Mit 100’000 Amex Punkten lässt sich in der Schweiz einiges anfangen, wenn Ihr den richtigen Transferpartner wählt. Wir zeigen Euch, welche Einlösungen sich mit dieser Punktemenge ab Zürich und Genf wirklich lohnen. Diesen Guide aktualisieren wir laufend, zuletzt im August 2026.
Wichtig vorab: Die Schweizer Transferverhältnisse unterscheiden sich von jenen in Deutschland und Österreich. Aus 100’000 Membership Rewards Punkten werden hierzulande je nach Partner deutlich unterschiedliche Meilenmengen.
Inhaltsverzeichnis
- Zu welchen Partnern lassen sich Membership Rewards Punkte in der Schweiz übertragen?
- Welche idealen Einlösungen bietet Miles & More?
- Welche idealen Einlösungen bietet der British Airways Club?
- Welche idealen Einlösungen bietet Flying Blue?
- Welche idealen Einlösungen bietet Delta SkyMiles?
- Welche Einlösungen lohnen sich bei den Hotelpartnern?
- Mit welchen Amex Karten sammelt Ihr in der Schweiz Punkte?
- Fazit zu den besten Einlösungen bis 100’000 Amex Punkte
Zu welchen Partnern lassen sich Membership Rewards Punkte in der Schweiz übertragen?
Die Auswahl an Transferpartnern ist in der Schweiz kleiner als in Deutschland, dafür gibt es einen entscheidenden Vorteil: Membership Rewards Punkte lassen sich direkt zu Miles & More und damit zur SWISS übertragen. Diese Möglichkeit fehlt deutschen Karteninhabern komplett.
| Partner | Verhältnis | Aus 100’000 Amex Punkten werden |
|---|---|---|
| SWISS Miles & More | 2:1 | 50’000 Meilen |
| Air France/KLM Flying Blue | 2:1 | 50’000 Meilen |
| Delta SkyMiles | 2:1 | 50’000 Meilen |
| British Airways Club | 3:2 | rund 66’000 Avios |
| Marriott Bonvoy | 3:2 | rund 66’000 Punkte |
| Hilton Honors | 5:4 | 80’000 Punkte |
Rein rechnerisch liefert der British Airways Club also die meisten Meilen je Punkt. Ob das auch die beste Einlösung ist, hängt allerdings davon ab, welche Prämienflüge Ihr damit tatsächlich buchen könnt.
Beachtet ausserdem, dass ein Transfer unwiderruflich ist. Verschiebt die Punkte deshalb erst dann, wenn Ihr die gewünschte Prämie konkret verfügbar seht.
Wichtig: Prämienpreise sind bei allen hier genannten Programmen dynamisch und ändern sich laufend. Alle Angaben in diesem Guide sind Richtwerte mit Stand August 2026 und sollten vor jedem Transfer in der Prämiensuche geprüft werden.
Mit diesem Rahmen im Kopf schauen wir uns die vier Airline-Partner nun einzeln an.
Welche idealen Einlösungen bietet Miles & More?
Für Schweizer Sammler ist Miles & More der naheliegendste Partner, weil sich die Meilen direkt auf Flügen der SWISS ab Zürich und Genf einlösen lassen. Aus 100’000 Amex Punkten werden dabei 50’000 Meilen.
Diese Menge reicht typischerweise für Prämienflüge innerhalb Europas in der Business Class oder deckt einen substanziellen Teil eines interkontinentalen Einwegflugs ab. Der grosse Vorteil liegt darin, dass Ihr die Meilen mit einem bestehenden Miles & More Guthaben kombinieren könnt.

Wer regelmässig mit der SWISS fliegt, fährt mit diesem Partner deshalb meist am besten. Wie Ihr Prämienflüge findet, haben wir Euch in unserem Guide zur Prämienflugsuche bei Miles & More Schritt für Schritt gezeigt.
Welche idealen Einlösungen bietet der British Airways Club?
Der British Airways Club rechnet distanzbasiert ab, weshalb kurze Strecken besonders günstig sind. Aus 100’000 Amex Punkten werden im Verhältnis 3:2 rund 66’000 Avios.
Der klassische Sweetspot sind Kurzstrecken: Ein Flug von Zürich nach London kostet je nach Nachfrage rund 4’000 bis 4’750 Avios zuzüglich Steuern und Gebühren. Mit 66’000 Avios sind damit rechnerisch mehr als ein Dutzend einfache Kurzstreckenflüge möglich.
- Sehr guter Gegenwert auf kurzen Strecken innerhalb Europas
- Niedrige Zuschläge bei Partnerflügen, etwa innerhalb Nordamerikas
- Schwacher Gegenwert auf Langstrecken der British Airways selbst, weil dort hohe Gebühren anfallen
Für Vielflieger mit kurzen Strecken ist der British Airways Club damit der effizienteste Partner, für die grosse Fernreise dagegen selten die erste Wahl.
Welche idealen Einlösungen bietet Flying Blue?
Bei Flying Blue von Air France und KLM werden aus 100’000 Amex Punkten 50’000 Meilen. Interessant wird das Programm vor allem über die monatlich wechselnden Promo Awards, bei denen ausgewählte Ziele um 25 bis 50 Prozent rabattiert sind.
Trifft ein solcher Rabatt auf eine Strecke, die Ihr ohnehin fliegen wollt, lassen sich einfache Flüge in der Business Class nach Nordamerika, Afrika oder Asien innerhalb dieses Guthabens realisieren. Ein Zubringer ab Zürich oder Genf ist dabei in der Regel eingeschlossen.

