Schlechte Nachrichten von der Lufthansa. Die Flugbegleiter der Airline sind vonseiten der Gewerkschaft Ufo  am Donnerstag und Freitag zum Streik aufgerufen. Es könnten hunderte Flüge ausfallen.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft möchte den grössten Streik des Jahres bei der Lufthansa vom Zaun brechen. Nach der Ankündigung der Gewerkschaft Ufo sollen alle in der Gewerkschaft organisierten Flugbegleiter ihre Arbeit am gesamten Donnerstag und Freitag niederlegen. Die Folgen für den Flugbetrieb der Lufthansa könnten verheerend sein.

48 Stunden Lufthansa Streik am Donnerstag und Freitag

Der Lufthansa Streik soll nach dem Warnstreik letzte Woche Sonntag dieses Mal deutlich gravierender ausfallen. Geplant sind nicht nur wenige Stunden, sondern zwei volle Streiktage. Der Streikaufruf der UFO gilt ab Donnerstag um 0 Uhr bis Freitag um 23:59 Uhr. Entsprechend ist mit erheblichen Einschränkungen aller Lufthansa-Flüge ab Frankfurt und München zu rechnen. Möglicherweise könnte es auch schon am Mittwochabend und am Samstagmorgen noch zu Ausfällen kommen. Die Lufthansa arbeitet nach eigenen Angaben bereits an einem Sonderflugplan.

Lufthansa Airbus A380

Die Airline gab auf Twitter zu Protokoll, dass sie die Streikankündigung auf das schärfste verurteilt und die Folgen für Passagiere so gering wie möglich halten wolle. Ob das gelingt, ist aktuell noch nicht klar. Es ist zwar davon auszugehen, dass nicht alle Flüge ausfallen werden (einige Flugbegleiter sind in der Konkurrenz-Gewerkschaft Verdi organisiert oder gar nicht Teil einer Gewerkschaft), doch der Flugbetrieb wird voraussichtlich erheblich beeinträchtigt. An beiden Tagen könnte es zu vielen hundert Ausfällen auf der Kurz- und Langstrecke kommen.

Streikaufruf gilt vorerst nur für die Lufthansa-Hauptairline

Der Streikaufruf von Ufo gilt vorerst ausschliesslich für die Lufthansa selbst. Damit wären die Töchter Eurowings, Lufthansa CityLine, Germanwings sowie SunExpress Deutschland erst einmal nicht vom Streik betroffen. Die Ufo schliesst allerdings explizit nicht aus, dass der Streik auch noch auf diese Airlines erweitert werden könnte. Definitiv ausgeschlossen werden kann aktuell nur, dass ein Streik nicht Swiss, Brussels Airlines oder Austrian Airlines treffen würde. Auch die Flugbegleiter von Air Dolomiti sind nicht Teil von Ufo, sodass auch ein Streik hier ausgeschlossen werden kann.

Wie schnell sich die Art eines Streiks der Flugbegleiter ändern kann, hat sich vor eineinhalb Wochen gezeigt. Nachdem zuerst bei der Lufthansa-Hauptairline gestreikt werden sollte, konnte diese Arbeitsniederlegung kurzfristig abgewendet werden. Stattdessen fand dann ein Streik bei Eurowings, Germanwings, SunExpress sowie Lufthansa CityLine statt. Entsprechend sollte man als Passagier auch für mögliche Streiks bei den anderen Konzernairlines gewappnet sein. Zudem könnte es auch ohne einen solchen zu möglichen Flugausfällen in Folge des Streiks bei der Lufthansa kommen.

Fazit zum neuen Streik bei der Lufthansa

Der nächste Lufthansa Streik steht bevor und für Passagiere wird dieser wohl noch gravierendere Folgen haben als der letzte Streik. Ausfallen könnten hunderte Flüge am Tag, sofern die Konzerntöchter betroffen sind, könnte es sogar mehr als tausend sein. Es bleibt zu hoffen, dass sich die beiden Parteien noch vor dem Beginn des Streiks einigen können, um die Folgen für Passagiere so gering wie möglich zu halten. Doch in Anbetracht der verfahrenen Situationen erscheint dies unwahrscheinlich – erkennt die Lufthansa die Ufo doch gar nicht mehr als Verhandlungspartner an.

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Autor

Nachdem Alex in den ersten 5 Jahren seines Lebens mehr Zeit in Airbussen als in normalen Bussen verbracht hat, war das Hobby schon früh festgelegt: Fliegen. Egal ob in einer Turboprop oder einem A380, egal ob Holzklasse oder Premium: Der Weg ist das Ziel. Und wer kann schon behaupten in 12 Tagen New York, Singapur, Tokyo, Lissabon und Oslo mit Flügen in der Business Class verbunden zu haben?

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