Revolut Business

Revolut Business ist das Geschäftskonto der Neobank Revolut – mit virtueller Schweizer IBAN, Firmenkarten für das ganze Team und Tarifen ab CHF 10 im Monat.

Revolut Business

Geschäftskonto ab CHF 10 pro Monat
  • Virtuelle Schweizer IBAN in jedem Tarif
  • Unbegrenzt viele Teammitglieder ohne Aufpreis
  • Physische und virtuelle Firmenkarten
  • Über 30 Währungen senden und empfangen

Wer in der Schweiz ein Unternehmen führt, kennt das Problem: Ein Geschäftskonto bei einer Kantonal- oder Grossbank kostet Kontoführung, Gebühren pro Zahlung und noch einmal extra, sobald Fremdwährungen ins Spiel kommen. Revolut greift genau dort an und bündelt Multi-Währungskonten, Firmenkarten und Ausgabenverwaltung in einer App. Seit Revolut in der Schweiz eine virtuelle Schweizer IBAN vergibt, ist das Konto auch für Lohnzahlungen und Schweizer Rechnungen alltagstauglich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jeder Tarif bringt eine virtuelle Schweizer IBAN, Multi-Währungskonten und unbegrenzt viele Teammitglieder ohne Aufpreis mit.
  • Physische und virtuelle Firmenkarten lassen sich pro Mitarbeitendem ausstellen und mit Limits, Kategorien und Zeiträumen steuern.
  • Der Umtausch läuft bis zu einem monatlichen Limit zum Interbank-Kurs, danach und ausserhalb der Marktzeiten wird es teurer.
  • Kredite, Kreditkarten und Überziehungen bietet Revolut in der Schweiz nicht an, und ein kostenloser Einsteigertarif fehlt.

Im Folgenden schauen wir uns an, was die vier Tarife kosten, welche Leistungen darin stecken, wo Revolut Business in der Schweiz an Grenzen stösst und für welche Unternehmen sich das Konto im August 2026 tatsächlich rechnet.

Für wen lohnt sich Revolut Business?

Revolut Business ist kein Konto für jedes Unternehmen, sondern eines für Firmen, deren Geld über Währungs- und Ländergrenzen läuft und die Ausgaben im Team steuern müssen. Typischerweise passt es zu diesen Profilen:

  • Freiberufler und Selbstständige mit Kundschaft im Ausland
  • Einzelunternehmen und Kleingewerbe, die Privates und Geschäftliches sauber trennen wollen
  • Start-ups, die schnell ein Konto brauchen und später skalieren
  • KMU mit mehreren Mitarbeitenden, die Firmenkarten mit Limits ausgeben möchten
  • Unternehmen mit viel Reisetätigkeit und Ausgaben in Fremdwährungen
  • Digitale Geschäftsmodelle wie E-Commerce, SaaS oder Agenturen

Genauso klar ist, für wen das Konto nicht gedacht ist. Vereine, Genossenschaften, Stiftungen des privaten Rechts und Organisationen des öffentlichen Sektors werden von Revolut Business ausdrücklich nicht unterstützt – und wer eine Kreditlinie, ein Darlehen oder einen Überziehungsrahmen braucht, findet das bei Revolut in der Schweiz nicht.

Geeignet fürWeniger geeignet für
✔️ Firmen mit Einnahmen und Ausgaben in mehreren Währungen✘ Unternehmen, die einen Kredit- oder Überziehungsrahmen benötigen
✔️ Teams, die Firmenkarten mit klaren Limits ausgeben wollen✘ Vereine, Genossenschaften und Stiftungen
✔️ Gründer, die schnell und digital ein Konto eröffnen möchten✘ Firmen, die eine Filiale und persönliche Beratung vor Ort erwarten
✔️ Unternehmen, die Buchhaltung und Belege automatisieren wollen✘ Sehr kleine Betriebe ohne Fremdwährungen, denen CHF 10 im Monat zu viel sind

Der Unterschied zum privaten Revolut Konto ist dabei grösser, als der gemeinsame Name vermuten lässt: Revolut Business läuft in einer eigenen App mit eigenen Tarifen, und nicht jede Funktion aus dem Privatbereich steht auch Geschäftskunden zur Verfügung.

