Das sieht man als Bewohner unseres Nachbarlandes Italien auch nicht alle Tage – denn seit letztem Freitag ist vermutlich der Scheich von Katar zu Gast auf der Seiser Alm. Dabei wird nicht nur das komplette Hotel gemietet, Partys geschmissen, auch der Transport per Auto und Helikopter im Naturschutzgebiet dürfen nicht fehlen. Was es damit auf sich hat, erfahrt Ihr hier!

Beliebtes Schweizer Reiseziel wird international bekannt

Die Seiser Alm ist die grösste Hochalm Europas und liegt mit 1’800 Metern über dem Meeresspiegel in den Südtiroler Dolomiten in Italien. Was bisher vor allem ein beliebter Ferienort für Schweizer und Österreicher war, erhält nun auch Aufmerksamkeit aus dem Nahen Osten.

Aus Sicherheitsgründen ist wenig über den Hotelgast bekannt, welcher am vergangenen Freitag begleitet von mehreren Escorte-Helikoptern im Fünf-Sterne-Hotel Alpina Dolomites eintraf. Dieses wurde zusätzlich mit Schranken und einem Sichtschutz, sowie einem grossen Plastikzelt versehen. Für die Nachbarn scheint dies etwas zu viel zu sein, welche sich bei der letzten Party über den Lärm beschwert haben. Hugo Bernardi, Inhaber des Hotels, relativiert die Ausnahmesituation mit dem Kommentar, Hotels in zum Beispiel Meran hätten täglich solche Situationen. Privathelikopter gehören im Südtirol zwar nicht zum Alltag, im österreichischen Kitzbühel schaut dies aber ganz anders aus.

Ausnahmegenehmigungen für Transport sind erforderlich

Obwohl der Inhaber locker mit der vollständigen Vermietung seines Hotels bis zum ersten September sieht, musste er sich einige Genehmigungen im Voraus einholen. Denn sowohl die Seiser Alm, als auch die Gemeinde Kastelruth und die Forstwache verfügen über Bestimmungen, welche das Befahren von Strassen oder Helikopternutzungen verbieten. Zum Schutz des Scheichs werden diese Verbote aber zeitweise aufgehoben.

Fazit zum königlichen Besuch auf der Alm

Natürlich stellt sich bei jedem der ergriffenen Massnahmen die Frage, wie sehr bestimmte Entscheidungen und Massnahmen von den gezahlten Beiträgen aus dem Nahen Osten abhängen. Jedoch sollte der Besuch nicht im negativen Licht betrachtet werden: Einerseits profitieren die Einwohner der umliegenden Gemeinden enorm von dieser Situation, andererseits rücken Almen mehr in internationale Aufmerksamkeit. Falls Ihr in ferner Zukunft übrigens an Ferien in Österreich nachdenkt, dann bucht, bevor ein Scheich das gleiche Ziel herauspickt.

Autorin

Es gibt wenige Reisen, die zu verrückt für Alexa sind. Ferien in Tokyo? Gerne, aber nur mit Zwischenstop in New York und Singapur! Als Studentin bringt sie Erfahrungen von Trips zwischen zwei Vorlesungen und dem Lernen in der Business Class mit. Aber schon vor dem Matura hat sie fleissig Meilen und Punkte bei verschiedenen Airlines gesammelt, denn damit kann man schliesslich nie zu früh anfangen.

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  • >”Jedoch sollte der Besuch nicht im negativen Licht betrachtet werden: Einerseits profitieren die Einwohner der umliegenden Gemeinden enorm von dieser Situation, andererseits rücken Almen mehr in internationale Aufmerksamkeit.”<

    So ein Schmarren!
    Meine Familie ist zwar auch steinreich, aber wir leisten uns auf gar keinen Fall solche Eskapaden. Die Gesetze sollten für alle gleich gelten. Der Scheich kann gerne auf einem Kamel auf die Alm reiten, wenn ihm das zu wenig ist, dann soll er doch nach Kitzbühel fliegen. Almen gehören geschützt. Was wäre wenn das jeder Reiche machen würde? Dann könnt ihr die Naturschutzgebiete gleich abschaffen!
    Gruß,
    Elisa M.

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