Punkte sammeln, ohne die Bank zu wechseln: Mit Revolut RevPoints könnt Ihr bei ganz normalen Kartenzahlungen Punkte sammeln und sie anschliessend zu Vielfliegerprogrammen übertragen. Wir zeigen Euch, wie das Programm in der Schweiz funktioniert, was die einzelnen Abos kosten und für wen sich der Aufwand lohnt.
Revolut Debitkarte
- Weltweit kostenlos Bargeld abheben
- Kostenlose Überweisungen in 36 Währungen
- Apple Pay und Google Pay
- Bis zu 1 RevPoint je Franken Umsatz sammeln
Lange war das Sammeln von Meilen und Punkten den klassischen Kreditkarten vorbehalten. Revolut hat diese Logik aufgebrochen: Das Punkteprogramm läuft im Hintergrund mit, egal ob Ihr das kostenlose Konto nutzt oder eines der Premium-Abos. Diesen Guide aktualisieren wir laufend – zuletzt im Juli 2026 mit den aktuellen Schweizer Abo-Preisen und Sammelraten.
Eine Kreditkarte im eigentlichen Sinne bekommt Ihr bei Revolut allerdings nicht: Die Karten sind direkt an Euer Guthaben gekoppelt und kommen ohne Kreditrahmen aus. In der Schweiz bietet Revolut überhaupt keine Kreditprodukte an – weder Kreditkarten noch Kredite oder Überziehungskredite. Fürs Punktesammeln spielt das keine Rolle: RevPoints sammelt Ihr mit der Revolut Debitkarte genauso.
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Revolut RevPoints?
- Wie sammelt man Revolut RevPoints in der Schweiz?
- Kann man mit Revolut RevPoints Meilen sammeln?
- Welche Fallstricke gibt es bei Revolut RevPoints?
- Wie lange sind RevPoints gültig?
- Wie löst man RevPoints ein?
- Welche Alternativen gibt es in der Schweiz?
- Unser Fazit zu den RevPoints von Revolut
Was sind Revolut RevPoints?
RevPoints ist das Treueprogramm der Neobank Revolut. Ihr sammelt die Punkte bei alltäglichen Kartenzahlungen – beim Einkauf, im Restaurant oder bei der Buchung einer Unterkunft. Später lassen sich die Punkte gegen Prämien einlösen, wobei vor allem der Transfer zu Vielfliegerprogrammen interessant ist.
Anders als bei vielen klassischen Bonusprogrammen müsst Ihr Euch weder für ein bestimmtes Kontomodell entscheiden noch eine Jahresgebühr zahlen, um überhaupt teilnehmen zu können. Das Programm ist in jedem Abo kostenlos – die Höhe des Abos bestimmt lediglich, wie schnell sich Euer Punktekonto füllt.
Der Reiz liegt in der Kombination: Ihr sammelt Punkte bei Ausgaben, die ohnehin anfallen, und wandelt sie später in Flugmeilen um. Damit steht Revolut in direkter Konkurrenz zu den etablierten Punkteprogrammen der Kreditkartenanbieter.
- Alle Revolut Kunden sammeln RevPoints, auch im kostenlosen Standard-Abo
- Je höher das Abo, desto schneller füllt sich das Punktekonto
- Ob physische oder digitale Karte spielt keine Rolle – auch Apple Pay und Google Pay zählen
- Die Teilnahme am Programm kostet in jedem Abo nichts extra
Der Einstieg ist damit denkbar einfach – einen Haken hat die Sache allerdings, bevor der erste Punkt auf dem Konto landet.
Gut zu wissen: Ihr müsst RevPoints einmalig in der App aktivieren. Vorher sammelt Ihr trotz Kartenzahlung keine Punkte – ein Schritt, den viele Neukunden übersehen.
Wie sammelt man Revolut RevPoints in der Schweiz?
Wie viele Punkte Ihr pro Kartenzahlung erhaltet, hängt allein vom gewählten Abo ab. Revolut nennt für die Schweiz die folgenden Sammelraten und Preise:
| Abo | Preis pro Monat | RevPoints |
|---|---|---|
| Revolut Standard | kostenlos | 1 RevPoint je CHF 10 |
| Revolut Premium | CHF 11.99 (oder CHF 125 pro Jahr) | 1 RevPoint je CHF 4 |
| Revolut Metal | CHF 20.99 (oder CHF 200 pro Jahr) | 1 RevPoint je CHF 2 |
| Revolut Ultra | CHF 65 (oder CHF 650 pro Jahr) | 1 RevPoint je CHF 1 |
Ein wichtiger Unterschied zu Deutschland: In der Schweiz gibt es kein Plus-Abo, die Auswahl beschränkt sich auf diese vier Stufen. Mit dem kostenlosen Standard-Abo sammelt Ihr einen Punkt je CHF 10 Umsatz – bei CHF 2’000 monatlichen Kartenausgaben sind das gerade einmal 200 Punkte im Monat.
