Für eine Veranstaltung in Berlin wollte ich ein neues Hotel testen und habe mich für das Provocateur Berlin entschieden. Das Berliner Design Hotel ist mir durch den ungewöhnlichen Stil vorher schon bekannt gewesen, nun wurde es Zeit, das Hotel selber zu testen!

Insgesamt war ich mit vielen Aspekten des Hotels sehr zufrieden, konnte aber auch Punkte der Kritik finden. In diesem Review erfahrt Ihr, wie ich das Hotel günstig buchen konnte, was Euch im Zimmer erwartet und was das Hotel insgesamt bietet.

Provocateur Berlin – die Buchung

Gebucht habe ich das Hotel im Sommer direkt über Design Hotels, die Rate lag knapp über 100 Euro pro Nacht. Gezahlt habe ich mit meiner American Express Platinum Card, um knapp 150 Punkte für den nächsten Freiflug zu sammeln. Das Provocateur ist Teil der Design Hotels, einer Sammlung von individuellen Boutique Hotels auf der ganzen Welt. Das Hotel hat nur 58 Zimmer und Suiten und passt damit sehr gut zu den anderen Boutique Hotels.

Schon vor der Übernachtung konnte ich mich dabei von einer gewissen Kulanz des Hotels überzeugen lassen – gebucht waren zwei Nächte, durch die Umplanung einer Reise musste ich allerdings nur noch eine Nacht bleiben. Während einige Hotels hier nur das Stornieren und erneute Buchen für einen höheren Preis ermöglicht hätten, wurde meine Reservierung in wenigen Minuten einfach um eine Nacht gekürzt bei der gleichen Rate.

Provocateur Berlin – Lage & Check-In

Das Provocateur liegt im Westen Berlins, eine knappe halbe Stunde von der Innenstadt entfernt. Für mich war die Lage durch die Nähe zur Messe Berlin sehr entspannt, so konnte ich in nur zehn Minuten abends von meiner Veranstaltung wieder ins Hotel kommen. Wer allerdings einen Städtetrip plant, sollte lieber ein zentraleres Hotel wählen. Hier können wir unter anderem das Crowne Plaza Berlin, Ritz Carlton Berlin oder Marriott Berlin empfehlen, welche deutlich näher am Stadtzentrum liegen.

Provocateur Berlin Eingang

Schon beim Check-In wurde schnell klar, dass das Hotel einen etwas anderen Ansatz in der Gästekommunikation wählt. Der erste Satz war ein “Hey, schön dass du hier bist – setz dich doch!”. Wer sich etwas sprachliche Distanz wünscht, ist hier allerdings eher fehl am Platz – das direkte Duzen wurde durchgehend umgesetzt. Für mich war dies aber kein Problem, ich war nur etwas überrascht.

Provocateur Berlin – das Zimmer

Der Stil der Zimmer ist zumindest ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig, aber auf jeden Fall in gewisser Weise auf jeden Fall cool und mal etwas anderes. In meinem Standardzimmer war direkt nach dem Öffnen der Tür das Bett auf der linken Seite des Raumes zu sehen.

Provocateur Berlin Zimmer Bett 2

Auf dem einen Nachttisch befindet sich ein Marshall Speaker, der am Handy angeschlossen einen ziemlich guten Eindruck gemacht hat. Zudem findet Ihr auf dem anderen Nachttisch ein Tablet, mit welchem Ihr Snacks auf Zimmer ordern und Euch über die Leistungen im Hotel informieren könnt – ganz cool, aber nicht unbedingt notwendig.

Provocateur Berlin Zimmer Tablet 1 Provocateur Berlin Zimmer Tablet 2

Gegenüber vom Bett findet Ihr ein kleines Sofa, den Fernseher und direkt daneben die Tür zum Bad, die in die Wand integriert ist und mich einige Sekunden gekostet hat, bis ich den Eingang gefunden habe.

Provocateur Berlin Zimmer SofaProvocateur Berlin Zimmer Tür Bad Eingang Provocateur Berlin Zimmer Bad Eingang Tür

Das Bad ist in schickem schwarz und rot gehalten und ebenfalls sehr ungewöhnlich, aber schick, für meinen Geschmack nur etwas dunkel. Die Regendusche hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen.

