Nachdem das Swissôtel in Zürich Oerlikon im Krisenjahr seinen Betrieb einstellen musste, wurde es ruhig um das prominente und auffällige Gebäude. Nun wurden die ersten Pläne veröffentlicht, wie das Haus fortan genutzt werden kann.

Das Jahr 2020 hat tiefe Spuren am Schweizer Hotelleriehimmel hinterlassen. Insbesondere die Situation der Stadthotels ist dabei kritisch und so mussten einige das Aus verkünden. So auch das Swissôtel in Zürich Oerlikon. Doch was passiert eigentlich mit so einem grossen Gebäude, wenn es nicht mehr für die Hotellerie genutzt wird? Die Grossbank Credit Suisse, die die Besitzerin des Gebäudes ist, hat nun erste Zukunftspläne veröffentlicht, so Travelnews.ch. Schon bald könnte das Haus mit Wohnungen, Pop-up Restaurants und kleinerem Hotelbetrieb zu neuem Leben erweckt werden.

Unten Hotelbetrieb – oben Wohnen

Wenn ein Hotel in einem so auffälligeb Gebäude wie das Swissôtel in Zürich Oerlikon seinen Betrieb einstellt, stellt sich natürlich die Frage nach der Zukunft des Hauses. Mitte Dezember hat die Besitzerin – die Grossbank Credit Suisse – eine Baueingabe bei der Stadt Zürich eingereicht und ihre Pläne offenbart. Das Hochhaus soll bald multifunktional genutzt werden. Im Erdgeschoss soll ein Pop-up Restaurant Einzug erhalten. Hierfür gibt es bereits einen Interessenten, wer das allerdings ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht öffentlich. Der Rest des Gebäudesockels wird wie bisher mit Konferenzräumen und weiteren Verkaufsläden belegt sein. Die darüberliegenden Etagen 1-12 sollen für den Hotelbetrieb – allerdings in deutlich kleinerem Rahmen – genutzt werden. Ob die Hotelkette Accor, der die Marke Swissôtel gehört, diesen weiterhin übernehmen wird, ist ebenfalls offen.

Swissotel Zürich

Besonders viel Veränderung wird es in den Etagen 13 bis 28 geben, denn hier sollen über 100 neue 1,5 bis 2,5-Zimmerwohnungen entstehen. Der Baustart wird voraussichtlich erst im nächsten Jahr erfolgen. In den aller obersten Etagen wird es dann noch sechs exklusive 4,5 Zimmer-Appartements geben. Mit welchen Preisen man für die Miete rechnen kann, ist allerdings auch noch nicht bekannt.

Alte Fassade bleibt bestehen

Neben den Hotel- und Wohneinheiten ist ein weiteres Highlight geplant, das auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich sein soll: Ein grosser Stadtbalkon im dritten Stockwerk. Hier entsteht also schon bald ein Raum für Begegnungen und kleinere Anlässe.

Auch wenn insgesamt sehr viel geplant ist, wird die Fassade des 1972 erbauten Hochhauses nicht in ihrem Aussehen verändert. Die Besitzerin verspricht, alles nach denkmalpflegerischen Anforderungen zu renovieren.

Fazit zur Zukunft des Swissôtel in Zürich Oerlikon

Wenige Monate nach dem Aus des Hotels werden nun die Zukunftspläne öffentlich. Ganz ohne Hotelbetrieb wird es das markante Hochhaus auch in Zukunft nicht geben, allerdings wird Wohnraum eine deutlich grössere Rolle spielen. Bis die Pläne vollständig umgesetzt sind, könnten allerdings noch gut drei Jahre vergehen. Vielleicht ist diese lange Zeit aber auch sinnvoll, sodass sich bis dahin zumindest die Stadthotellerie wieder erholt haben kann. Ob Hotel- und Wohnraum dann schlussendlich gut harmonieren, wird die Zukunft zeigen.

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Autor

Wenn Anna unterwegs ist, ist sie in ihrem Element. Selten ist sie mehr als ein paar Tage am selben Ort. Der nächste Kurztrip oder eine Fernreise stehen immer schon in ihrem Kalender. Nach ihrem Tourismus-Studium konnte sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen und teilt auf reisetopia.ch ihre Erfahrungen, Tipps und News aus der Reisewelt mit euch.

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