Auch wenn die aktuelle Pandemie-Lage es noch nicht hergeben möchte, so plant Eurowings in den Sommerferien mit einem ausgedehnten Flugplan – dafür könnte die Airline Unterstützung aus der Schweiz benötigen.

Für die kommende Sommer-Saison könnte die deutsche Billigfluggesellschaft erneut Unterstützung aus der Schweiz benötigen. Auch wenn Eurowings Discover praktisch eine gesonderte Marke der Lufthansa ist, so musste auch sie bereits Hilfe aus der Schweiz in Form von zwei Flugzeugen von Edelweiss beanspruchen müssen. Nun wird auch Eurowings diese Unterstützung von den Nachbarn benötigen. Helvetic Airways könnte als Wet-Lease-Spezialist einspringen und befindet sich bereits in Gesprächen mit der Billigfluggesellschaft, wie Aerotelegraph berichtet.

Notruf in der Krise

Die Corona-Pandemie hat die Reisebranche schwer getroffen – die eine Airline mehr, die andere weniger. Kreativität und Flexibilität waren dennoch von allen gefordert. Während die eine Fluggesellschaft – Helvetic Airways – sich am Boden befindet, plant die andere – Eurowings – schon bald wieder voll durchzustarten. Dabei könnten beide voneinander profitieren. Für die Sommersaison rechnet die Billigtochter der Lufthansa mit einem enormen Nachfrageanstieg, sollte der Impffortschritt sich in den nächsten Wochen bestätigen. Für den Sommerflugplan könnten schnell Engpässe in der eigenen Flotte auftreten, weshalb die Airline um Unterstützung gebeten hat. Helvetic Airways könnte diese Rolle mit ihrer Flotte bestehend aus Flugzeugen des Typs Embraer 190 perfekt ausfüllen. Beide Airlines bestätigten bereits, dass sie Gespräche miteinander führen würden.

Die Flotte von Helvetic Airways umfasst 14 Flugzeuge, die momentan alle am Boden sind. Ab Juni sollen sogar die vier neuen Jets der neuen Embraer-190-Generation zur Flotte hinzustossen. Sie könnten Routen mit geringerer Nachfrage perfekt übernehmen, während Eurowings die höher frequentierten Strecken mit ihren Flugzeugen der Airbus-A320-Familie weiter durchführt. Konkret geht es bei der Planung um die Stationierung der Embraer-Jets an den Eurowings-Drehkreuzen Düsseldorf und Stuttgart. Im Juli sollen sie bereits dort eintreffen und den Dienst antreten.

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Schon in der Vergangenheit war Eurowings immer wieder auf Wet-Lease-Partner angewiesen. Zuletzt führte die Charterfluggesellschaft German Airways mit ihrer Marke WDL Aviation Flüge für die Airline in Deutschland durch.

Helvetic am Boden

Wegen des starken Rückgangs der Passagierzahlen und der sinkenden Nachfrage nach Wet-Lease-Leistungen durch die COVID-19-Pandemie musste Helvetic Airways Anpassungen im Betrieb vornehmen und diesen zwischenzeitlich komplett einstellen. Neben dem Flag-Carrier Swiss, hat die Krise auch Helvetic Airways, die den gesamten Flugbetrieb einstellen und alle Flugzeuge grounden musste, schwer getroffen. Schliesslich betrifft die drastische Reduzierung der Swiss auch Helvetic Airways, da Swiss der grösste Kunde des Wet-Lease-Spezialisten ist. Mit der jahrelangen Zusammenarbeit zwischen Helvetic Airways und der Lufthansa Group wurde auch die Basis für die aktuellen Gespräche geschaffen.

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Neben Swiss waren auch andere Unternehmen der Branche in der Schweiz von der Pandemie betroffen – so auch flyBAIR, ein weiterer Wet-Lease-Kunde von Helvetic Airways. Das Schweizer Start-up flyBAIR agiert bei ihren Flügen lediglich als virtuelle Fluggesellschaft. Das bedeutet, dass eine Fluggesellschaft die typischen Aufgaben auslagert und auch keine AOC besitzt. Die Flüge werden zwar selbst vermarktet und unter eigenem Markenauftritt durchgeführt, die Maschinen samt Besatzungen werden jedoch von anderen Fluggesellschaften gemietet. Für flyBAIR hat im vergangenen Jahr die Schweizer Fluggesellschaft Helvetic die Flüge mit Flugzeugen des Typs Embraer 190 durchgeführt. Für dieses Jahr hat sich auch flyBAIR entschieden, den Flugbetrieb einzustellen und keine Flüge anzubieten. Somit ist auch diese Option für Helvetic Airways entfallen.

Fazit zu den Plänen beider Airlines

Eurowings rechnet mit einem enormen Anstieg der Buchungszahlen im Sommer und benötigt dafür über die eigene Flotte hinaus noch weitere Flugzeuge. Idealer Partner könnte Helvetic Airways sein. Die Airline und Wet-Lease-Spezialistin aus der Schweiz ist hart von der Krise getroffen worden und musste zwischenzeitlich alle Flugzeuge grounden. Schon ab Juli könnte sie ihre Flotte von Embraer-Jets nach Düsseldorf und Stuttgart schicken, um im Flugplan von Eurowings auszuhelfen. Die Gespräche dazu dauern aktuell noch an.

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