Die Neobank Revolut will sich verstärkt im Schweizer Finanzmarkt etablieren. Dafür wurde nun die Schweizer Banklizenz beantragt.
Obwohl die Produkte von Revolut in der Schweiz bereits genutzt werden können, hat die Bank aus Litauen bislang keine Schweizer Banklizenz. Das soll sich durch einen entsprechenden Antrag bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) nun ändern, wie in einer Pressemitteilung bestätigt wurde. Zusätzlich plant Revolut Investitionen von mehr als 150 Millionen Franken für den Marktausbau in der Schweiz.
Das Wichtigste in Kürze
- Revolut hat die Schweizer Banklizenz beantragt
- Über die Lizenz soll das Bankangebot von Revolut in der Schweiz stark erweitert werden
- Zusätzlich sind für die nächsten fünf Jahre Investitionen von mehr als 150 Millionen Franken geplant
Revolut plant vollständiges Bankangebot für die Schweiz
Obwohl das Angebot von Revolut bereits von über 1,3 Millionen Kunden in der Schweiz in Anspruch genommen wird, fehlt es der Neobank bislang noch an der nötigen Bandbreite. Um das zu ändern, hat Revolut bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) einen Antrag auf den Erhalt einer Schweizer Banklizenz gestellt. Der Antrag befindet sich demnach aktuell in der Prüfphase.
Der Erhalt der Lizenz würde Revolut deutlich mehr Möglichkeiten auf dem Schweizer Finanzmarkt eröffnen. Entsprechend erhofft sich die Bank dadurch eine wachsende Attraktivität für Kunden aus der Schweiz. Die Schweizer Banklizenz würde Revolut nach eigenen Angaben unter anderem folgende Möglichkeiten geben:
- Angebot von Schweizer IBAN-Nummern
- Eröffnung von Lohnkonten
- Händlerakzeptanz
- Einlagensicherung nach Schweizer Standard
By applying for a Swiss banking licence, we are taking an important step towards becoming a more deeply rooted part of one of the world’s most important and advanced financial markets. Together with our existing banking licences and regulatory infrastructure across Europe, this would further strengthen our compliance, governance and regulatory framework.
David Tirado, Chief Commercial Officer Revolut
Bisher werden Revolut Kunden in der Schweiz von der Revolut Bank UAB betreut. Diese verfügt über eine litauische Lizenz, jedoch nicht über eine Schweizer Banklizenz. Stattdessen nimmt die Revolut Bank UAB bislang lediglich eine repräsentative Rolle in der Schweiz ein. Im Falle eines Lizenzerhaltes würden bestehende Kunden zur Schweizer Bankeinheit wechseln, wo sie unter anderem sofort Zugriff auf eine Schweizer IBAN erhalten sollen.
150 Millionen Franken in fünf Jahren
Neben dem Erhalt der Schweizer Banklizenz plant Revolut auch eine grossflächige Investition in den Schweizer Finanzmarkt in den kommenden Jahren. Konkret wird ein Budget von mehr als 150 Millionen Franken für die nächsten fünf Jahre bereitgestellt.
Damit sollen neue lokale Produkte entstehen und neue Arbeitsplätze in der Schweiz geschaffen werden. Darüber hinaus plant Revolut, eine eigene lokale Bankstruktur in der Schweiz entstehen zu lassen, inklusive entsprechendem Vorstands- und Führungspersonal.