Revolut Business Konto am Laptop verwalten
Revolut Business wird komplett digital verwaltet – ohne Filiale und ohne Papier

Wie gut das im Alltag funktioniert, hängt vor allem am gewählten Tarif. Wir schauen uns deshalb zuerst an, was Revolut Business kann.

Revolut Business

Geschäftskonto ab CHF 10 pro Monat
  • Virtuelle Schweizer IBAN in jedem Tarif
  • Unbegrenzt viele Teammitglieder ohne Aufpreis
  • Physische und virtuelle Firmenkarten
  • Über 30 Währungen senden und empfangen

Welche Vorteile bietet Revolut Business?

Die Stärken von Revolut Business liegen dort, wo klassische Schweizer Geschäftskonten traditionell teuer oder umständlich sind: bei Fremdwährungen, bei Karten für mehrere Mitarbeitende und bei allem, was danach in der Buchhaltung landet.

Die wichtigsten Revolut Business Vorteile im Überblick:

  • Virtuelle Schweizer IBAN in jedem Tarif
  • Multi-Währungskonten und Zahlungen in über 150 Währungen
  • Unbegrenzt viele Teammitglieder ohne Zusatzkosten
  • Physische, virtuelle und Metal-Karten mit feinen Ausgabenkontrollen
  • Buchhaltungs-, HR- und App-Integrationen in allen Tarifen
  • Kundenservice auf Deutsch und Französisch rund um die Uhr

Schweizer IBAN statt Auslandskonto

Der wichtigste Schweizer Punkt zuerst: Revolut Business stellt in jedem Tarif eine virtuelle Schweizer IBAN aus. Damit lassen sich Löhne auszahlen, Kundenzahlungen entgegennehmen und Rechnungen begleichen, ohne dass die Gegenseite auf eine ausländische Kontonummer überweisen muss – in der Praxis war genau das lange das grösste Hindernis für Fintech-Konten in der Schweiz. Parallel könnt Ihr so viele Währungskonten anlegen, wie Ihr braucht, und in über 30 Währungen senden und empfangen.

Umtausch zum Interbank-Kurs – bis zum Limit

Jeder Tarif enthält ein monatliches Volumen, das zum Interbank-Kurs getauscht wird: CHF 1’250 bei Basic, CHF 20’000 bei Grow und CHF 80’000 bei Scale. Das ist der Kern des Preisvorteils gegenüber einer klassischen Bank, die auf jede Fremdwährungstransaktion eine Marge legt. Wichtig ist die Bedingung dahinter: Der Interbank-Kurs gilt nur während der Marktöffnungszeiten. Wer darüber hinaus tauscht, zahlt 0,6 Prozent, ausserhalb der Marktzeiten wird 1 Prozent fällig.

Firmenkarten für das ganze Team

Revolut gibt bis zu drei physische Karten pro Teammitglied aus und bis zu 50 virtuelle Karten – letztere sofort und auf den Namen des Unternehmens statt auf einzelne Mitarbeitende. Für jede Karte lassen sich Limits, erlaubte Händler, Kategorien, Währungen und Ausgabezeiträume festlegen. Metal-Karten aus Edelstahl gibt es ab dem Grow-Tarif, eine im Tarif enthaltene bei Grow und zwei bei Scale; das Aufdrucken von Firmenname oder Logo ist dem Scale-Tarif vorbehalten.

Revolut Karte als Firmenkarte
Firmenkarten lassen sich physisch, virtuell und je nach Tarif auch in Metall ausgeben

Weil die Karten auf den Firmennamen laufen, bleibt die Kontrolle auch dann beim Unternehmen, wenn Mitarbeitende wechseln.

