Am 15. Januar ist eine ATR 72 von Yeti Airlines in Pokhara verunglückt. Mittlerweile konnten bereits die Blackbox geborgen werden. Rettungsteams vor Ort suchen derweil noch nach den letzten Passagieren, Ermittler nach der Absturzursache. Der Flughafen gibt Raum für Spekulationen.

In Nepal kam es zum tragischsten Flugzeugunglück seit über 30 Jahren. Das Flugzeug von Yeti Airlines war mit wohl 72 Personen an Bord kurz vor der Landung verunglückt. Eine Absturzursache ist noch nicht bekannt. Laut Insidern könnte aber der gerade neu eröffnete Flughafen in Pokhara Hinweise dazu geben, wie aerotelegraph berichten. Überlebende konnten nicht geborgen werden. Dafür fanden Ermittler bereits die Blackbox, wie unter anderem Avherald zu entnehmen ist.

Insider heizen Spekulationen an

Yeti Airlines-Flug YT691 von Kathmandu nach Pokhara war am Sonntag, dem 15. Januar 2023, kurz vor der Landung verunglückt. Insgesamt sollen sich 68 Passagiere sowie vier Crewmitglieder an Bord befunden haben. Überlebende gab es bei dem Unglück bislang nicht. Die Behörden vor Ort haben bereits die Ermittlungen aufgenommen und konnten dabei auch schon die Blackbox bergen. Beim verunglückten Flugzeug hat es sich um eine ATR 72-200 gehandelt, die zuvor für mehrere Airlines im Einsatz war. Da es sich bei dem Flugzeug um ein französisches Fabrikat gehandelt hat, nimmt auch die französische Flugunfallbehörde BEA Ermittlungen auf.

Der Flughafen wurde in aller Eile eingeweiht und in Betrieb genommen, ohne dass ausreichende Vorbereitungen getroffen wurden, um den Projekttermin am 1. Januar einzuhalten.

Pensionierter Chef der Luftfahrtbehörde gegenüber der Kathmandu Times

Aufschluss dürfte die Blackbox hoffentlich auf den Unfallgrund geben, der bislang noch nicht bekannt ist. Erste mögliche Hinweise gibt es aber bereits von Insidern. Die Crew befand sich dabei im Endanflug auf den internationalen Flughafen von Pokhara, welcher erst zu Jahresbeginn öffnete. Der alte Flughafen befindet sich in unmittelbarer Nähe zum neuen Flughafen. Wie ein pensionierter Chef der Luftfahrtbehörde gegenüber der Kathmandu Times mitteilt, könnte die nepalesische Zivilluftfahrtbehörde Civil Aviation Authority of Nepal (CAAN) den neuen Flughafen zu früh eröffnet haben. Darüber hinaus kritisiert er auch das Anflugverfahren auf den neuen Flughafen.

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Diese sollen aktuell noch gänzlich in den Luftfahrthandbüchern fehlen. Flugvermessungen erlauben zudem keinen Anflug von Westen nach Instrumentenflugregeln (IFR). Das bestätigt auch ein Pilot von Buddha Air. Möchte man den neuen Flughafen von Pokhara von Westen aus anfliegen, so darf der Anflug nur nach Sichtflugregeln (VFR) erfolgen. Die Crew von Flug YT691 scheinen den Flughafen von Westen aus angeflogen zu sein, das Flugzeug ist nahe dem alten Airport verunglückt und kurz vor dem Aufprall nach links gekippt. Insider kritisieren darüber hinaus einen Interessenkonflikt bei der CAAN. Demnach sei die Behörde sowohl für die Sicherheit als auch für die wirtschaftlichen Interessen der Zivilluftfahrt in Nepal zuständig.

Fazit zu den Vorwürfen

Insider lenken Spekulationen zu einer möglichen Absturzursache auf den gerade neu eröffneten Flughafen in Pokhara. Um den Eröffnungstermin einzuhalten, soll die nepalesische Zivilluftfahrtbehörde den Flughafen ohne nötige Abnahmen und Sicherheitsvorkehrungen eröffnet haben. Bereits gestern konnten Ermittler die Blackbox bergen. Bleibt zu hoffen, dass diese mehr Aufschluss über die tatsächliche Absturzursache gibt.

Autor

Seit Alex zum ersten Mal im Alter von 3 Jahren geflogen ist, wollte er das Flugzeug eigentlich nicht mehr verlassen. Bis heute riss seine Faszination fürs Fliegen nicht ab, weshalb er sich entschlossen hat, Euch an seinen Erfahrungen und Tipps teilhaben zu lassen.

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