Interessant wird es ab dem Metal-Abo, wo sich die Rate auf einen Punkt je zwei Franken verdoppelt. Wer wirklich zügig sammeln will, landet bei Revolut Ultra: Dort bringt jeder ausgegebene Franken einen Punkt. Die Kehrseite sind die Kosten von CHF 65 im Monat, die erst einmal durch den Punktewert wieder hereingeholt werden müssen.
Vorsicht bei der Abo-Rechnung: Rechnet vor einem Upgrade nach, ob sich die höhere Gebühr wirklich lohnt. Bei CHF 2’000 Kartenumsatz pro Monat bringt der Sprung von Metal auf Ultra rund 1’000 zusätzliche Punkte – dem stehen gut CHF 44 Mehrkosten monatlich gegenüber.
Wer sich für ein kostenpflichtiges Abo entscheidet, bekommt neben der besseren Sammelrate auch eine andere Karte: Ab Metal ist sie aus echtem Metall gefertigt.
Zu bedenken ist ausserdem, dass die höheren Abos weit mehr enthalten als nur die bessere Sammelrate. Metal und Ultra bringen umfangreiche Versicherungen, höhere Limits für gebührenfreie Bargeldbezüge und – bei Ultra – Lounge-Zugang mit. Wer diese Leistungen ohnehin nutzt, betrachtet die Punkte sinnvollerweise als Zugabe und nicht als alleinigen Grund für das Abo.
Revolut Debitkarte
- Weltweit kostenlos Bargeld abheben
- Kostenlose Überweisungen in 36 Währungen
- Apple Pay und Google Pay
- Bis zu 1 RevPoint je Franken Umsatz sammeln
Welches Abo sich rechnet, hängt am Ende weniger von der Sammelrate ab als von den übrigen Leistungen – und davon, wie viel Ihr tatsächlich über die Karte bezahlt.
Welche weiteren Wege zum Punktesammeln gibt es?
Neben der klassischen Kartenzahlung bietet Revolut mehrere Zusatzwege an, die je nach Nutzungsverhalten deutlich mehr einbringen können als der Grundsatz pro Franken.
- Buchungen von Aufenthalten und Erlebnissen direkt in der App – hier gibt es ein Vielfaches der normalen Rate
- Einkäufe über Revolut Shops bei teilnehmenden Partnern
- Zahlungen per Revolut Pay im Onlinehandel
- Challenges in der App, etwa das Setzen von Budgetzielen
- Ein gehaltenes Guthaben in einer Pocket, das täglich Punkte abwirft
Alle diese Optionen findet Ihr gebündelt im RevPoints-Bereich der App, wo Revolut auch die jeweils aktuellen Aktionen ausspielt.
Die konkreten Raten dieser Aktionen wechseln laufend und sind an Bedingungen geknüpft, weshalb Revolut sie ausschliesslich in der App ausweist. Ein regelmässiger Blick lohnt sich – gerade rund um Aktionszeiträume liegen die Multiplikatoren deutlich über der Standardrate.
Wann sammelt man keine RevPoints?
Nicht jede Transaktion zählt als anrechenbarer Umsatz. Revolut schliesst eine ganze Reihe von Fällen ausdrücklich aus:
- Bargeldbezüge
- Überweisungen und Einzahlungen – Punkte gibt es nur für Kartenzahlungen
- Transaktionen über ein Revolut Pro Konto
- Finanz-, Zahlungs- und Versicherungsdienstleistungen sowie Krypto-Käufe
- Steuern, Bussen und andere Zahlungen an Behörden
- Glücksspiel, Lotterien, Versorgungsunternehmen, Spenden und Bildungseinrichtungen
Gerade der erste Punkt überrascht viele: Wer regelmässig Bargeld bezieht, sammelt dafür grundsätzlich nichts.
Auch Rückgaben und Stornierungen bringen keine Punkte, da ihnen kein echter Einkauf gegenübersteht. Wer bereits gutgeschriebene Punkte für einen später stornierten Kauf erhalten hat, muss damit rechnen, dass Revolut sie wieder abzieht.
Kann man mit Revolut RevPoints Meilen sammeln?