Ausgaben, Belege und Buchhaltung in einem System

Ab dem Grow-Tarif kommen die Werkzeuge dazu, die aus dem Konto ein Finanzsystem machen: Rechnungen lassen sich automatisch aus der Buchhaltungssoftware ziehen und bezahlen, Kaufaufträge mit Rechnungen abgleichen, Freigaberegeln individuell definieren und Sammelüberweisungen an bis zu 1’000 Empfänger auf einmal auslösen. Die Belegerfassung per Foto oder Weiterleitung ist in allen Tarifen verfügbar, kostet aber CHF 9 pro Person und Monat extra. Schnittstellen zu Buchhaltungs-, HR- und Business-Software sind dagegen überall enthalten.

Guthaben, das Zinsen bringt

Ab Grow gehört ein Sparkonto zum Tarif, dessen Zins mit der Tarifstufe steigt: 1,1 Prozent bei Grow, 1,3 Prozent bei Scale und 1,75 Prozent bei Enterprise, jeweils variabel und täglich ausgezahlt. Für Schweizer Verhältnisse ist das ein spürbarer Unterschied zu einem gewöhnlichen Geschäftskonto, auf dem Betriebsmittel unverzinst liegen – im Basic-Tarif gibt es diese Möglichkeit allerdings nicht.

Welche Nachteile hat Revolut Business?

So stark das Paket in der Breite ist – es gibt Punkte, an denen Revolut Business für Schweizer Firmen klar hinter einer klassischen Bankverbindung zurückbleibt.

Die wichtigsten Revolut Business Nachteile im Überblick:

  • Kein kostenloser Tarif – schon der Einstieg kostet CHF 10 im Monat
  • Keine Kredite, Kreditkarten oder Überziehungsmöglichkeiten
  • Keine Schweizer Banklizenz, sondern eine EU-Lizenz aus Litauen
  • Wichtige Funktionen wie Rechnungen und Freigaben erst ab Grow
  • Kein Schalter, keine Filiale, kein persönlicher Ansprechpartner vor Ort

Kein kostenloses Einsteigerkonto

Anders als beim privaten Revolut Konto gibt es im Geschäftsbereich keinen Gratis-Tarif. Der Einstieg kostet CHF 10 im Monat und liefert dafür nur zehn gebührenfreie Inlandüberweisungen, kein Sparkonto, keine Metal-Karte und keine der Rechnungs- und Freigabefunktionen. Wer den vollen Funktionsumfang will, landet schnell bei CHF 50 oder CHF 150 im Monat – zuzüglich CHF 9 pro Person und Monat, wenn die Belegerfassung genutzt werden soll.

Keine Kreditprodukte in der Schweiz

Revolut sagt es auf der eigenen Hilfeseite unmissverständlich: Kredite, Kreditkarten und Überziehungskredite bietet Revolut Business derzeit nicht an. Für ein Unternehmen ist das ein handfester Nachteil, denn ein Kontokorrentkredit ist bei Schweizer Banken oft genau der Grund, warum das Geschäftskonto dort liegt. Auch die Firmenkarten selbst sind reine Debitkarten – abgebucht wird sofort, einen Zahlungsaufschub gibt es nicht.

Regulierung ohne Schweizer Banklizenz

Das Konto wird von der Revolut Bank UAB geführt, einer Bank mit Sitz in Litauen, die von der Bank of Lithuania zugelassen und reguliert wird und in der Schweiz durch die Revolut (Switzerland) AG vertreten ist. Eine Schweizer Banklizenz besitzt Revolut damit nicht, und auf der Schweizer Sicherheitsseite macht das Unternehmen zur Einlagensicherung keine Angaben. Wer grössere Betriebsmittel dauerhaft parkt, sollte diesen Punkt bewusst abwägen und im Zweifel mit dem Treuhänder besprechen.

