Als Inhaber eines Priority Pass ist es Euch in Zukunft leider nicht mehr möglich, die NO1 Lounges zu nutzen, wie das Programm diesen Mittwoch bekannt gab.

Mit dem Priority Pass habt Ihr die Möglichkeit an Flughäfen in über 1’000 Lounges weltweit zu gehen. Dieser ist etwa auch Teil der American Express Platinum Kreditkarte. Die NO1 Lounges sind hauptsächlich an den Flughäfen in Grossbritannien und Australien zu finden und kosten in der Regel zwischen 30 und 50 Franken Eintritt. Doch leider wurden die durchaus beliebten Lounges nun aus dem Priority Pass Programm gestrichen, wie verschiedene Plattformen berichteten.

Nutzung der NO1 Lounges künftig nur noch gegen Entgelt

Viele Flughafenlounges mussten aufgrund der Coronakrise schliessen und noch immer sind nicht alle wiedereröffnet. Auch an den grossen Deutschen Flughäfen Frankfurt und München sind noch nicht alle Lounges offen. Wer bei den verschiedenen Airlines nicht in Besitz eines gewissen Vielfliegerstatus ist, kann in der Regel nur mit einem Ticket einer entsprechenden Buchungsklasse in die Airline-Lounges. Mit dem Priority Pass werden Euch über 1’000 verschiedene Vertrags-Lounges angeboten, die Ihr dann unabhängig Eures Tickets oder Airline-Status nutzen könnt.

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Die No1 Lounges erfreuen sich durchaus grosser Beliebtheit in Angebot und Stil und sind überwiegend an den acht wichtigsten Flughäfen in Grossbritannien zu finden. Beispielsweise am Flughafen London Gatwick (LGW), London Heathrow (LHR ), London Luton (LTN), London Stansted (STN), Birmingham (BHX), Edinburgh (EDI), Manchester (MAN) und East Midlands (EMA). Ausserdem gibt es drei weitere in Australien. Leider ist die Nutzung seit diesem Mittwoch nur noch gegen eine Gebühr möglich – auch als Inhaber eines Priority Pass, denn die Lounges sind ab sofort nicht mehr Teil des Programmes. In der Regel kostet ein Zugang zwischen 30 und 50 Franken und befindet sich so im mittleren Preisrahmen. Zum Vergleich: Ein Loungesticket für die Lufthansa Lounges in München oder Frankfurt kostet 42 Franken.

Priority Pass über verschiedene Wege erhältlich

Der Kauf einer Mitgliedschaft direkt über die Priority Pass Webseite ist durchaus mit höheren Kosten verbunden, lohnt sich aber für Vielflieger, die sich nicht auf spezielle Airlines festlegen möchten. Es gibt aber durchaus verschiedene Wege, um den Priority Pass günstig zu erhalten, die wir Euch in unserem ausführlichen Guide aufzeigen. Am günstigsten erhaltet Ihr die beliebte Mitgliedschaft durch Kreditkarten, doch auch mit einigen Tricks lässt sich einiges sparen.

Priority Pass ist nicht gleich Priority Pass, denn insgesamt werden bei dem Programm drei Mitgliedschaften auf der Webseite angeboten, die sich nochmal unterscheiden. Die Mitgliedschaften werden immer für ein Jahr abgeschlossen und kommen aktuell mit den folgenden Kosten und Vorteilen daher:

  • Standard Mitgliedschaft: 89 Euro – jeder Besuch in einer Lounge kostet 24 Euro.
  • Standard Plus Mitgliedschaft: 259 Euro – 10 Eintritte pro Jahr gratis
  • Prestige Mitgliedschaft: 399 Euro – unbegrenzte Aufenthalte innerhalb eines Jahres.

Dabei gilt der Zugang entsprechend der jeweiligen Regeln immer für den Inhaber der Mitgliedschaft. Eine Ausnahme stellen hierbei die zehn kostenfreien Zugänge der Standard Plus Mitgliedschaft dar. Offiziell können diese zwar nur für einzelne Besuche des Inhabers genutzt werden, in der Praxis ist die Nutzung von zwei Zugängen für den Inhaber und einen Gast aber problemlos möglich. Generell können Gäste ebenfalls Zugang zur Lounge erhalten, kosten aber bei jeder Mitgliedschaft 25 Franken.

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Falls Ihr wissen wollt, welche der Priority Pass Lounges weltweit wieder für Euch geöffnet haben, dann findet Ihr im folgenden Artikel eine ausführliche Übersicht.

Fazit zum Ausschluss der NO1 Lounges aus dem Priority Pass

So richtig wird leider nicht deutlich, warum die NO1 Lounges seit Mittwoch nicht mehr Teil des Programmes sind. In der Mitteilung hiess es nur “Priority Pass has chosen to remove No1 Lounge”. Der Ausschluss soll bereits vor einem Monat festgestanden haben, tritt aber erst jetzt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Obwohl im vergangenen Jahr mit der British Airways Lounge in Amsterdam oder der Neueröffnung einer Lounge am Flughafen in Istanbul einige neue Lounges hinzugekommen sind, ist der Wegfall einer grösseren Kette keine schöne Nachricht!

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Autorin

Seit Julia mit 4 Jahren ihren ersten Langstreckenflug erlebt hat, sind weite Reisen und exotische Orte aus ihrer Urlaubsplanung nicht mehr wegzudenken. Am liebsten entspannt sie irgendwo am Strand in der Sonne oder genießt beim Windsurfen die Grenzenlosigkeit des Meeres. Nebenbei studiert sie in Berlin Tourismusmanagement. Bei Reisetopia möchte sie ihre Erlebnisse gerne mit Euch teilen!

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