Lufthansa hat vorgelegt – nun ziehen mit Air France und KLM die ersten Airlines nach und legen hohe Erstattungsgebühren für Flex-Tarife fest.
Wie LoyaltyLobby berichtet, erhebt die Air France-KLM Group künftig enorme Erstattungsgebühren für alle Flex-Tarife. Damit schlägt die Gruppe einen ähnlichen Weg ein, wie die Lufthansa Group, die bereits Anfang April ihre Erstattungsgebühren auf Flex-Tarife erhöht hatte. Vor allem Business Class Flex Passagiere sind bei Stornierungen von hohen Kosten betroffen.
Das Wichtigste in Kürze
- Air France und KLM haben Erstattungsgebühren für Flex-Tarife eingeführt
- Betroffen sind vornehmlich Strecken von Europa nach Asien und von Europa nach Tansania, Kenia und Südafrika
- Die Neuerungen gelten für Tickets, die seit dem 21. April 2026 ausgestellt wurden
- Die Erstattungsgebühren gelten bei Stornierungen vor dem ersten Flug
Flex-Tarife bei Air France-KLM verlieren viel Flexibilität
Die Air France-KLM Group hat Anpassungen an den Rückerstattungsbedingungen ihrer Flex-Tarife vorgenommen. Künftig werden für Stornierungen vor dem ersten Flug hohe Erstattungsgebühren fällig. Damit orientieren sich die französische und niederländische Airline an den Gebührenerhebungen der Lufthansa Group. Kunden der Flex-Tarife büssen dadurch ein hohes Mass der eigentlich gewünschten Flexibilität ein.
Die Einführung der Gebühren betrifft sowohl die Flex-Tarife für die Economy Class als auch für die Business Class. Wie hoch die Erstattungsgebühr ausfällt, hängt vom jeweiligen Tarif ab:
- Economy Flex: 276 Franken
- Premium/Premium Comfort Flex: 368 Franken
- Business Flex: 460 Franken
Besonders Passagiere mit einem Business Flex Tarif werden von den Neuerungen also hart getroffen. Wer beispielsweise mit KLM einen Flug von Genf nach Nairobi mit dem Business Flex Tarif bucht und diesen vor Antritt des ersten Fluges stornieren muss, verliert 460 Franken des ursprünglich gezahlten Preises. Das ist weniger im Vergleich zu den Erhöhungen der Lufthansa Group, bedeutet aber trotzdem hohe finanzielle Einbussen im Fall der Fälle. Je nach Ticketpreis kann dies eine Einbehaltung von beispielsweise mehr als 20 Prozent des Preises bedeuten.

Entsprechende Änderungen sind auch bereits bei Buchungen mit Air France zu finden:

Die neuen Gebühren sind bereits seit einigen Tagen aktiv. Sie werden für alle Tickets, die ab dem 21. April 2026 gebucht worden sind, erhoben. Zudem gilt eine Nachfrist bis zum 5. Mai 2026 für Buchungen, die zwar vor dem 21. April 2026 getätigt wurden, für die aber noch keine Tickets ausgestellt wurden. Eine Mitteilung erfolgte durch die Air France-KLM Group erst am 23. April 2026 an ausgewählte Partner, eine offizielle Meldung blieb bislang vollständig aus.
Neue Gebühren betreffen vor allem Strecken von Europa nach Asien
Die Air France-KLM Group hat die neuen Erstattungsgebühren für ausgewählte Strecken festgelegt. Wer allerdings von Europa nach Asien reisen will, ist ziemlich sicher von den Änderungen betroffen. Konkret geht es um Flüge von und nach folgenden Zielen:
- Asien
- Tansania
- Kenia
- Südafrika
Als Begründung beruft sich die Air France-KLM Group auf aktuell geltende Marktbedingungen.
This measure has been introduced in response to specific market conditions, while preserving the core flexibility benefits of the Flex fare. Air France and KLM will continue to monitor the situation closely and review these conditions in line with market developments. Air France and KLM remain committed to offering customers transparent fare conditions and a range of travel options tailored to different needs.
Presseabteilung von Air France-KLM via LoyaltyLobby






