Wer in der Schweiz Rechnungen mit der Kreditkarte bezahlen will, stösst schnell an eine Grenze: Miete, Steuern und Versicherungsprämien kommen als QR-Rechnung, und die akzeptiert kaum ein Empfänger direkt per Karte. Wir zeigen Euch, welche Wege es heute wirklich gibt, was sie kosten – und warum sich die Sache für Meilensammler anders rechnet als früher. Diesen Guide aktualisieren wir laufend – zuletzt im Juli 2026.
Inhaltsverzeichnis
- Gibt es den Einzahlungsschein überhaupt noch?
- Wie bezahlt man eine QR-Rechnung normalerweise?
- Kann man eine QR-Rechnung mit der Kreditkarte bezahlen?
- Wie funktioniert der QR-Dienst von Cornèrcard?
- Was bietet BonusCard mit der QR-Funktion?
- Lohnt sich das für Meilensammler?
- Welche Karte passt dazu?
- Fazit zum Bezahlen von QR-Rechnungen mit der Kreditkarte
Die Ausgangslage hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Wer noch mit den orangen und roten Einzahlungsscheinen plant, arbeitet mit einem System, das es nicht mehr gibt. Deshalb zuerst der Blick darauf, was heute überhaupt noch gilt.
Gibt es den Einzahlungsschein überhaupt noch?
Nein. Die klassischen Einzahlungsscheine sind Geschichte. Der orange Einzahlungsschein mit Referenznummer und der rote Einzahlungsschein wurden per Ende September 2022 aus dem Schweizer Zahlungsverkehr genommen. Seit Oktober 2022 verarbeitet der Finanzplatz keine Zahlungen mehr, die auf einem roten oder orangen Beleg basieren.

An ihre Stelle ist die QR-Rechnung getreten, die bereits im Juni 2021 eingeführt wurde. Herzstück ist der Swiss QR Code, der sämtliche zahlungsrelevanten Angaben enthält – IBAN, Referenznummer, Betrag und Adresse. Ihr scannt ihn im E-Banking oder in der Banking-App, und die Felder füllen sich automatisch.
Ältere Ratgeber zum Thema – auch unsere eigenen – beschreiben Umwege über Zahlungs-Apps, um einen Einzahlungsschein per Kreditkarte zu begleichen. Diese Anleitungen sind überholt, weil der Beleg, auf den sie sich beziehen, seit Oktober 2022 nicht mehr verarbeitet wird. Prüft bei jeder Anleitung aus dem Netz zuerst das Datum.
Für die Praxis heisst das: Die Frage lautet heute nicht mehr, wie man einen Einzahlungsschein mit der Karte bezahlt, sondern wie man eine QR-Rechnung mit der Karte bezahlt. Und darauf gibt es inzwischen eine deutlich direktere Antwort als früher.
Wie bezahlt man eine QR-Rechnung normalerweise?
Im Regelfall läuft die Zahlung über das Bankkonto. Dafür stehen Euch mehrere Wege offen, die alle ohne Kreditkarte auskommen:
- QR-Code mit der Reader-Funktion der Mobile-Banking-App scannen und die Zahlung auslösen
- Die Rechnung als Datei im E-Banking hochladen, das die Daten automatisch ausliest
- Den Beleg wie früher am Bank- oder Postschalter einzahlen
- Die Rechnung über eBill direkt im E-Banking empfangen und freigeben
Alle diese Wege belasten Euer Konto, nicht Eure Kreditkarte. Wer die Rechnung bewusst über die Karte laufen lassen will – für die Liquidität, die Versicherungsdeckung oder eben für Punkte –, braucht deshalb einen zusätzlichen Dienst.
Kann man eine QR-Rechnung mit der Kreditkarte bezahlen?
Ja, und das ist die eigentliche gute Nachricht gegenüber früher: Zwei Schweizer Kartenherausgeber bieten inzwischen einen eigenen QR-Dienst an, mit dem Ihr eine QR-Rechnung direkt in der App mit Eurer Karte begleichen könnt. Der Empfänger muss dafür keine Kartenzahlungen akzeptieren – er bekommt eine normale Überweisung.

Damit lassen sich genau jene Posten über die Karte abwickeln, die sonst nie kartenfähig wären: Miete, Steuern, Versicherungsprämien und Ähnliches. Beide Anbieter verlangen dafür allerdings eine Gebühr – und genau die entscheidet darüber, ob sich das für Euch lohnt.
Wie funktioniert der QR-Dienst von Cornèrcard?
Bei Cornèrcard heisst der Dienst schlicht QR und läuft über die iCornèr App. Ihr scannt die Rechnung, wählt Eure Karte und löst die Zahlung aus – auf Wunsch sogar in Echtzeit. Die wichtigsten Eckdaten:
- Dienstleistungsgebühr von 1.2 Prozent des Rechnungsbetrags
- Verfügbar für private Kredit- und Prepaidkarten in CHF sowie in EUR für Rechnungen in Euro
- Funktioniert unabhängig davon, ob der Empfänger Karten akzeptiert
- Beträge lassen sich auf Wunsch in Raten begleichen
- Optionale Instant-Zahlung für die Verarbeitung in Echtzeit
Der Dienst ist damit vor allem ein Liquiditäts- und Komfortwerkzeug. Für Meilensammler gibt es allerdings einen entscheidenden Haken, den Cornèrcard selbst unmissverständlich festhält.
