Dass die Lage der Schweizer Stadthotels in der Coronakrise noch dramatischer ist, als die der Hotels in den Bergen, berichteten wir immer wieder. Nun hat die Basler Regierung beschlossen, der Hotellerie und Gastronomie zu helfen.

Die Zahlen der Logiernächte in den Schweizer Hotels sind in diesem Jahr erheblich eingebrochen. Zwar gab es einen Gäste-Boom aus dem Inland, diese Zielgruppe suchte aber eher Erholung in den Bergen, als einen Aufenthalt in den vielen Schweizer Stadthotels, welche insbesondere bei den internationalen Gästen beliebt sind. Erste Stadthotels mussten in diesem Zusammenhang bereits schliessen. Der Kanton Basel-Stadt hat nun ein Programm entwickelt, welches die lokale Tourismusbranche mit rund 15 Milliarden Franken unterstützen soll, das berichtet die htr hotel revue.

Mittel aus dem Fonds gegen Arbeitslosigkeit

Die Corona-Pandemie ist wieder so präsent wie seit Wochen nicht mehr und neben vielen anderen Leidtragenden, trifft es die Hotellerie und Gastronomie besonders hart. Sie waren mit als erstes von den Massnahmen im Frühjahr betroffen und auch über den Sommer konnten nur wenige Akteure sich wieder erholen. Dabei geht es besonders denjenigen Hotels wirtschaftlich schlecht, die auf ausländische Gäste, insbesondere auf asiatische oder amerikanische Besuchergruppen, setzen. In diesen Bereichen waren die Zahlen verglichen mit dem Vorjahr zum Grossteil um 90 Prozent eingebrochen. Einige Stadthotels – wie zum Beispiel das X-tra in Zürich oder das Swissôtel im Zürcher Stadtteil Oerlikon – mussten aus diesem Grund bereits ihre Türen schliessen.

Basel

Der Kanton Basel-Stadt will nun der eigenen Hotellerie und Gastronomie unter die Arme greifen und ein wenig Sicherheit in der volatilen Lage schaffen. Dazu tritt am 1. November eine Verordnung für ein Hilfsprogramm in Kraft, welches die Branche mit 15 Millionen Franken unterstützen soll. Die Mittel werden dabei aus dem Fonds zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit genommen – bedenkt man, wie viele Jobs aktuell gefährdet sind, eine sinnvolle Massnahme.

Dass es der Basler Regierung ernst ist, den lokalen Tourismus zu retten zeigt sich auch an Folgendem: Vor mehr als einem Monat bereits hatte der Grosse Rat eine Motion an die Regierung überwiesen und die Dringlichkeit des Vorstosses untermalt. Unterstützt wird das Vorhaben von allen Fraktionen des Kantonsparlaments gemeinsam.

Schon bald können Gesuche eingereicht werden

Nachdem die Verordnung in Kraft tritt, sollen es alsbald losgehen. Doch ein Schritt der Regierung ist bis dahin noch notwendig. Erst müssen nämlich noch durch ein Fachgremium die genauen Bestimmungen zur Berechnung der Hilfen sowie alle damit zusammenhängenden Formalitäten ausgearbeitet werden.

Basel Rheinbrücke

Dies sollte allerdings nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen und somit könnten schon bald die ersten Formulare durch die Hilfe suchenden Betriebe ausgefüllt und eingereicht werden.

Fazit zu den Hilfen für Stadt-Basler Hotels

In dieser ausgesprochen schwierigen Zeit für die Tourismusindustrie sind Hilfen dringend nötig. Dass der Kanton Basel-Stadt sich nun geschlossen für die Unterstützung der Branche einsetzt, ist daher zu begrüssen. Hoffentlich gehen die letzten Schritte schnell über die Bühne, sodass die Gelder zeitnah fliessen können und weitere Betriebe vor dem Aus bewahrt werden.

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Autor

Wenn Anna unterwegs ist, ist sie in ihrem Element. Selten ist sie mehr als ein paar Tage am selben Ort. Der nächste Kurztrip oder eine Fernreise stehen immer schon in ihrem Kalender. Nach ihrem Tourismus-Studium konnte sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen und teilt auf reisetopia.ch ihre Erfahrungen, Tipps und News aus der Reisewelt mit euch.

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