Funktionen hinter der Tarifgrenze

Vieles von dem, was Revolut Business im Marketing ausmacht, beginnt erst bei Grow: Rechnungen, Kaufaufträge, individuelle Freigaben, Analysen und Berichte, Sammelüberweisungen, die Business-API und das Sparkonto. Im Basic-Tarif bleibt ein solides Multi-Währungskonto mit Karten – aber eben nicht das Ausgabenmanagement, mit dem Revolut eigentlich wirbt.

Was kostet Revolut Business?

Revolut Business kennt vier Tarife. Basic, Grow und Scale haben feste Preise, Enterprise wird individuell zusammengestellt. Die folgende Übersicht zeigt die Eckwerte, an denen sich die Tarife im Alltag unterscheiden – Stand August 2026.

TarifPreis pro MonatUmtausch zum Interbank-KursGebührenfreie InlandüberweisungenGebührenfreie AuslandsüberweisungenSparkonto
BasicCHF 10CHF 1’250100
GrowCHF 50CHF 20’00010051,1 % variabel
ScaleCHF 150CHF 80’0001’000251,3 % variabel
Enterpriseindividuellindividuellindividuellindividuell1,75 % variabel

Ausserhalb dieser Freibeträge rechnet Revolut nach: Der Umtausch über dem monatlichen Limit kostet 0,6 Prozent, ausserhalb der Marktöffnungszeiten 1 Prozent. Jede zusätzliche Inlandüberweisung schlägt mit CHF 0.30 zu Buche, jede zusätzliche Auslandsüberweisung mit CHF 7 – für SWIFT-OUR-Überweisungen gelten eigene Sätze. Bargeldbezüge am Automaten kosten oberhalb des Tariflimits 2 Prozent.

So findet Ihr den passenden Tarif:

  • Basic lohnt sich, wenn Ihr vor allem ein sauberes Geschäftskonto mit Schweizer IBAN und Karten braucht
  • Grow ist die Stufe, ab der Rechnungen, Freigaben, Analysen und das Sparkonto dazukommen
  • Scale richtet sich an Firmen mit hohem Fremdwährungsvolumen und vielen Inlandzahlungen
  • Die Belegerfassung kostet in jedem Tarif zusätzlich CHF 9 pro Person und Monat

Unterm Strich entscheidet weniger der Grundpreis als das eigene Zahlungsprofil: Wer monatlich fünfstellige Beträge tauscht, holt den Aufpreis von Basic auf Grow über den grösseren Interbank-Freibetrag schnell wieder herein. Wer nur in Franken abrechnet, zahlt bei Revolut dagegen für Funktionen, die er nie nutzt.

Was steckt hinter Revolut Business?

Revolut wurde 2015 in London gegründet und ist heute in rund 150 Regionen aktiv. Neben mehr als 40 Millionen Privatkunden zählt das Unternehmen nach eigenen Angaben eine halbe Million Geschäftskunden. Revolut Business ist dabei kein Zusatzmodul des Privatkontos, sondern ein eigenes Produkt mit eigener App, eigenen Tarifen und einem eigenen Funktionsumfang.

Ist Revolut Business vertrauenswürdig?

Regulatorisch steht hinter dem Konto die Revolut Bank UAB mit litauischer Banklizenz unter Aufsicht der Bank of Lithuania. Beim Zugang setzt Revolut auf biometrische Kopplung an das Gerät, Zwei-Faktor-Authentifizierung für sensible Transaktionen, 3D Secure sowie eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung, die auffällige Transaktionen automatisch blockiert. Physische Karten müssen in der App aktiviert werden, die PIN ist ausschliesslich dort einsehbar.

Revolut Business App auf dem Smartphone
Konto, Karten und Freigaben laufen bei Revolut Business vollständig über die App

Für ein Geschäftskonto bleibt trotzdem die Einordnung wichtig: Die Aufsicht liegt in der EU, nicht bei der FINMA. Wer das Konto als Hauptbankverbindung mit hohen Guthaben nutzen will, trifft damit eine bewusste Entscheidung.

