Die französische Airline Aigle Azur ist eine der Stamm-Airlines am Flughafen Basel und verbindet diverse Flughäfen mit Algerien. Jetzt hat die Airline formell Insolvenz angemeldet. Der Flugbetrieb geht aber weiter.

Vier Ziele aus Basel, 11 Flugzeuge und 18 Monate um die Airline zu retten

Ab Basel gibt es vier Ziele in Algerien, die Aigle Azur teils saisonal anfliegt. Die Strecken werden laut Flughafenmitarbeitern gerne von Franzosen genutzt, aber auch viele Schweizer seien unter den Gästen die Ferien in Nordafrika machen wollen.

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Neben den Mittelstreckenverbindungen ab diversen französischen Flughäfen bietet die Airline auch Verbindungen nach Südamerika ab Paris an. Die zweitgrösste Airline Frankreichs, nach Air France, hat am Montag bekanntgegeben, dass die Insolvenz vorliegt. In Frankreich fordert die Finanzlage aber kein direktes Grounding, sondern hat 18 Monate Zeit sich zu sanieren oder Investoren gefunden haben.

Nach 73 Jahren Unternehmensgeschichte hat die Airline eine Flottengrösse von 11 Flugzeugen und rund 1’150 Mitarbeiter an den verschiedenen Flughäfen und Verwaltungsstellen vorzuweisen. Obwohl rund 1.88 Millionen Passagiere in 2018 transportiert wurden und der Umsatz beachtliche 325 Millionen Franken betragen hat, sind die Abschlüsse seit 2012 eher düster und die Airline macht grosse Verluste. Wie es mit der blauen Airline nun weiter geht ist unklar: ein Gross-Aktionär hat sich vergangene Woche selbst zum Präsidenten der Fluggesellschaft ernannt, wurde aber unterdessen wieder dieses Amtes enthoben. Der Posten sei aktuell aber sowieso irrelevant, da ein amtlich bestellter Notar alle Entscheidungen treffen müsse und dieser Transfer der Verantwortung schon erfolgt sei, so die Airline.

Fazit zur Insolvenz von Aigle Azur

Die Insolvenz der Airline mit dem blauen Heck könnte interessante Auswirkungen auf den Flugverkehr in Europa und vor allem aus Frankreich heraus haben. Wie es mit der Flotte nach den 11 Monaten weiter gehen könnte ist unklar, genau so wie die Frage wie Investoren oder andere Geldgeber gefunden werden könnten. Solang das Grounding aber nicht ansteht scheinen genug Mittel da zu sein, einen Flug in mehr als 12 Monaten würden wir aber aktuell nicht buchen.

Autor

Nachdem Alex in den ersten 5 Jahren seines Lebens mehr Zeit in Airbussen als in normalen Bussen verbracht hat, war das Hobby schon früh festgelegt: Fliegen. Egal ob in einer Turboprop oder einem A380, egal ob Holzklasse oder Premium: Der Weg ist das Ziel. Und wer kann schon behaupten in 12 Tagen New York, Singapur, Tokyo, Lissabon und Oslo mit Flügen in der Business Class verbunden zu haben?

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