Das ist der eigentlich spannende Teil des Programms: RevPoints lassen sich zu zahlreichen Vielfliegerprogrammen übertragen, bei den meisten Partnern im Verhältnis 1:1. Damit steht Revolut den etablierten Punkteprogrammen kaum nach – bei American Express liegt die Transferratio je nach Zielprogramm spürbar schlechter.
| Programm | Meilenwährung | Verhältnis |
|---|---|---|
| Aegean Miles+Bonus | Miles+Bonus | 1:1 |
| Aer Lingus AerClub | Avios | 1:1 |
| Air France-KLM Flying Blue | Flying-Blue-Meilen | 1:1 |
| Avianca LifeMiles | LifeMiles | 1:1 |
| British Airways Executive Club | Avios | 1:1 |
| China Southern Sky Pearl Club | Sky-Pearl-Meilen | 1:1 |
| Qatar Airways Privilege Club | Avios | 1:1 |
| Emirates Skywards | Skywards-Meilen | 2:1 |
| Etihad Guest | Etihad-Guest-Meilen | 1:1 |
| Finnair Plus | Avios | 1:1 |
| Iberia Plus | Avios | 1:1 |
| Icelandair Saga Club | Saga Points | 1:1 |
| SAS EuroBonus | EuroBonus-Punkte | 1:1 |
| Singapore Airlines KrisFlyer | KrisFlyer-Meilen | 2:1 |
| TAP Miles&Go | Miles&Go | 1:1 |
| Turkish Airlines Miles&Smiles | Miles&Smiles | 1:1 |
| Vueling Club | Avios | 1:1 |
| Accor ALL (Hotelprogramm) | ALL Reward-Punkte | 2:1 |
Die Ausnahmen bilden Emirates Skywards und Singapore Airlines KrisFlyer sowie das Hotelprogramm Accor ALL: Dort werden aus zwei RevPoints nur eine Meile beziehungsweise ein Punkt. Der Transfer zu Hotelprogrammen ist damit deutlich weniger wert als der zu Airlines.
Für Schweizer Vielflieger ist eine Einschränkung zentral: Miles & More gehört nicht zu den Transferpartnern. Prämienflüge mit SWISS bleiben trotzdem erreichbar, nämlich über die Star-Alliance-Partner Aegean Miles+Bonus, Turkish Airlines Miles&Smiles oder TAP Miles&Go. Alle drei Programme lassen sich für Flüge der SWISS einsetzen.
Tipp für SWISS-Flüge: Der Umweg über die Star-Alliance-Partner ist oft nicht nur ein Ersatz, sondern die bessere Wahl: Aegean und Turkish verlangen für vergleichbare Strecken regelmässig weniger Meilen als Miles & More und erheben niedrigere Zuschläge.
Revolut erweitert die Partnerliste laufend. Die jeweils gültige Übersicht seht Ihr im Menüpunkt „RevPoints” in Eurer Revolut App – das offizielle Hilfecenter bildet nur einen Teil der Partner ab und hinkt der App erfahrungsgemäss hinterher.
Welche Fallstricke gibt es bei Revolut RevPoints?
Prominent beworben wird die Wechselgeld-Funktion, die einer genaueren Betrachtung aber selten standhält. Zahlt Ihr etwa CHF 7.80, werden bei aktivierter Funktion CHF 8 belastet. Die Differenz von 20 Rappen wandert im Verhältnis 2:1 in RevPoints – pro aufgerundetem Franken gibt es 50 Punkte, im Beispiel also 10 Punkte für 20 Rappen.
Rechnerisch kauft Ihr damit einen RevPoint für zwei Rappen. Gemessen am realistischen Wert einer Vielfliegermeile ist das nur in Ausnahmefällen attraktiv – zumal das Geld unbemerkt vom Konto abfliesst.
Weitere Einschränkungen: Am Wochenende erhebt Revolut einen Aufschlag auf den Währungsumtausch, was Auslandsreisen verteuert. Und Geschäftskunden bleiben ganz aussen vor: Über ein Revolut Pro Konto sammelt Ihr grundsätzlich keine Punkte.
Wie lange sind RevPoints gültig?
RevPoints verfallen drei Jahre nach ihrem Erwerb. Danach lassen sie sich weder einlösen noch reaktivieren, und eine Erstattung in Geld ist ausgeschlossen – es handelt sich um reine Treuepunkte ohne Gegenwert in Franken.
Das Ablaufdatum seht Ihr jederzeit in der App. Wer regelmässig sammelt, sollte sich einen Überblick verschaffen und rechtzeitig transferieren, bevor die ältesten Punkte verfallen. Eingelöst werden immer zuerst die Punkte, die als Erstes ablaufen.
