Vor zwei Jahren hat Swiss in Genf den Flightpass getestet – jetzt kommt die Streifenkarte fürs Fliegen final in die Schweiz! Wie Ihr davon profitieren könnt und was sich genau dahinter verbirgt, haben wir für Euch zusammengefasst.

38 Ziele, 10 Flüge und zwei Pass-Optionen

Der Pass wird exklusiv ab Genf verfügbar sein und bietet dabei fast alle innereuropäischen Direktverbindungen der Swiss und auch die nordafrikanischen Ziele sind mit dabei. Nur Zürich, Barcelona, Hurghada und Marsa Alam sind nicht mit dabei.

Swiss Flightpass Destinationen Genf Screenshot Website
© Swiss

Die nächsten Ziele dabei sind Nizza und einige Destinationen am Mittelmeer. Die längsten Flüge reichen dabei nach Moskau und St. Petersburg im Nordosten, Larnaca im Südosten sowie Marrakesch im Südwesten. Abgesehen von den weiten Strecken ist bei den 38 Verbindungen sicher für fast jeden Geschmack etwas passendes dabei.

Für die Kunden gibt es zwei Pass-Optionen: den “City Pass” und den “Discover Europe Pass”. Beim City Pass muss man sich für eine Stadt entscheiden und kann dann 10 Flüge auf der Direktverbindung zwischen Genf und der ausgewählten Stadt fliegen. Der Preis ist dabei, wie bei einer Streifenkarte im ÖPNV davor zu bezahlen und dann für jeden Flug, egal in welcher Richtung gleich. Mit dem Discover Europe Pass gibt es mehr Auswahl bei den Strecken, jedoch auch kostet der Pass dann auch mehr. Bei diesem Flightpass könnt Ihr beliebige Flüge von oder nach Genf buchen und grundsätzlich jeden Flug von oder zu einer der 38 Destinationen 10 Mal nutzen.

Weniger Flexibilität = günstigerer Preis

Zu den Preisen ist bisher wenig präzises bekannt. Die Airline hat angekündigt, dass der Pass ab Oktober in den Verkauf geht und dabei nur für Reisenden mit Wohnsitz in der Schweiz oder Frankreich zu kaufen ist. Auch steht der Mindestpreis bereits fest, 899 Franken. Bei diesem Preis mögen die meisten Schnäppchenjäger erstmal schlucken, besonders da es sich um den Mindestpreis handelt. Swiss hat angekündigt, dass der Preis basierend auf der Dauer der Vorausbuchung (7, 14 oder 30 Tage mindestens zwischen Buchung und Abflug) und der Auswahl der möglichen Ziele günstiger oder teurer werden wird. Wie genau die weiteren Preise dann zueinander stehen werden, wird wohl in den nächsten Wochen bekanntgegeben.

Für alle Reisenden mit dem Swiss Flightpass soll es aber unter swiss-flightpass.ch eine einfache und hochautomatisierte Buchungsmaske geschaffen werden. Hier profitiert das Programm natürlich davon, dass alle Kundendaten bereits hinterlegt sind und auch die Zahlungsdaten nicht angegeben werden müssen.

CO2 Kompensation direkt mit dazu buchen

Im Zuge der Swiss Kampagne zur CO2 Kompensation bietet die Airline auch direkt eine Möglichkeit die CO2 Emissionen der Flüge direkt beim Kauf des Flightpass zu kompensieren. Dabei kostet das ganze 80 Franken und die Erlöse gehen zu 95 Prozent an MyClimate, die restlichen 5 Prozent gehen in den Kauf von “Bio-Kraftstoff”, welcher aus nachhaltigen Quellen stammen soll und so bis zu 80 Prozent weniger CO2 Ausstoss als konventionelles Kerosin haben soll.

Die Streifenkarte zum Fliegen – Fazit zum Swiss Flightpass

Der Deal ist sicher nicht für jeden das passende Angebot. Bei 89 Franken je Richtung lassen sich viele Flüge ab Genf auch günstiger buchen. Sobald die genauen Preise der Pakete bekannt sind werden wir eine Analyse vornehmen und beleuchten welche Pakete sich lohnen. Auch ist bisher nicht klar, wie die Einstufung dieser Flüge bei Miles&More und anderen Vielfliegerprogrammen aussehen wird, denn hier könnten sich spannende Möglichkeiten für einen Segment-Run ergeben.

Wir freuen uns aber schon über die Innovationsbereitschaft der Swiss und dieses neue Produkt, was für Pendler in einer Fernbeziehung oder für Fans von spontanen Kurzausflügen durch Europa durchaus interessant sein kann!

Wie seht Ihr das? Würdet Ihr den Swiss Flightpass kaufen? 

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Autor

Nachdem Alex in den ersten 5 Jahren seines Lebens mehr Zeit in Airbussen als in normalen Bussen verbracht hat, war das Hobby schon früh festgelegt: Fliegen. Egal ob in einer Turboprop oder einem A380, egal ob Holzklasse oder Premium: Der Weg ist das Ziel. Und wer kann schon behaupten in 12 Tagen New York, Singapur, Tokyo, Lissabon und Oslo mit Flügen in der Business Class verbunden zu haben?

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