Die Krisensituation rund um die Covid-19-Pandemie zeigt auch weiterhin ihre drastischen Auswirkungen auf die stark eingeschränkte internationale Luftfahrt. Die Swiss gab nun offiziell bekannt, die Löhne ihrer Angestellten künftig nicht weiter aufstocken zu können. 

Die Lufthansa-Tochter Swiss sieht sich im Rahmen der Auswirkungen von Covid-19 nun offenbar dazu gezwungen, die firmeninternen Sparmassnahmen drastisch zu verschärfen. Als Konsequenz soll für die ohnehin bereits in Kurzarbeit angestellten Mitarbeiter künftig nicht mehr das gleiche Lohnniveau beibehalten werden, wie das deutsche Reiseportal aero.de berichtet.

Mitarbeiter erhalten nur noch 80 Prozent des Lohnes

Für Mitarbeiter der nationalen Fluggesellschaft Swiss könnte sich die finanzielle Situation aufgrund der globalen Pandemie-Situation nun weiter verschlechtern. Die dringend notwendigen Sparmassnahmen, die bereits seit einigen Wochen die Firmen-Agenda bestimmen und grosse Teile der Belegschaft in die Kurzarbeit zwingen, sollen nun um einen weiteren Faktor verschärft werden. Für die Mitarbeiter der Lufthansa-Tochter bedeutet dies konkret, dass sie künftig nur mehr eine finanzielle “Kurzarbeitsentschädigung” beziehen können, welche ca. 80 Prozent des regulären Lohnsatzes entspricht. Von dieser Regelung ausgenommen seien lediglich Gehälter, die sich unter dem Mindestsatz von 4’000 Franken befinden.

Swiss A 340

Wie der oben erwähnte Bericht bestätigt, wird Swiss die Löhne ihrer Angestellten in Kurzarbeit bereits ab Juli nicht mehr aufstocken können, wie dies noch in den vergangenen Wochen der Fall war. Diese Information sei offenbar von einer Pressesprecherin der Swiss bestätigt worden, wie der Bericht mit Bezug auf eine entsprechende Meldung der “Handelszeitung” preisgibt. Demnach seien die Verhandlungen mit den zuständigen Gewerkschaften allerdings noch nicht vollständig abgeschlossen. Zuvor hatte die Swiss bereits Anfang des laufenden Monats angekündigt, die betrieblichen Kosten um ca. 20 Prozent senken zu wollen, Entlassungen allerdings mit aller Kraft zu vermeiden.

Fazit zu den Sparmassnahmen bei der Swiss

Wie so viele andere Fluggesellschaften und Tourismus-Unternehmen kämpfen aktuell auch die Lufthansa-Töchter international um das eigene Überleben in Krisenzeiten. Die ohnehin bereits in Kurzarbeit beschäftigen Mitarbeiter nun auch noch einer Lohnkürzung zu unterziehen, scheint ein weiterer Versuch zu sein, das Bestehen des Unternehmens auch finanziell weiterhin zu gewährleisten, ohne eine Grossteil der Belegschaft fristlos entlassen zu müssen. Die kommenden Wochen werden allerdings zeigen, wie hoch diese zusätzliche finanzielle Belastung nun für die jeweiligen Mitarbeiter ausfallen wird.

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Autorin

Lilli ist am liebsten in den Wolken - und das nicht nur mit ihrem Kopf. Schon als Kind tourte sie mit einer Tanzgruppe durch Europa, heute ist Fernweh ihr ständiger Begleiter. Wenn sie sich nicht gerade mit ihrem Studium in Berlin beschäftigt, sitzt sie irgendwo auf der Welt hinter ihrem Laptop und berichtet für Euch über die angesagtesten Travel News rund um den Globus - direkt hier auf reisetopia.de!

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