Wie sind die Erfahrungen mit Revolut Business?

Ein Geschäftskonto lässt sich schlechter „ausprobieren“ als eine private Karte, deshalb ordnen wir Revolut Business vor allem entlang der Konditionen ein – und die sind für Schweizer Verhältnisse ungewöhnlich transparent: Preise, Freibeträge und Gebühren stehen offen in der Tarifübersicht, ohne Verhandlung und ohne Mindestumsatz.

Auf Trustpilot kommt Revolut über alle Produkte hinweg auf 4,7 von 5 Sternen bei über 430’000 Bewertungen und damit auf das Prädikat „Hervorragend“. Diese Bewertung gilt allerdings für Revolut insgesamt und nicht speziell für den Geschäftsbereich. Gelobt werden vor allem die App, die Geschwindigkeit von Überweisungen und der erreichbare Support; die wiederkehrende Kritik betrifft eingefrorene Konten bei auffälligen Transaktionen – ein Punkt, der Unternehmen härter trifft als Privatpersonen, weil Zahlungsläufe daran hängen.

Unsere Einschätzung fällt entsprechend zweigeteilt aus: Als Zweitkonto für internationale Zahlungen, Team-Karten und Ausgabenkontrolle ist Revolut Business stark. Als einzige Bankverbindung eines Schweizer Unternehmens fehlen ihm die Kreditlinie und die lokale Lizenz.

Wie eröffnet man ein Revolut Business Konto?

Die Eröffnung läuft vollständig digital. Voraussetzung ist, dass Euer Unternehmen offiziell und vollständig eingetragen ist, seinen Sitz in einem unterstützten Land hat und die antragstellende Person ebenfalls in einem unterstützten Land wohnt – die Schweiz gehört dazu. Unterstützt werden GmbH, Einzelunternehmen, AG, Kollektivgesellschaft, Kommanditgesellschaft und einfache Gesellschaft.

Diese Angaben hält Revolut bereit:

  • Eingetragener Firmenname, Handelsbezeichnung und Rechtsform
  • Handelsregisternummer, Registrierungsdatum und Status des Unternehmens
  • Adresse des Sitzes
  • Ein Nachweisdokument – etwa ein Handelsregisterauszug, der nicht älter als drei Monate ist, ein Gesellschaftsvertrag oder eine Gründungsurkunde
  • Angaben zu wirtschaftlich Berechtigten und Zeichnungsberechtigten sowie ein Ausweisdokument zur Identitätsprüfung

Danach prüft Revolut die Angaben. Für die Unternehmensverifizierung nennt die Bank bis zu fünf Werktage; bleibt danach eine Rückmeldung aus, lohnt der Blick in den Startbereich der App auf offene Anfragen. Anschliessend könnt Ihr Währungskonten anlegen, Teammitglieder einladen und Karten ausstellen – virtuelle Karten sind sofort verfügbar, physische kommen per Post.

Revolut Metal Karte als Firmenkarte
Metal-Karten sind bei Revolut Business dem Grow-Tarif und höher vorbehalten

Wichtig zu wissen: Bestimmte Branchen schliesst Revolut grundsätzlich aus, darunter Waffen und Rüstung, Glücksspiel, Erwachseneninhalte, Edelmetall- und Kunsthandel, unregulierte Finanzdienstleistungen sowie wohltätige und religiöse Organisationen. Wer in einem dieser Bereiche tätig ist, sollte den Antrag gar nicht erst starten.

Welche Alternativen gibt es zu Revolut Business?

