Die FAA hat Betreiber der Boeing 737 weltweit dazu angewiesen, die Flugzeuge auf ein neu entdecktes Problem hin zu überprüfen.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat eine Anweisung an alle Betreiber von Boeing 737-Flugzeugen herausgegeben, die Kabinenhöhen-Druckschalter ihrer Flugzeuge auf mögliche Defekte zu überprüfen. Die Richtlinie gilt für alle 737-Serien, einschliesslich, aber nicht beschränkt auf die Classic, NG und MAX, wie unter anderem Reuters berichtet.

Verlust des Kabinendrucks droht

Am Donnerstag hat die Federal Aviation Administration (FAA) eine Anweisung herausgegeben, die alle Betreiber von Boeing 737-Maschinen anweist, Inspektionen durchzuführen, um mögliche Fehler der Kabinenhöhen-Druckschalter zu beheben. Nach Angaben der US-Luftfahrtbehörde gilt die Richtlinie für alle Flugzeuge der 737-Serie, einschliesslich der MAX-Jets. Diese Richtlinie könnte rund 2‘500 Boeing 737-Flugzeuge allein in den USA und mehr als 9‘300 Boeing 737 weltweit betreffen, wie es heisst. Die FAA erklärte, dass der Ausfall der beiden Schalter dazu führen könnte, dass das Kabinenhöhenwarnsystem nicht aktiviert wird, wenn die Kabinenhöhe 10‘000 Fuss überschreitet. Der Sauerstoffgehalt könnte in dieser Höhe gefährlich niedrig werden und für die Menschen an Bord gefährlich werden.

737 MAX American Airlines

„Ein latentes Versagen beider Druckschalter könnte zum Verlust der Kabinenhöhenwarnung führen, was die Erkennung eines fehlenden Kabinendrucks durch die Flugbesatzung verzögern und zu einer Handlungsunfähigkeit der Flugbesatzung aufgrund von Hypoxie und folglich zum Verlust der Kontrolle über das Flugzeug führen könnte“, wie die FAA erklärte und auf die Dringlichkeit des Problems hinwies: „Die Behebung dieser Fehler erfordert sofortiges Handeln.“ Die Richtlinie wurde Berichten zufolge erlassen, nachdem ein Betreiber im September letzten Jahres den Ausfall beider Druckschalter während eines Funktionstests am Flügel von drei verschiedenen 737-Modellen gemeldet hatte.

Ein Boeing-Sprecher teilte dazu mit, dass die Sicherheit für den US-amerikanischen Flugzeugbauer die „höchste Priorität“ habe und, dass man die Anweisung der FAA „voll und ganz“ unterstütze, sowie „das Inspektionsintervall, das wir im Juni für die Flotte ausgegeben haben, verbindlich macht.“ Die FAA wies die 737-Betreiber ausserdem an, die Druckschalter nach jeweils 2‘000 Flugstunden zu inspizieren, statt wie bisher nach 6‘000 Stunden.

Fazit zur 737-Anweisung der FAA

Die FAA hat alle Betreiber von Flugzeugen der Boeing 737-Serie angewiesen, wiederholte Inspektionen der Kabinen-Höhendruckschalter durchzuführen, die dazu beitragen, dass die Flugzeuge während des Fluges ordnungsgemäss unter Druck bleiben. Ein Versagen der Schalter könnte zum Ausfall von Piloten, Flugpersonal oder Passagieren führen. Die Anordnung gilt für gut 2‘500 in den USA registrierte Flugzeuge und wird wahrscheinlich weitere über 9‘300 Flugzeuge weltweit betreffen. Obwohl die FAA keine rechtliche Befugnis für Flugzeuge hat, die ausschliesslich ausserhalb der USA geflogen werden, gilt es als sicher, dass ausländische Aufsichtsbehörden ähnliche Anordnungen erlassen werden oder, dass ausländische 737-Betreiber solche Inspektionen durchführen werden, auch wenn sie nicht gesetzlich vorgeschrieben sind.

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Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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