Neuseeland plant erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie die Öffnung für den Tourismus – bisher besteht lediglich eine Reiseblase zwischen Neuseeland und Australien.

Neuseeland hat das Corona-Virus weiterhin gut unter Kontrolle. Das liegt vor allem auch daran, dass Einreisen während der gesamten Pandemie stark reglementiert wurden. Lediglich eine Reiseblase zwischen Neuseeland und Australien besteht. Dies soll sich bald ändern. Wie die Tagesschau vermeldet, möchte Neuseeland schon bald wieder den Tourismus mit Nachbarländern ermöglichen.

Reiseblase mit Australien

Neuseeland gilt als Paradebeispiel für den Umgang mit dem Corona-Virus. Dank einer äusserst strikten Einreisepolitik seit Beginn der Pandemie, werden nur noch wenige Neuinfektionen am Tag vermeldet – wenn überhaupt. Das liegt aber vor allem auch an der Lage des Landes, fernab vom “Rest der Welt”. Die Knotenpunkte zur Einreise über den Luft- und Seeweg sind äusserst begrenzt und gut kontrollierbar. Ausserdem dürfen Reisende nur in Ausnahmefällen nach Neuseeland und müssen sich dann in Pflichtquarantäne begeben. Lediglich ein Reisekorridor mit Australien besteht. Dabei können Bürger beider Länder auf ausgewählten Routen zwischen beiden Ländern verkehren und so die Pflichtquarantäne umgehen. Das funktioniert auch, weil Australien einen ähnlichen Kurs wie Neuseeland verfolgt, wenn es um die Einreisebestimmungen geht.

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Dieses Prinzip könnte aber schon bald auf weitere Länder in der näheren Umgebung ausgeweitet werden. Genauso wie Australien, möchte auch Neuseeland den Tourismus mit anderen Nachbarländern schon bald wieder ermöglichen, wie der Vize-Ministerpräsident Grant Roberston in einem Radio-Interview verlauten liess. Diese Reisekorridore könnten bereits im April installiert werden und würden ebenfalls quarantänefreies Reisen ermöglichen. Dafür könnten Pazifikstaaten wie die Cookinseln und Niue infrage kommen.

Flugverkehr essenziell für Neuseeland

Gespräche mit den Regierungen der Pazifikstaaten werden bereits abgehalten. Bisher geben sich Australien und Neuseeland eher bedeckt und vorsichtig und haben eine Öffnung für den Tourismus frühestens Ende des Jahres prognostiziert. Mittlerweile erreicht der Impfstoff auch diese beiden Länder. Dies und die bisherigen Erfolge im Umgang mit dem Virus scheinen die Regierungen jedoch zuversichtlicher zu stimmen.

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Dafür müsste der Flugplan der heimischen Fluggesellschaft Air New Zealand jedoch massiv nach oben gefahren werden. Aktuell führt die Fluggesellschaft bis auf wenige Ausnahmen mit Verbindungen nach Australien, Asien und Nordamerika hauptsächlich Inlandsflüge durch. Auch ausländische Fluggesellschaften fliegen das Land im Pazifik nur sehr begrenzt an. Zu finden sind lediglich Flüge von Qantas und Jetstar aus Australien sowie Singapore Airlines und Cathay Pacific aus dem asiatischen Raum.

Fazit zu den Öffnungsplänen Neuseelands

Neuseeland möchte schon bald seine Grenzen für den internationalen Tourismus öffnen. Die Pläne betreffen zwar im ersten Schritt lediglich Nachbarländer mit ähnlichen Erfolgen bei der Bekämpfung des Corona-Virus, dennoch könnte es ein wichtiges Signal sein. Auch Australien gibt sich bisher eher vorsichtig, plant aber bereits weitere Reisekorridore mit anderen Staaten. Das könnte der Grundbaustein für weitere Öffnungen sein.

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