Der Schweizer Markt für Geschäftskonten teilt sich grob in zwei Lager. Auf der einen Seite stehen Kantonal-, Gross- und Regionalbanken: Sie bringen eine Schweizer Banklizenz, einen persönlichen Ansprechpartner und – für viele Firmen entscheidend – die Möglichkeit eines Kontokorrentkredits mit. Bezahlt wird das mit Kontoführungsgebühren, Preisen pro Zahlung und deutlich schlechteren Wechselkursen.

Auf der anderen Seite stehen digitale Anbieter, zu denen Revolut Business gehört. Sie punkten mit Multi-Währungskonten, günstigem Umtausch, Karten für Teams und Buchhaltungsanbindung, verzichten dafür aber auf Kreditgeschäft und Filialnetz. Wer vergleicht, sollte deshalb nicht auf den Monatspreis schauen, sondern auf drei Dinge: das eigene Fremdwährungsvolumen, die Zahl der benötigten Karten und die Frage, ob eine Kreditlinie gebraucht wird.

Wer eigentlich gar kein Geschäftskonto sucht, sondern nur eine gebührenfreie Karte für Reisen und Onlinekäufe, ist im Privatbereich besser aufgehoben: Dort gibt Revolut die Revolut Debitkarte aus, die schon im kostenlosen Standard-Abo erhältlich ist. Einen Überblick über den restlichen Schweizer Markt liefert unser Kreditkarten Vergleich.

Revolut Business lohnt sich, wenn …

Statt der Frage, für welche Unternehmensgrösse das Konto gedacht ist, hilft am Ende der Blick auf konkrete Situationen:

  • Ihr in mehreren Währungen abrechnet – der Interbank-Kurs innerhalb des Tariflimits ist der grösste Hebel gegenüber einer klassischen Bank
  • Ihr Firmenausgaben delegieren wollt – mit Karten pro Mitarbeitendem, festen Limits und erlaubten Händlern
  • Ihr online einkauft und Abos verwaltet – virtuelle Karten pro Anbieter machen jede Abbuchung zuordenbar
  • Ihr Belege und Rechnungen automatisieren möchtet – ab dem Grow-Tarif inklusive Freigaberegeln und Abgleich
  • Ihr schnell starten müsst – die Eröffnung läuft digital, ohne Termin und ohne Filiale

Umgekehrt gilt: Rechnet Ihr ausschliesslich in Franken ab, braucht Ihr einen Kreditrahmen oder wollt Ihr eine Schweizer Banklizenz im Rücken haben, führt an einer klassischen Bankverbindung kein Weg vorbei.

Unser Fazit & Empfehlung zu Revolut Business

Revolut Business ist im August 2026 eines der stärksten digitalen Geschäftskonten, die Schweizer Unternehmen offenstehen – vorausgesetzt, das eigene Geschäft passt zum Zuschnitt. Die virtuelle Schweizer IBAN in jedem Tarif, der Umtausch zum Interbank-Kurs, unbegrenzt viele Teammitglieder und die feingranularen Firmenkarten sind Argumente, die klassische Schweizer Geschäftskonten in dieser Kombination kaum bieten.

Dem stehen zwei Einschränkungen gegenüber, die man kennen muss: Es gibt keinen kostenlosen Tarif, und es gibt in der Schweiz keine Kreditprodukte – weder Kredit noch Kreditkarte noch Überziehung. Dazu kommt die litauische statt einer Schweizer Banklizenz. Für Firmen mit internationalem Zahlungsverkehr, mehreren Kartennutzern und dem Wunsch nach digitaler Ausgabenkontrolle empfehlen wir Revolut Business klar – am besten als zweites, spezialisiertes Konto neben der bestehenden Hausbank. Wer nur in Franken abrechnet oder eine Kreditlinie braucht, spart sich die Monatsgebühr besser.

Revolut Business

Geschäftskonto ab CHF 10 pro Monat
  • Virtuelle Schweizer IBAN in jedem Tarif
  • Unbegrenzt viele Teammitglieder ohne Aufpreis
  • Physische und virtuelle Firmenkarten
  • Über 30 Währungen senden und empfangen

Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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