Leistung statt einer Flasche Wein. In einem Resort, in dem eine Behandlung leicht 200 Franken kostet, ist das ein spürbarer Unterschied.

Welche Marken und Hotels nehmen an IHG Destined teil?

IHG führt insgesamt rund 6’500 Hotels in über 100 Ländern und knapp 20 Marken. An IHG Destined nimmt davon nur die Luxus- und Lifestyle-Auswahl teil – und auch dort nicht jedes Haus, sondern eine Auswahl innerhalb jeder Marke. Zum Start waren es rund 180 Hotels.

  • Six Senses – Resorts mit starkem Fokus auf Wellness und Nachhaltigkeit
  • Regent – die kleinste und exklusivste Luxusmarke im Konzern
  • InterContinental – die klassische Luxusmarke von IHG, meist in Metropolen
  • Vignette Collection – Einzelhäuser mit eigenem Charakter
  • Kimpton – Lifestyle-Häuser mit ausgeprägtem Designanspruch
  • Hotel Indigo – Boutique-Konzept mit lokalem Bezug

Weil pro Marke nur ausgewählte Häuser teilnehmen, lohnt sich die Gegenprobe vor der Buchung immer. Ein InterContinental in einer Grossstadt ist keine Garantie dafür, dass es auch Teil des Programms ist – und umgekehrt sind einige Hotel Indigo dabei, die man in einem Luxusprogramm nicht erwarten würde.

Lobby Lounge eines Regent Hotels mit Blick auf die Skyline
Regent zaehlt zu den sechs Marken, die an IHG Destined teilnehmen

Mit der Umstellung auf IHG Destined sind zudem eine ganze Reihe Häuser neu buchbar geworden, die vorher nicht über Preferred-Partner-Programme liefen – darunter zahlreiche Six Senses Resorts in Südostasien, das Six Senses Kyoto und das InterContinental Berlin.

Welche IHG Luxushotels gibt es in der Schweiz?

Hier liegt der grösste Unterschied zwischen der deutschen und der Schweizer Perspektive auf dieses Programm. IHG ist in der Schweiz im Luxussegment ausgesprochen dünn vertreten. Für Gäste aus Zürich, Basel, Luzern oder Lugano gibt es schlicht kein InterContinental, kein Kimpton und kein Haus der Vignette Collection vor der Haustür, und auch in St. Moritz oder Zermatt sucht man vergeblich.

Zwei Adressen bleiben: das InterContinental Genève als klassisches Stadthotel am Rand des internationalen Genf und das Six Senses Crans-Montana im Wallis, das mit direktem Zugang zur Gondelbahn Cry d’Er das einzige Haus einer IHG Luxusmarke in den Schweizer Bergen ist. Six Senses Crans-Montana ist bei suitespot buchbar.

Poolanlage eines InterContinental Resorts am Meer
Ausserhalb der Schweiz ist InterContinental die am breitesten vertretene Luxusmarke des Konzerns

Für Euch heisst das: IHG Destined ist aus der Schweiz heraus vor allem ein Programm für Fernreisen und Städtetrips. Wer im Inland ein Luxushotel mit Programmvorteilen sucht, findet bei anderen Ketten und bei den unabhängigen Häusern deutlich mehr Auswahl – ein Blick auf unsere Übersicht der Hotelprogramme lohnt sich deshalb parallel.

Was kostet eine Buchung über IHG Destined?

Nichts zusätzlich – und das ist der entscheidende Punkt. Ihr zahlt den Gegenwert der flexiblen Bestrate, die auf ihg.com für Euer Datum angezeigt wird. Auch die Stornobedingungen entsprechen denen dieser Rate. Es gibt weder eine Bearbeitungsgebühr noch einen Aufschlag für die Vorteile.

Der Vergleich, den Ihr vor der Buchung ziehen solltet, ist deshalb nicht “mit oder ohne Programm”, sondern “flexible Bestrate mit Vorteilen” gegen “nicht stornierbare Sparrate ohne Vorteile”. Liegt die Sparrate deutlich tiefer und steht Eure Reise ohnehin fest, kann sie günstiger sein. Liegen beide nah beieinander, gewinnt die Buchung über den Partner fast immer.

Prämienübernachtungen lassen sich nicht mit IHG Destined kombinieren. Wer eine Nacht mit IHG One Rewards Punkten bezahlt, verzichtet auf Frühstück, Guthaben und das garantierte Vorteilspaket – umgekehrt gilt dasselbe.

Ein zweiter Kostenfaktor, der oft übersehen wird: Das Guthaben ist ausdrücklich nicht auf den Zimmerpreis anrechenbar. Es ist also nur dann bares Geld wert, wenn Ihr im Haus ohnehin etwas konsumiert – im Restaurant, an der Bar oder im Spa.

Sammle ich über IHG Destined weiterhin IHG One Rewards Punkte?

Ja – und genau das unterscheidet IHG Destined von einigen konkurrierenden Programmen. Buchungen über das Programm werden IHG One Rewards angerechnet: Ihr erhaltet sowohl Punkte als auch die Übernachtungen für Euren Status. Das ist keineswegs selbstverständlich, denn bei manchen Preferred-Partner-Programmen anderer Ketten fällt genau diese Anrechnung weg.

Praktisch heisst das: Ihr bekommt die Vorteile eines hohen Status, ohne einen zu haben – und arbeitet gleichzeitig an einem echten Status weiter. Wer ohnehin Mitglied ist, sollte seine Kundennummer bei der Buchung hinterlegen lassen. Alles Weitere zum Programm selbst findet Ihr in unserer Übersicht zum IHG One Rewards Club.

