Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) rechnet damit, dass die Schweizer Tourismusbranche bereits diesen Sommer mit einem Aufschwung rechnen kann.

Die Corona-Pandemie hinterliess vor allem im Tourismussektor tiefe Spuren: Alleine in den europäischen Nachbarländern gingen die Zahlen der Übernachtungen in touristischen Unterkünften im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um weitaus mehr als die Hälfte zurück. Dank den staatlichen Unterstützungsmassnahmen ist die Struktur der Schweizer Tourismusbranche während der Corona-Pandemie allerdings weitgehend intakt geblieben. Und bereits diesen Sommer soll es für den Schweizer Tourismus wieder bergauf gehen: Zumindest Inlandstouristen und Reisende aus dem europäischen Ausland sollen schon bald zurückkehren. Bei Fern-​ und Geschäftsreisenden sind die Aussichten auf eine Normalisierung hingegen eher mässig, laut Prognosen der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich.

Der Weg zur Normalität scheint nicht mehr weit

Für den Tourismussektor geht es in diesem Jahr um alles. Denn 2020 war für die Tourismusbranche zweifelsohne eine Herausforderung: Im letzten Jahr etwa waren die Logiernächte in der Schweiz auf einem Rekordtief mit Zahlen, die es so zuletzt vor 70 Jahren gab. Auch die Swiss stürzte die Krise in tiefrote Zahlen, die zum drastischen Stellen- und Flottenabbau bei der Schweizer Premium-Airline führte. Der beinahe Stillstand aus der so gut wie ausgefallenen Corona-Saison 2020 soll sich in diesem Jahr auf keinen Fall wiederholen. Doch der Weg zurück zur Normalität scheint nicht mehr weit. Denn durch die raschen und umfangreichen staatlichen Hilfen zur Abfederung der Auswirkungen der Pandemie scheint die Struktur der Wirtschaft sowie der Tourismusbranche in der Schweiz weitgehend intakt geblieben zu sein.

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Dies dürfte ein nicht zu unterschätzender Vorteil sein, wenn die Nachfrage wieder anziehe, wie die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) in einer am Dienstag veröffentlichten Prognose schreibt. Somit dürfte sich der Schweizer Tourismussektor schon 2021 von seinem pandemiebedingten Tief erholen.

Einbruch bei ausländischen Touristen

Mit der Anfang des Jahres gestarteten Impfkampagne sei eine allmähliche Verbesserung der Lage im Tourismussektor zu erwarten, heisst es weiter. Inlandstouristen und Reisende aus dem nahen Ausland dürften schon im Sommer zu einer Belebung des Geschäfts führen. Insgesamt geht die Konjunkturforschungsstelle davon aus, dass die Anzahl der Logiernächte bei den Schweizer Touristen in der Sommersaison 2021 leicht über dem Vorkrisenniveau liegen wird, während die Anzahl der Logiernächte bei den europäischen Nachbarn erst 2022 wieder ihr Vorkrisenniveau erreichen wird.

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Noch länger gedämpft bleiben dürfte allerdings die Nachfrage aus den Fernmärkten. Die Anzahl der Logiernächte von Fernreisenden soll in der Sommersaison schätzungsweise gerade mal bei knapp 10 Prozent des Vorkrisenniveaus liegen, bevor sie sich in den kommenden Jahren allmählich wieder ihrem alten Niveau annähern soll. Bis einschliesslich 2023 soll die Anzahl der Logiernächte von Fernreisenden gemäss Prognose unter ihrem alten Niveau bleiben. Zudem wird davon ausgegangen, dass ein Teil des Geschäftstourismus im Zuge der beschleunigten Digitalisierung permanent ausfallen wird.

Vorkrisenniveau noch weit entfernt

Wegen des Einbruchs im vergangenen Winter soll das Gesamtjahr 2021 sogar nochmals schlechter ausfallen als das Coronajahr 2020. Die Zahl der Übernachtungen soll sogar um 5 Prozent auf 25 Millionen zurückgehen, wie die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich schätzt. Erst im nächsten Jahr soll dann ein steiles Wachstum einsetzen. Für die kommende Wintersaison rechnet die KOF mit einem Plus von fast zwei Dritteln. Das Niveau von vor der Krise von 39,4 Millionen Logiernächten werde aber auch im Gesamtjahr 2023 noch nicht erreicht werden.

Fazit zur Erholung der Tourismusbranche bis zum Sommer

Für den internationalen wie auch den Schweizer Tourismus waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie desaströs. Doch während nationale Impfstrategien und sinkende Infektionszahlen in den letzten Wochen für erste Lockerungen sorgten, wächst langsam der Optimismus – und auch die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich rechnet mit einer Erholung des Schweizer Tourismus bereits für diesen Sommer. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Prognose in den nächsten Monaten bewahrheitet und wir schon bald wieder zur Normalität zurückkehren können.

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Ins Ungewisse aufbrechen, Neues entdecken, mehr über sich selbst und andere erfahren und unvergessliche Eindrücke sammeln – für Miriam gibt es nichts Spannenderes als neue Länder, Kulturen und Menschen kennenzulernen. Diese Leidenschaft möchte sie auf reisetopia.ch mit euch teilen und versorgt euch täglich mit Wissenswertem aus der Welt des Reisens.

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