In unserem Nachbarland tritt das teilweise Inlandsflugverbot, welches letztes Jahr beschlossen wurde, in Kraft.

Frankreich beschloss bereits im letzten Jahr ein teilweises Inlandsflugverbot, welches nun in Kraft tritt. Jedoch wird es nicht in seiner ursprünglich angestrebten Form durchgesetzt, wie executivetraveller berichtet. Welche Flugstrecken bald nicht mehr bedient werden und welche Ausnahmen es gibt, zeigen wir euch im Folgenden.

Flugverbot nur für sehr kurze Flüge

Die Beschiessung des Flugverbots, welches nun in Kraft tritt, ist nicht allzu lange her. Die Massnahme wurde im Rahmen der staatlichen Finanzspritze zur Unterstützung für Air France beschlossen und stellte eine Art Bedingung für die Bereitstellung des Hilfspakets in Höhe von 4 Milliarden Euro für die französische Airline dar. Diese war wie andere hart von der Pandemie getroffen und musste starke Verluste ausgleichen. 

A220 Air France
Ein Airbus A220 Kurzstreckenflugzeug von Air France

Nach einigen Einsprüchen, die Air France-KLM und die von der neuen Regelung betroffenen Gebiete erhoben, wurde die Bandbreite der Flüge, die verboten werden sollten, eingeengt. Ursprünglich sollten alle Inlandsflüge, die durch eine Zugstrecke, welche weniger als vier Stunden in Anspruch nimmt, ersetzt werden. Nun betrifft die Regelung nur noch solche Strecken, die auch durch eine Zugverbindung von weniger als zweieinhalb Stunden bedient werden. Konkret handelt es sich hierbei beispielsweise um die Routen von Paris nach Bordeaux, Nantes, Lyon und vice versa. Es gibt jedoch auch einige Ausnahmen, denn Zubringer für internationale Flüge bleiben von der Regelung unberührt. 

Österreich erwägt ähnlichen Schritt

Es gibt aber auch für die Ausweitung der Flugverbote Fürsprecher. Die Umweltschützer von Greenpeace forderten beispielsweise Verbote von Flügen, für die eine alternative Flugverbindung von unter sechs Stunden infrage käme. Auch die österreichische Regierung plant einen ähnlichen Schritt. Diese passiert ebenfalls im Zuge einer finanziellen Rettungsaktion von Austrian Airlines. Dort sollen Flüge verboten werden, für deren Strecke eine Zugverbindung von unter drei Stunden zur Verfügung steht. 

Austrian Airlines, Wien, Airport
Auch einige österreichische Inlandsflüge könnten bald durch Züge ersetzt werden. 

Aktuelle Schätzungen legen nahe, dass nahezu 80 Prozent der österreichischen Inlandsflüge mithilfe des umfangreichen staatlichen Eisenbahnnetzes der ÖBB durch Züge ersetzt werden könnten. Ausserdem ergab eine aktuelle Studie, dass die Nutzung eines elektrischen Zuges anstelle eines Inlandsfluges den persönlichen ökologischen Fussabdruck um bis zu 84 Prozent senke. Darüberhinaus seien die Emissionen pro Kilometer bei einer Inlandsreise in Europa bis zu 70 Prozent höher sind als bei internationalen Langstreckenflügen.

Fazit zum Verbot von Inlandsflügen in Frankreich

Frankreich verbietet noch in diesem Monat Inlandsflüge, für die eine alternative Zugverbindung von unter zweieinhalb Stunden verfügbar ist. Unter Druck von Air France-KLM und den betroffenen Regionen wich man bereits vom ursprünglichen Vorhaben ab. Trotzdem ist es ein guter Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit und auch andere Länder wie Österreich erwägen ähnliche Massnahmen. Welche Auswirkungen die Beschlüsse auf den Ausbau des Bahnverkehrs haben werden, bleibt abzuwarten.

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Autor

Seitdem Sandro mit nur einem Jahr seinen ersten Langstreckenflug antrat und danach 6 Jahre lang im Ausland aufwuchs, war er von Reisen begeistert. Heute ist er immer auf der Suche nach der nächsten Möglichkeit, in einen Zug oder ein Flugzeug zu steigen, neue Orte und Personen kennenzulernen und seinen Horizont zu erweitern.

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