Der Nachteil sind die vergleichsweise hohen Steuern und Gebühren, die je nach Ziel deutlich ins Gewicht fallen. Rechnet den Barpreis deshalb immer gegen.
Welche idealen Einlösungen bietet Delta SkyMiles?
Delta SkyMiles arbeitet vollständig dynamisch, feste Prämientabellen gibt es nicht. Aus 100’000 Amex Punkten werden 50’000 SkyMiles.
Der Partner lohnt sich vor allem bei kurzfristig ausgeschriebenen Aktionspreisen auf Transatlantikstrecken. Da die Preise stark schwanken, eignet sich Delta eher für flexible Reisende als für fest geplante Reisen.
Welche Einlösungen lohnen sich bei den Hotelpartnern?
Neben den Airlines stehen in der Schweiz zwei Hotelprogramme als Transferpartner bereit. Marriott Bonvoy nimmt Punkte im Verhältnis 3:2 entgegen, Hilton Honors im Verhältnis 5:4.
Rein rechnerisch liefert Hilton mit 80’000 Punkten die grösste Menge, allerdings sind Honors Punkte pro Stück deutlich weniger wert. Bei Marriott Bonvoy reichen rund 66’000 Punkte je nach Kategorie für mehrere Nächte.

Als Faustregel gilt: Ein Transfer zu Hotelpartnern rechnet sich fast nur dann, wenn Ihr damit ein sehr teures Zimmer bucht. In den meisten anderen Fällen holt Ihr über die Airline-Partner den besseren Gegenwert heraus.
reisetopia Tipp: Vergleicht vor jedem Transfer den Barpreis mit dem Meilenpreis. Liegt der Gegenwert unter einem Rappen je Punkt, lohnt sich der Transfer in aller Regel nicht.
Damit bleibt die Frage, welcher Partner unter dem Strich am besten abschneidet.
Mit welchen Amex Karten sammelt Ihr in der Schweiz Punkte?
Um überhaupt auf 100’000 Punkte zu kommen, führt der schnellste Weg über einen Willkommensbonus. Da das Membership Rewards Turbo Programm in der Schweiz seit September 2022 nicht mehr angeboten wird, sammelt Ihr im Alltag einheitlich einen Punkt je Franken Umsatz.
Am Programm nehmen in der Schweiz die Green, Gold und Platinum Card sowie die beiden entsprechenden Business Karten teil. Welche davon sich lohnt, entscheidet sich über Jahresgebühr, Guthaben und Bonushöhe.
American Express Gold Kreditkarte
- Aktion: Samsung-Geräte mit Code AXWIN gewinnen (nur noch bis 25. August)
- Halbe Jahresgebühr fürs erste Jahr
- Zwei kostenlose Lounge-Eintritte
- 100 Franken Dining-Gutschrift pro Jahr
- 80 Franken Flaschenpost Gutschrift pro Jahr
- Bis zu 30 Prozent Rabatt bei Hotels.com
- Wertvolle Punkte sammeln mit jedem Franken Umsatz
- Umfangreiches Versicherungspaket
Wer die Punkte gezielt in Meilen umwandeln möchte, sollte zusätzlich einen Blick auf die Schweizer Miles & More Kreditkarten werfen, bei denen die Meilen ohne Transferschritt direkt gutgeschrieben werden.
Fazit zu den besten Einlösungen bis 100’000 Amex Punkte
Für Schweizer Karteninhaber ist Miles & More in den meisten Fällen der beste Partner, weil sich die Meilen direkt ab Zürich und Genf einlösen lassen und sich mit vorhandenem Guthaben kombinieren lassen. Diese Option haben deutsche Sammler gar nicht.
Wer viele kurze Strecken fliegt, holt über den British Airways Club den rechnerisch besten Gegenwert heraus, während Flying Blue bei passenden Promo Awards punktet. Hoteltransfers lohnen sich dagegen nur in Ausnahmefällen. Entscheidend bleibt, den Transfer erst dann auszulösen, wenn die gewünschte Prämie tatsächlich verfügbar ist.