Cornèrcard schreibt zum QR-Dienst ausdrücklich: «Cashback und Miles & More Prämienmeilen werden nicht gewährt.» Wer eine Steuerrechnung über diesen Weg begleicht, zahlt also 1.2 Prozent Gebühr und erhält dafür keine einzige Meile. Als Meilenstrategie fällt der Dienst damit aus.
Wer die Cornèrcard ohnehin nutzt und die Rechnung aus Liquiditätsgründen strecken will, findet hier trotzdem ein sinnvolles Werkzeug. Mehr zur Karte selbst lest Ihr in unserer Übersicht zur Cornèrcard.
Was bietet BonusCard mit der QR-Funktion?
BonusCard bietet dasselbe Prinzip über die MyOnlineServices App an. Auch hier scannt Ihr die QR-Rechnung und bezahlt sie mit Eurer Karte, ebenfalls auf Wunsch in Echtzeit. Die Konditionen sind weitgehend deckungsgleich:
- Dienstleistungsgebühr von 1.2 Prozent
- Verfügbar in CHF und EUR
- Zahlungen lassen sich auf Wunsch in Raten leisten
- Der in der Karte enthaltene Versicherungsschutz gilt auch für QR-Rechnungen
- Bonus Punkte werden für diese Zahlungen nicht gewährt
Damit unterscheiden sich die beiden Anbieter im Kern nur in Details. Wer bereits eine Karte von Cornèrcard oder BonusCard besitzt, muss also nicht wechseln, um den Dienst nutzen zu können.
Interessant ist bei BonusCard der Hinweis auf den Versicherungsschutz: Er gilt ausdrücklich auch für Zahlungen, die über die QR-Funktion laufen. Das kann bei grösseren Anschaffungen, die per Rechnung beglichen werden, durchaus einen Mehrwert bedeuten.
Lohnt sich das für Meilensammler?
Hier muss man ehrlich sein: Die ursprüngliche Idee hinter diesem Thema war, möglichst viele Zahlungen über die Kreditkarte laufen zu lassen, um Meilen zu sammeln. Genau diese Rechnung geht bei den offiziellen QR-Diensten nicht mehr auf, weil beide Anbieter Punkte und Meilen für solche Transaktionen ausdrücklich ausschliessen.
Damit bleibt eine einfache Faustregel: Sammelt Meilen dort, wo die Karte regulär akzeptiert wird – im Alltag, beim Einkaufen, auf Reisen. Für Miete, Steuern und Prämien nutzt Ihr die QR-Dienste nur dann, wenn Ihr die Zahlung tatsächlich strecken oder aus Liquiditätsgründen über die Karte führen wollt.
Ein Hinweis, der über dieses Thema hinausgeht: Aufladungen von Zahlungskonten und ähnliche Geldtransfers werden von Kartenherausgebern häufig nicht als normaler Umsatz, sondern als Bargeldbezug eingestuft – mit entsprechend hoher Gebühr und meist ohne Punktegutschrift. Prüft solche Konstruktionen deshalb immer zuerst in den Konditionen Eures eigenen Herausgebers, bevor Ihr sie als Sammelstrategie einsetzt.
Wo sich das Sammeln in der Schweiz dagegen wirklich lohnt, zeigen wir Euch in unserem Guide zu den Coop Superpunkten – dort lassen sich Alltagsausgaben tatsächlich in Meilen verwandeln.
Welche Karte passt dazu?
Wenn es Euch primär ums Meilensammeln geht, ist die richtige Karte im Alltag wichtiger als der Umweg über die QR-Dienste. In der Schweiz führen die Karten von Swisscard und Cornèrcard direkt auf das Miles & More Konto.
SWISS Miles & More Gold Duo
- Aktion bis 30. September 2026: Frequent Traveller Status für 600 Franken oder 80’000 Meilen erwerbbar
- Schneller am Gate mit 2 ZRH Comfort Vouchern
- Miles & More Meilen mit allen Umsätzen sammeln
- Halbe Jahresgebühr im 1. Jahr geschenkt
- Meilenverfall stoppen
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- SIXT Gold Mitgliedschaft inklusive
Mit dem SWISS Miles & More Gold Duo sammelt Ihr zwei Meilen je zwei Franken Umsatz. Weil das Duo eine Amex und eine Mastercard kombiniert, deckt Ihr damit auch jene Akzeptanzstellen ab, an denen American Express allein nicht weiterhilft.
Cornèrcard Miles & More Kombi-Angebot Gold
10’000 Miles & More Meilen Willkommensbonus
- Diners Club Karte kostenlos für immer
- Halbe Jahresgebühr im ersten Jahr
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- Meilen sammeln mit jedem Franken Umsatz
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Einen vollständigen Vergleich der Schweizer Miles & More Karten samt Gebühren und Sammelraten findet Ihr in unserer Übersicht der SWISS Miles & More Kreditkarten.
Fazit zum Bezahlen von QR-Rechnungen mit der Kreditkarte
Technisch ist die Frage heute klar beantwortet: QR-Rechnungen lassen sich mit der Kreditkarte bezahlen, und zwar deutlich einfacher als zu Zeiten der Einzahlungsscheine. Cornèrcard und BonusCard bieten den Dienst direkt in ihren Apps an, jeweils für 1.2 Prozent Gebühr und wahlweise in Raten oder in Echtzeit.
Für Meilensammler ist die Antwort dagegen ernüchternd: Beide Anbieter schliessen Punkte und Meilen für diese Zahlungen aus. Die QR-Dienste sind damit ein Liquiditäts- und Komfortwerkzeug, keine Sammelstrategie. Wer Meilen will, sammelt sie besser dort, wo die Karte ohnehin akzeptiert wird.