Wie löst man RevPoints ein?
Die Einlösung erfolgt vollständig in der App und ist in wenigen Schritten erledigt. Für den Transfer zu einer Fluggesellschaft geht Ihr wie folgt vor:
- Im unteren Menü auf „RevPoints” tippen
- „Einlösen” und anschliessend „Flugmeilen” wählen
- Das Vielfliegerkonto mit Eurer Vielfliegernummer verknüpfen
- Die gewünschte Punktezahl eingeben und mit „Übertragen” bestätigen
Daneben lassen sich RevPoints für Rabatte bei Revolut Pay, für Gutscheine oder für Buchungen von Unterkünften einsetzen. Diese Wege sind bequem, liefern aber in aller Regel einen deutlich schlechteren Gegenwert je Punkt.
Fehlen für eine Wunschprämie nur wenige Punkte, lassen sie sich in der App zusätzlich kaufen. Das lohnt sich aber nur, wenn der Transfer anschliessend einen klar höheren Gegenwert bringt als der Kaufpreis.
RevPoints ab 1,02 Rappen pro Meile kaufen
- Programm: Revolut RevPoints
- Preis: ab 1,02 Rappen pro Meile
- Limit: 15’000 Punkte pro Monat
Vor jeder Einlösung lohnt sich deshalb ein kurzer Vergleich, was die gewünschte Prämie in Meilen und was sie in Franken kostet.
Unsere Empfehlung: Hebt Eure Punkte für den Transfer zu einem Vielfliegerprogramm auf. Bei Prämienflügen in der Business Class liegt der Wert je Punkt um ein Vielfaches höher als bei Gutscheinen oder Shopping-Rabatten.
Welche Alternativen gibt es in der Schweiz?
RevPoints ist eine attraktive Ergänzung, ersetzt aber nicht zwingend eine klassische Meilenkarte. Wer in der Schweiz Punkte oder Meilen sammeln möchte, findet mehrere Alternativen:
- American Express Gold Card – sammelt Membership Rewards Punkte, die sich ebenfalls zu Vielfliegerprogrammen übertragen lassen
- American Express Karten im Vergleich – Überblick über alle in der Schweiz erhältlichen Amex-Karten
- Platin Kreditkarten – Premiumkarten mit Lounge-Zugang als Alternative zu Revolut Ultra
Welche Karte am besten passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Ihr monatlich über die Karte abwickelt und ob Ihr den Kreditrahmen wirklich braucht.
Der wesentliche Unterschied: Bei den Amex-Karten handelt es sich um echte Kreditkarten mit Kreditrahmen, während Revolut in der Schweiz ausschliesslich guthabenbasierte Debitkarten ausgibt. Wer Wert auf einen Kreditrahmen, eine breitere Akzeptanz im Schweizer Handel oder umfangreiche Versicherungspakete legt, fährt mit einer klassischen Kreditkarte weiterhin besser.
In der Praxis schliessen sich beide Wege ohnehin nicht aus. Viele Vielflieger nutzen eine Meilenkreditkarte für die grossen Ausgaben und Revolut für Zahlungen im Ausland, wo die Karte durch den günstigen Währungsumtausch punktet – und nehmen die RevPoints dort einfach mit.
Unser Fazit zu den RevPoints von Revolut
RevPoints hat sich zu einem ernstzunehmenden Bonusprogramm entwickelt. Die Liste der Transferpartner ist lang, das Verhältnis von 1:1 bei den meisten Programmen stark, und gesammelt wird ganz nebenbei. Für Schweizer Nutzer bleibt die Einschränkung, dass Miles & More nicht zu den Partnern zählt – SWISS-Prämienflüge sind über die Star-Alliance-Partner aber problemlos erreichbar.
Richtig lohnend wird das Programm allerdings erst in den höheren Abos, und die kosten in der Schweiz spürbar mehr als in Deutschland. Wer nur das kostenlose Standard-Abo nutzt, sollte die Erwartungen niedrig halten: Ein Punkt je CHF 10 Umsatz fällt kaum ins Gewicht. Als Ergänzung zu einer bestehenden Meilenkarte oder als Zugabe zu einem ohnehin genutzten Premium-Abo ist RevPoints dagegen eine sinnvolle Sache.
Revolut Debitkarte
- Weltweit kostenlos Bargeld abheben
- Kostenlose Überweisungen in 36 Währungen
- Apple Pay und Google Pay
- Bis zu 1 RevPoint je Franken Umsatz sammeln



