Dass beim Bonvoy Programm der Hotelkette Marriott Änderungen anstehen, steht bereits seit längerer Zeit fest. Nun hat die Hotelkette bekanntgemacht, wann diese Änderungen in Kraft treten werden. Ab dem 14. September 2019 arbeitet Marriott bei der Buchung von Prämiennächten mit Peak und Off-Peak Preisen.

Das Bonvoy Programm von Marriott gehörte bislang zu einem der attraktivsten Hotelprogramme am Markt. Das lag nicht zuletzt an einer festen Award Chart, aus der sich ziemlich leicht ablesen liess, welches Hotel wie viele Punkte für eine Übernachtung verlangt. Saisonale Schwankungen gab es dabei bislang nicht. Die Punktewerte waren für jeden Tag identisch.

Peak und Off-Peak Daten ab Mitte September

Dass diese Zeiten bald vorbei sind, wissen wir bereits seit längerem. Geplant ist die Einführung von Peak und Off-Peak Daten. Damit werden Hotels künftig je nach Nachfrage mehr oder weniger Punkte für eine Übernachtung fordern. Nun wissen wir auch endlich, wann diese Änderungen in Kraft treten. Auf Youtube hat Marriott Bonvoy bekanntgegeben, dass die Peak und Off-Peak Daten zum 14. September 2019 eingeführt werden.

Ab dem 14. September wird es dann insgesamt drei Punktestufen geben. Neben der Standardrate, die bislang immer gleich war, wird es zusätzlich Off-Peak Daten geben, an denen das jeweilige Hotel weniger Punkte für eine Übernachtung fordert als von der Standardrate vorgesehen. Im Umkehrschluss wird es aber auch Peak-Raten geben. Besteht zu einem Zeitpunkt also eine hohe Nachfrage, fallen teils deutlich mehr Punkte für eine Übernachtung an als es bislang bei der Standardrate der Fall ist.

Neue Einlösewerte im Überblick

Die Einteilung der Daten wird dabei automatisiert stattfinden. Nach welchen Regeln die Einordnung passiert, ist nicht bekannt. Es kann aber selbst zwischen den Monaten zu teils starken Schwankungen zwischen Off-Peak, Standard und Peak kommen. Wie viele Punkte Ihr je nach Hotelkategorie mindestens und maximal zahlen müsst, könnt Ihr schon jetzt der neuen Award Chart entnehmen:

Marriott Award Chart

Bestehen bleibt auch das Cash & Points System von Marriott Bonvoy. Habt Ihr nicht genügend Punkte für eine reine Award-Buchung, habt Ihr hierdurch die Möglichkeit, Punkte und reguläre Bezahlung zu mischen. Auch in diesem System wird es künftig drei Raten geben. Neben der Standardrate werden auch hier die Off-Peak und Peak Raten eingeführt. Der Anteil der regulären Zahlung ist dabei in allen Raten gleich. Je nach Rate ändert sich aber die Menge der erforderlichen Punkte, wie Ihr aus der Tabelle entnehmen könnt:

Marriott Chart Cash and Points

Eine wichtige Änderung ergibt sich bei der Points Advance Funktion von Marriott Bonvoy. Mit Hilfe dieser Option lassen sich Zimmer in einem Hotel vormerken. Habt Ihr also Angst, das Hotel könnte zeitnah ausgebucht sein, habt Ihr aber noch nicht genügend Punkte für eine Award Nacht in dem Hotel, könnt Ihr mit Hilfe von Points Advance ein Zimmer reservieren. Sammelt Ihr in der Zwischenzeit genügend Punkte, könnt Ihr das Zimmer fix buchen.

Bislang war dies eine recht dankbare Option. Allerdings konnte man bislang auch mit festen Punktewerten rechnen. In Zukunft wird das anders sein. Entscheidet Ihr Euch für die Points Advance Funktion, ist die Rate, die derzeit angeboten wird, nicht garantiert. Es kann also sein, dass Euer Wunschdatum von einem Off-Peak zu einem Peak Datum wechselt. Dann sind mitunter deutlich mehr Punkte erforderlich, um die Übernachtung mit Punkten zu buchen. Nur durch die Points Advance Funktion habt Ihr also keine Garantie, dass sich die Zahl der erforderlichen Punkte nicht mehr ändert.

Fazit zu den Änderungen beim Marriott Bonvoy Programm

Wir wussten, dass die Änderungen bei Prämienbuchungen kommen und nun ist es schon bald so weit. Ab dem 14. September 2019 ordnet Marriott Bonvoy die Hotelraten in Standard, Peak und Off-Peak Daten ein. Leider lässt sich nicht wirklich voraussagen, welche Daten in welchem Hotel besonders teuer sein werden, denn auch kurzfristige Änderungen der Raten sind möglich und wahrscheinlich. Eine besondere Abwertung erlebt die Points Advance Option, denn in Zukunft garantiert auch diese keine Sicherheit mehr vor Ratenschwankungen.

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Autor

Nachdem Alex in den ersten 5 Jahren seines Lebens mehr Zeit in Airbussen als in normalen Bussen verbracht hat, war das Hobby schon früh festgelegt: Fliegen. Egal ob in einer Turboprop oder einem A380, egal ob Holzklasse oder Premium: Der Weg ist das Ziel. Und wer kann schon behaupten in 12 Tagen New York, Singapur, Tokyo, Lissabon und Oslo mit Flügen in der Business Class verbunden zu haben?

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