Wie bucht man IHG Destined Hotels über suitespot?

IHG Destined ist ausdrücklich kein Programm, in das Ihr Euch selbst einschreiben könnt. Der Zugang läuft über akkreditierte Partner – und suitespot gehört dazu. Der Ablauf ist in wenigen Schritten erledigt.

  • Das gewünschte Hotel in der Hotelsuche von suitespot heraussuchen
  • Prüfen, welche Vorteile für das konkrete Haus hinterlegt sind
  • Reisedaten und Zimmerkategorie wählen und die Anfrage absenden
  • Bestätigung abwarten, in der die Vorteile schriftlich aufgeführt sind
  • Die IHG One Rewards Nummer für die Gutschrift hinterlegen lassen

Ein Hinweis aus der Praxis: Lasst Euch die Vorteile immer schriftlich bestätigen und nehmt die Bestätigung zum Check-in mit. Das erspart Diskussionen an der Rezeption, wenn die Reservierung im System des Hauses einmal nicht vollständig hinterlegt ist.

American Express Platinum Card

Aktion: 75’000 Punkte Willkommensbonus

Zur BeantragungAlle Details

  • Aktion bis 2. November 2026: 100 CHF Vergani-Gutschein
  • 200 CHF SIXT Ride Guthaben pro Jahr
  • 100 CHF SWISS Gutschein pro Jahr
  • 160 CHF Dining Guthaben bei GaultMillau
  • Bis zu 100 CHF Gutschrift bei Vergani pro Jahr
  • Rabatt bei Gübelin und Holmes Place
  • Kostenfreie Platinum Partnerkarte inkl. aller Vorteile
  • Bestes Versicherungspaket in der Schweiz
  • Kostenloser Lounge-Zugang in 1’550 Lounges weltweit
900 Franken Jahresgebühr

Wer regelmässig in Luxushotels übernachtet, kombiniert solche Buchungen gerne mit einer Kreditkarte, die eigene Hotelvorteile mitbringt. Welche Status in der Schweiz zur American Express Platinum Card gehören, haben wir separat aufgeschlüsselt.

Wie schneidet IHG Destined gegen Hilton for Luxury und Hyatt Privé ab?

Jede grosse Kette betreibt inzwischen ein eigenes Preferred-Partner-Programm. Die Leistungspakete ähneln sich stark, unterscheiden sich aber in Details, die für die Buchungsentscheidung wichtig sind.

ProgrammKern des Leistungspakets
IHG DestinedFrühstück für zwei, 100 US-Dollar Guthaben pro Aufenthalt, Upgrade nach Verfügbarkeit, Punkte und Übernachtungen werden angerechnet
Hilton for LuxuryFrühstück für zwei, 100 US-Dollar Guthaben, Upgrade – bei Waldorf Astoria, Conrad und LXR
Hyatt PrivéFrühstück für zwei, Guthaben von 50 bis 100 US-Dollar und ein bereits bei der Buchung bestätigtes Upgrade um eine Kategorie

Der wichtigste inhaltliche Unterschied liegt beim Upgrade: Bei Hyatt Privé ist es bereits bei der Buchung bestätigt, bei IHG Destined und Hilton for Luxury hängt es von der Verfügbarkeit bei der Ankunft ab. Wer auf ein bestimmtes Zimmer angewiesen ist, hat bei Hyatt die grössere Sicherheit.

Suite eines Kimpton Hotels in London mit Sitzbereich
Kimpton gehoert zu den Lifestyle-Marken im Programm und deckt das mittlere Preissegment ab

Aus Schweizer Sicht kommt ein zweites Kriterium dazu: Welche Punkte könnt Ihr überhaupt aufbauen? Über die Schweizer Membership Rewards von American Express lassen sich Punkte zu Hilton Honors und Marriott Bonvoy übertragen – IHG One Rewards und World of Hyatt gehören nicht dazu. Wer aus der Schweiz heraus ein Punktekonto füttern will, hat es bei Hilton also leichter. Für IHG bleibt das rate-basierte Programm damit der interessantere Hebel.

Fazit zu IHG Destined

IHG Destined hat aus zwei unübersichtlichen Agentur-Programmen ein einziges, verständliches Leistungspaket gemacht. Frühstück für zwei, 100 US-Dollar Guthaben und ein Upgrade zum Preis der flexiblen Bestrate sind ein gutes Angebot – besonders, weil Punkte und Übernachtungen bei IHG One Rewards trotzdem gutgeschrieben werden. Diese Kombination bieten längst nicht alle Ketten.

Aus der Schweiz betrachtet bleibt es allerdings ein Programm für Reisen ins Ausland. Mit dem InterContinental Genève und dem Six Senses Crans-Montana ist die heimische Auswahl überschaubar, und Punkte lassen sich bei IHG von hier aus schlechter aufbauen als bei Hilton oder Marriott. Wer aber ohnehin ein Six Senses, Regent oder InterContinental im Blick hat, sollte die Buchung nicht selbst vornehmen, sondern über einen Partner laufen lassen – der Preis ist derselbe, das Erlebnis nicht.

Autor

Nachdem Alex in den ersten 5 Jahren seines Lebens mehr Zeit in Airbussen als in normalen Bussen verbracht hat, war das Hobby schon früh festgelegt: Fliegen. Egal ob in einer Turboprop oder einem A380, egal ob Holzklasse oder Premium: Der Weg ist das Ziel. Und wer kann schon behaupten in 12 Tagen New York, Singapur, Tokyo, Lissabon und Oslo mit Flügen in der Business Class verbunden zu haben?

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