Provocateur Berlin Zimmer Bad Provocateur Berlin Zimmer Bad Dusche

Im Zimmer findet Ihr neben dem Bett einen kleinen Tisch mit einer Art Sessel. Auch hier zeigt sich nochmal die bewusste Distanzierung des Hotels von den üblichen Luxushotels – so erwartete mich auf dem Tisch der aktuelle Playboy!

Provocateur Berlin Zimmer Sessel Ecke Provocateur Berlin Zimmer Playboy

Neben dem Sessel findet Ihr im Schrank eine Nespresso Maschine, die in jedem Zimmer des Hotels inklusive ist. Zudem findet Ihr hier eine solide Auswahl aus der Minibar, an welcher ich mich angesichts der Preise eher nicht bedient habe.

Provocateur Berlin Zimmer Minibar Provocateur Berlin Zimmer Nespresso Maschine

Ich war mit meinem Zimmer sehr zufrieden, was auch daran liegt, dass es einfach mal etwas anderes ist. Nachdem ich sehr viele Nächte in den üblichen Hilton Kettenhotels verbracht habe, hat es für mich einen grossen Charme Hotels zu erkunden, die ganz anders sind.

Negativ bleibt nur die extrem kleine Grösse des Zimmers von nur 15 Quadratmetern in Erinnerung – hier würde ich nächstes Mal lieber eine grössere Kategorie buchen, um mich nicht komplett eingeengt zu fühlen. Auch nervt mich der fehlende Schreibtisch, der kleine Sessel mit Tisch war eher nicht zum Arbeiten geeignet.

Provocateur Berlin – das Frühstück

In meiner Rate war kein Frühstück inkludiert, doch dies ist im Provocateur Berlin meistens der Fall. Denn es gibt kein übliches Frühstücksbuffet, sondern nur Frühstück á la Carte mit einer guten Auswahl an Speisen, die durchaus fair bepreist sind. Für Freunde des Alkohols gibt es hier gleich mehrere Varianten den Kater am nächsten Tag zu bekämpfen!

Provocateur Berlin Frühstück Menü 1 Provocateur Berlin Frühstück Menü 2

Das Frühstück wird wahlweise in der Bar des Restaurants oder auf der Terrasse serviert, die ich bei dem schönen Wetter deutlich attraktiver fand.

Provocateur Berlin Frühstück Terrasse

Für einen wirklich leckeren Cappuccino, frischen Orangensaft, ein Omelette mit Brot, einen Fruchtjoghurt und Avocado habe ich insgesamt 15 Euro gezahlt, was das Frühstück auf jeden Fall wert war.

Provocateur Berlin Frühstück Kaffee Provocateur Berlin Frühstück Essen

So war ich gut gestärkt um in den Tag zu starten. Das Provocateur Berlin ist auf jeden Fall auch eine gute Anlaufstelle für ein leckeres Frühstück, wenn man nicht Gast des Hotels ist!

Fazit zum Provocateur Berlin

So schick ich das Zimmer fand, so störend waren teilweise die Nachteile des Design Hotels. So gibt es kein Spa und kein Fitnessstudio, die Standardzimmer sind eher klein und es gibt keinen Schreibtisch. Für eine kurze Nacht wie bei mir ist dies auch nicht nötig, für einen längeren Aufenthalt würde mich dies aber enorm stören.

Wer ein etwas anderes Hotel sucht und mal etwas besonderes erleben möchte, der ist hier aber auf jeden Fall richtig. Richtig seid Ihr hier auch, wenn Ihr ein Freund von ausgedehnten Barbesuchen seid, da viele das Hotel nur für die besonders schicke und gut ausgestattete Bar besuchen.

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Seit Moritz herausgefunden hat, wie man Wege an eigentlich unerreichbare Ziele finden kann, ist er immer auf der Suche nach neuen, kreativen Methoden zum Erreichen von Reisezielen und Airline-Status. Auf reisetopia lässt er Euch daran teilhaben!

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