Der Swiss-Chef Dieter Vranckx berichtet über aktuelle Herausforderungen und Ziele im Jahr 2022 der Lufthansa Tochter und entschuldigt sich bei der Swiss-Kundschaft.

Erst kürzlich verkündete Swiss, dass per 1. April 2022 die Maskenpflicht auf Inlandsflügen gänzlich entfällt. Bei internationalen Flügen entscheiden bei Swiss jedoch weiterhin die Bestimmungen der Zieldestination über die Maskenpflicht in Flugzeugen. Nun berichtet der Swiss-CEO in einem Interview mit der NZZ, wie der drastische Anstieg der Kerosinpreisen sich in Preisanpassungen bei Swiss auswirken könnte, sowie was die aktuellen Herausforderungen der Lufthansa Tochter sind, wie abouttravel.ch berichtet.

Höhe der Preisanpassung bei Swiss sei aktuell noch unbekannt

Wie viele Airlines spürt auch Swiss aktuell die Auswirkungen der Geschehnisse in der Ukraine einerseits durch den stark steigenden Kerosinpreis sowie die Schliessung des russischen Luftraums. Der Swiss-CEO Dieter Vranckx zeigt auf, dass der Treibstoff bis zu 30 Prozent der Kosten ausmache und die aktuellen Preise bis zu 50 Prozent höher liegen, als vor dem Krieg. Der CEO erwartet dies in den nächsten Monaten immer stärker zu spüren zu kriegen und schliesst dadurch weitere Preisanpassungen nicht aus. Während Lufthansa angekündigt hat, dass diese bis zu 200 Euro, respektive 202 Franken sein werden, kann Dieter Vranckx aktuell noch nicht sagen, wie hoch die Anpassungen bei Swiss ausfallen werden.

Eine weitere Herausforderung stellt für Swiss der Anstieg der Kapazitäten dar. Per Anfangs März hob Swiss die Kurzarbeit für alle Mitarbeitende auf, um unter anderem den Aufschwung der Tourismusbranche zu entlasten, wie der Swiss-Chef gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung erklärte. Während Swiss im Februar noch 35 Prozent der Auslastung von 2019 aufwies, stellt der aktuelle Monat einen Anteil von 60 Prozent dar. Die dieswöchigen Ostern werden eine erste Probe für die Lufthansa Tochter sein, doch speziell auch der Sommer, mit ungefähr 70 bis 80 Prozent Kapazität im Vergleich zu 2019 wird für die Airline eine Herausforderung darstellen.

Entschuldigung an Swiss-Kundschaft

Dieter Vranckx betont, dass für Swiss 2022 ein grosses Ziel die Stabilität sei. In diesem Zuge entschuldigt sich der CEO bei der Swiss-Kundschaft für den Service im vergangenen Jahr und zeigt die daraus entstandene konservative Planung für den Sommer 2022 auf.

Insgesamt waren wir 2021 nicht in der Lage, unseren Fluggästen den Service zu bieten, den sie von einer Premium-Airline erwarten können. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Aus diesem Grund haben wir für diesen Sommer eher konservativ geplant. Wir wollen nicht um jeden Preis möglichst viel Kapazität in den Markt bringen.

Dieter Vranckx, Swiss-CEO gegenüber NZZ

Fazit zum Interview mit dem Swiss-CEO Dieter Vranckx

Swiss steht vor einigen Herausforderungen im aktuellen Jahr, wobei besonders der rasante Anstieg des Kerosinpreises die Swiss-Kundschaft zu spüren kriegen wird. Ebenfalls der Anstieg der Auslastung stellt die Lufthansa Tochter auf eine Probe, wobei Swiss’ Ziel der Stabilität stärker in den Fokus rückt.

Autorin

Grossgeworden in einer Swissair-Familie, wurde Livia die Liebe zum Reisen quasi in die Wiege gelegt. Nichts macht die gebürtige Zürcherin so glücklich, wie auf Reisen zu sein, darüber zu schreiben und recherchieren. Begleitet Livia auf reisetopia quer durch die Welt!

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