Nach tagelangem Starkregen herrscht Hochwasser in Bangkok, weite Teile der Stadt stehen unter Wasser. Die Flüge zwischen Zürich und Bangkok finden statt – auf dem Weg zum Flughafen und bei der Abreise braucht Ihr derzeit aber deutlich mehr Geduld.
Die Überschwemmungen in Bangkok beschäftigen derzeit viele Thailand-Reisende aus der Schweiz. Seit Donnerstag hat es in der Hauptstadt nahezu ununterbrochen geregnet, die Behörden haben für alle 50 Stadtbezirke den Notstand ausgerufen, wie SRF berichtet. Das EDA weist in seinen Reisehinweisen für Thailand darauf hin, dass im ganzen Land mit starken Regenfällen gerechnet werden muss, die Überschwemmungen, Erdrutsche und Einschränkungen im Reiseverkehr verursachen können.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang sind geöffnet
- Flüge finden statt, der Weg zum Flughafen ist allerdings beschwerlicher
- Der Regen soll ab dem 28. September nachlassen, das Wasser geht aber nur schrittweise zurück
Flüge ab Zürich starten planmässig – Rückflüge teils mit Verspätung
Laut einem Facebook-Beitrag des Flughafenbetreibers Airports of Thailand (AOT) läuft der Flugbetrieb in Suvarnabhumi normal, auch Don Mueang ist geöffnet. Dort stand am Samstag zwar ein Rollweg teilweise unter Wasser, Starts und Landungen waren nach Angaben des thailändischen Verkehrsministeriums aber weiter möglich.
Ein Blick auf Flightradar24 zeigt: Die Nonstop-Flüge von Swiss und Thai Airways ab Zürich erreichen Bangkok weitgehend pünktlich, Streichungen gibt es auf diesen Strecken bislang nicht. Durch Warteschleifen in der Luft und Verzögerungen am Boden kann es aber jederzeit zu Verspätungen kommen.

Anders sieht es auf dem Rückweg aus. Weil zahlreiche Mitarbeiter des Thai-Airways-Bodenpersonals wegen der Überflutungen nicht zum Flughafen kamen und zusätzlich Gepäckwagen ausfielen, kam es zu Verzögerungen, wie der Flughafendirektor den Medien erklärte. Der Nachtflug von Thai Airways nach Zürich hob laut Flightradar24 am Wochenende mit rund fünf Stunden Verspätung ab. Die Swiss-Flüge nach Zürich starteten zuletzt mit etwa einer Dreiviertelstunde Verspätung, landeten aber weitgehend pünktlich. Bei der Ankunft in Bangkok mussten Passagiere teils lange auf ihr Gepäck warten, einzelne Koffer blieben zurück. Reisende sollten vor der Abfahrt zum Flughafen den Flugstatus prüfen. Für Tickets mit Abflug ab Bangkok zwischen dem 26. und 29. September bietet Thai Airways laut Bangkok Post eine einmalige kostenlose Umbuchung auf derselben Strecke und in derselben Reiseklasse an. Die Reise muss allerdings bis zum 29. September abgeschlossen sein. Wird ein Flug gestrichen, gibt es auf Wunsch den vollen Ticketpreis zurück.

Grundsätzlich gilt: Bei Verspätungen und Annullierungen wegen des Wetters müssen die Airlines laut der thailändischen Luftfahrtbehörde CAAT weiterhin Betreuungsleistungen wie Mahlzeiten oder eine Erstattung anbieten.
Hochwasser in Bangkok: Die Anreise zum Flughafen ist das Nadelöhr
AOT rät in seinem Beitrag, die Gegend um Lat Krabang zu meiden, wo das Wasser besonders hoch steht, und stattdessen den Motorway (Highway 7) oder den Burapha Withi Expressway zu nutzen. Bei internationalen Flügen solltet Ihr mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen sein, bei Inlandsflügen mindestens zwei Stunden. Die Stadtverwaltung warnte am Sonntagmorgen vor 31 überfluteten Strassen. Die thailändische Luftfahrtbehörde empfiehlt daher, wenn möglich, auf die Schiene auszuweichen – der Airport Rail Link verbindet die Innenstadt direkt mit Suvarnabhumi. Er war zuletzt zwar nicht immer zuverlässig, ist aber meist deutlich schneller als der Stau auf den Strassen.

Taxis und Fahrdienste wie Grab sind derzeit schwer zu bekommen und verlangen deutliche Aufschläge. Am verlässlichsten ist ein vorab gebuchter Transfer.
Wie lange das Hochwasser in Bangkok anhält, hängt vor allem vom Wetter ab. Der thailändische Wetterdienst erwartet laut Bangkok Post, dass der Regen in Bangkok ab Montag deutlich nachlässt. Bangkoks Gouverneur Chadchart Sittipunt geht laut SRF davon aus, dass das Wasser in zwei bis drei Tagen abfliessen kann – sofern kein neuer Starkregen folgt. Überflutete Strassen und Wege solltet Ihr wegen Strömungs- und Stromschlaggefahr grundsätzlich nicht betreten oder befahren. Kommt es während Eures Aufenthalts zu einer Naturkatastrophe, rät das EDA, sich rasch bei Angehörigen zu melden und den Anweisungen der lokalen Behörden zu folgen.


