Die Serie an kuriosen Polizeieinsätzen am EuroAirport des Drei-Länder-Ecks reisst nicht ab. Nachdem bereits vor einer Woche Teile des Flughafens wegen eines Polizeieinsatzes geräumt werden mussten, war es diese Woche wieder soweit.

Herrenlose Gepäckstücke auf Schweizer Seite

Der Flughafen Basel hat als EuroAirport eine besondere Stellung. Er liegt in Frankreich, trägt den Namen von Städten in drei Ländern und ist im inneren in zwei Teile geteilt. Der Französische Teil umfasst die Hallen 1 und 2, während die Schweizer Abfertigung die Hallen 3 und 4 nutzt. Zu Fuss ist es ein einfaches zwischen den beiden Nationen zu wechseln, mit dem Auto oder Bus spürt man die Grenze verstärkt.

Basel Halle 1 2 3 4
Der Übergang zwischen den verschiedenen Hallen ist fast fliessend möglich.

Am gestrigen Freitag wurde um kurz nach 10 Uhr morgens der Alarm ausgelöst. Es wurde ein Gepäckstück auf Schweizer Seite in der Abfertigungshalle 3 beziehungsweise 4 gefunden. Das Standardvorgehen in solche einem Fall beinhaltet eine Räumung der betroffenen Hallen und einen Stopp des Zuflusses an neuen Passagieren auf der entsprechenden Seite des Gebäudes. In diesem Fall bedeutet das, dass die Linie 50 vom Bahnhof SBB zum Flughafen das Gebäude nicht anfahren darf. So kam es zu grösseren Verzögerungen im Betriebsablauf. Die Abfertigung der Passagiere in Hallen 3 und 4 wurden kurzerhand auf den Französischen Sektor verschoben. Nachdem eine Spezialeinheit der französischen Polizei, welche in solchen Fällen auch für den Schweizer Sektor verantwortlich ist, das unbeaufsichtigte Gepäckstück geprüft hat, wurde Entwarnung gegeben. Es handelte sich um einen Fehlalarm und die Abfertigung in den Schweizer Hallen konnte wieder aufgenommen werden. Der Flugbetrieb wurde laut einer Sprecherin des Flughafens aber nicht beeinträchtigt.

Nicht der erste Fall am Dreiländer-Flughafen

Bereits vergangene Woche kam es zu einer Sperrung des Flughafens, auch am Freitag, dieses Mal nur Nachmittags. Bei diesem Zwischenfall lag das Gepäckstück so ungünstig in Halle 3, dass eine Sperrung der Bereiche 2 bis 4 erfolgen musste. Da so nur noch die Sicherheitskontrolle und alle weiteren Dienstleistungen in der Halle 1 erfolgen konnten, kam es zu grösseren Verzögerungen im Betrieb des Flughafens. Drei Flüge seien dann deshalb verspätet abgehoben. Auch in diesem Fall konnte die französische Polizei Entwarnung geben und die Sperrung von Terminal und Buslinie wieder aufheben.

Fazit zur den Polizeieinsätzen am Flughafen Basel

Nachdem der Grossteil der Fluggäste die Abfertigung auf Schweizer Seite nutzen ist es nicht verwunderlich, dass mehr Fälle auf dieser Seite auftreten. Die Häufung von zwei Einsätzen in zwei Wochen ist dann aber doch etwas ungewöhnlich. Ich habe mehrfach am eigenen Leib miterleben konnte, wie solche Einsätze die gesamten Abläufe aus dem Gleichgewicht bringen. Deshalb hoffe ich, dass kommenden Freitag nicht wieder ein Koffer ohne Besitzer aufgefunden wird und die Gäste am EuroAirport künftig etwas besser auf ihre Gepäckstücke aufpassen werden.

Wart Ihr schon einmal von einer Sperrung an einem Flughafen betroffen? Schreibt Eure Eindrücke gerne in die Kommentare!

Autor

Nachdem Alex in den ersten 5 Jahren seines Lebens mehr Zeit in Airbussen als in normalen Bussen verbracht hat, war das Hobby schon früh festgelegt: Fliegen. Egal ob in einer Turboprop oder einem A380, egal ob Holzklasse oder Premium: Der Weg ist das Ziel. Und wer kann schon behaupten in 12 Tagen New York, Singapur, Tokyo, Lissabon und Oslo mit Flügen in der Business Class verbunden zu haben?

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