Swiss will im Jahr 2027 wieder verstärkt auf eigene Flugzeuge und eigenes Flugpersonal setzen. Dadurch endet die Zusammenarbeit mit airBaltic.
Verstärkt wird die Zusammenarbeit stattdessen mit Helvetic Airways, wie die Schweizer Airline in einer Pressemitteilung bekannt gab. Ab dem Sommer 2027 will Swiss nur noch auf 18 statt 26 Flugzeuge anderer Airlines zurückgreifen. Für die in der Insolvenz befindliche airBaltic könnte die Nachricht zur Hiobsbotschaft werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Swiss will mit dem Sommerflugplan 2027 wieder verstärkt auf eigene Flugzeuge und Crews setzen
- Daher wird die Zusammenarbeit mit airBaltic beendet
- Die Zusammenarbeit mit Helvetic Airways wird jedoch vertieft
Swiss’ Partnerschaft mit airBaltic endet Ende März 2027
Bei Swiss hat ein Umdenken stattgefunden: Mit Ende des Winterflugplans 2027 will die Schweizer Airline wieder verstärkt auf eigene Flugzeuge sowie eigenes Flugzeugpersonal setzen. Die Anzahl an eingesetzten Fremdflugzeugen soll ab Ende März 2027 von derzeit 26 auf dann 18 herabgesenkt werden.
Unmittelbar betroffen sind von dieser Ankündigung die beiden Airlines Helvetic Airways und airBaltic. Mit beiden besitzt Swiss eine entsprechende Partnerschaft. Doch während die Zusammenarbeit mit Helvetic Airways mit dieser Ankündigung sogar noch vertieft werden soll, endet gleichzeitig die Partnerschaft mit airBaltic mit dem Ende des Winterflugplans 2026/27.
Wir haben uns vorgenommen, wieder mehr selbst zu fliegen. Und genau das setzen wir jetzt um: Im nächsten Sommer werden bis zu acht Wetlease-Flugzeuge weniger für SWISS unterwegs sein als noch im Vorjahr. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Es braucht dafür die richtigen betrieblichen Voraussetzungen, genügend Crews und eine vorausschauende Planung. Umso mehr ist das ein grosser Schritt. Gleichzeitig setzen wir mit Helvetic Airways konsequent auf einen starken, bewährten und langfristigen strategischen Partner.
Jens Fehlinger, Chief Executive Officer von SWISS
Grund für die Entscheidung sei laut der Pressemitteilung von Swiss auch die sich entspannende Lage bei Verfügbarkeiten von Triebwerken sowie auch Personal. In der Vergangenheit war Swiss auf die Zusammenarbeit mit den Wetlease-Partnern angewiesen, um ihren Flugplan trotz knapper Ressourcen aufrechterhalten zu können.
Hiobsbotschaft für airBaltic
Die Entscheidung könnte für die Zukunft von airBaltic entscheidend sein. Die Airline befindet sich mittlerweile in einem Insolvenzverfahren, weshalb die Zukunftsaussichten ohnehin als eher unsicher gelten. Bereits für diesen Winter mussten zahlreiche Flüge gestrichen werden.
Das Ende der Zusammenarbeit mit Swiss könnte airBaltic möglicherweise noch tiefer in die Krise stürzen – unter Umständen sogar so tief, dass sich die Airline davon nicht mehr erholt. Denn durch das Ende der Wetlease-Partnerschaft fällt eine für die Airline wichtige Einnahmequelle weg.


