Von insgesamt 240 registrierten A380 sind derzeit nur 21 Doppeldecker im Einsatz. Einzig drei Fluggesellschaften setzen aktuell noch den A380 auf Passagierflügen ein. 

Machen wir uns nichts vor – der so beliebte Airbus A380 durchlebt derzeit schwierige Zeiten. Vor über einem Jahr konnten wir quasi an jedem grösseren Flughafen der Welt mindestens einen Airbus A380 erblicken – meist von Emirates. Doch das Bild hat sich leider gewandelt. Etliche A380 stehen auf Flugzeugfriedhöfen und warten entweder auf eine Reaktivierung oder auf das endgültige Ende. 

Weniger als 25 Flugzeuge im Einsatz

Naht das Ende einer Ära? Zumindest in Toulouse endete ein Stück Geschichte. Der letzte gebaute Airbus A380 verliess das Airbus-Werksgelände und flog nach Hamburg-Finkenwerder. Hier wird der A380 in den Farben von Emirates lackiert und mit der Innenkabine ausgestattet. In Anbetracht der derzeitigen Umstände sind A380-Flüge zu einer kleinen Seltenheit geworden. Lediglich 21 Doppeldecker befinden sich derzeit weltweit im Einsatz. Mit China Southern Airlines und Emirates setzen zwei Fluggesellschaften den beliebten Airbus regelmässig ein. Korean Air setzt den A380 lediglich vereinzelt auf der Strecke zwischen Seoul und Guangzhou ein. Während Emirates derzeit auf 15 Flugzeuge zurückgreift, setzt Korean Air lediglich einen A380 ein. China Southern hingegen deren fünf. Letztgenannte Airline fliegt mit dem A380 von Guangzhou unter anderem nach Tokio, Los Angeles sowie Melbourne. 

Bei anderen Fluggesellschaften ist der A380 längst aussen vor und befindet sich sprichwörtlich auf dem Abstellgleis. Jüngst kündigte Etihad Airways an, dass der A380 aller Voraussicht nach nicht zurückkehren werde. Bei Air France ist man bereits einen Schritt weiter. Die Fluggesellschaft hat alle Eventualitäten aus dem Weg geräumt und längst das Aus des A380 beschlossen. Bei der LufthansaQantas sowie Qatar Airways ist die Zukunft zumindest mehr als ungewiss. Immerhin rüstet Singapore Airlines ältere Flugzeuge mit dem neuesten Bordprodukt aus – besteht also ein Funken Resthoffnung auf eine baldige Rückkehr des A380? Ein wenig Hoffnung auf eine Rückkehr lassen zumindest die Worte von Sean Doyle, dem Airline-Chef British Airways’ aufkommen. Bei British Airways soll der A380 ein Bestandteil des Wiederaufbaus darstellen. 

Emirates verbreitet Optimismus – nur nicht in Deutschland

Während etliche Fluggesellschaften den Airbus A380 nur wenig bis gar nicht einsetzen, möchte Emirates das A380-Streckennetz für die Sommermonate weiter ausbauen. Jüngst kündigte die Fluggesellschaft an, dass sie in den kommenden Wochen und Monaten bis zu 18 Städte mit dem Airbus A380 anfliegen möchte. Die Freude über die förmliche “Wiederauferstehung” war gross. 

Leider berücksichtigt Emirates lediglich einen deutschen Flughäfen im A380-Streckennetz. So war geplant, dass Emirates ab dem 1. Juli mit dem A380 nicht etwa nach Frankfurt, sondern nach München fliegt. Nach neuesten Informationen setzt Emirates den A380 jedoch bereits über die Osterfeiertage auf den Flügen nach München ein. Die Flughäfen Düsseldorf und Hamburg wurden ebenfalls nicht berücksichtigt. Somit werden Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg lediglich mit einer Boeing 777 angeflogen. Dem Zürcher Flughafen ergeht es wie den oben genannten Flughäfen. Auch Zürich wird nicht mit dem A380 angeflogen.

Fazit zur derzeitigen Situation rund um den A380

Die Situation ist schwer zu beurteilen. Betrachtet man die reinen Zahlen ist die Situation grundlegend katastrophal. Die Gegenwart spricht Bände. Weniger als zehn Prozent aller A380 befinden sich weltweit im Einsatz. Während man bei Emirates weiterhin auf den A380 setzt, üben sich etliche Fluggesellschaften in Zurückhaltung. Tendenz steigend? Zumindest bei Emirates. Ich glaube, dass der A380 nur bei wenigen Fluggesellschaften den Weg zurückschaffen wird, wie beispielsweise eben British Airways und Singapore Airlines.

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