Während die europäischen Länder langsam den Weg in Richtung “neue Normalität” einschlagen und die Grenzen ab Mitte Juni im Schengen-Raum wieder öffnen, kämpfen viele Länder in Südamerika momentan mit dem Ausbruch des Coronavirus. Kolumbien verbietet deswegen internationale Flüge bis September und Inlandsflüge sogar bis Juli – für die insolvente Nationalairline Avianca ein Schock, denn die Fluggesellschaft hatte mit einer Wiederaufnahme des heimischen Flugverkehrs im Juni gerechnet.

Diese Woche verlängerte Kolumbien im Rahmen einer Erklärung zum gesundheitlichen Notstand seine Grenzschliessungen bis zum 31. August. Obwohl das Land mittlerweile Erfolge bei der Eindämmung der Corona-Infektionsraten verzeichnen konnte, bleiben internationale Flüge bis zum Auslaufen der Erklärung zum gesundheitlichen Notstand Ende August am Boden. Das berichtet die Webseite Simple Flying.

Kolumbianische Grenze bleibt noch drei weitere Monate geschlossen

Kolumbien stellte am 23. März alle kommerziellen Flüge ein, was der nationalen Airline Avianca den finanziellen Todesstoss gab – das ohnehin schon vor der Krise angeschlagene Star Alliance-Mitglied, das seinen Sitz in Panama hat, musste wegen der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie Insolvenz anmelden, wie wir vor einigen Wochen berichteten. Die Fluggesellschaft hatte damals bei der kolumbianischen und bei der peruanischen Regierung um Staatshilfe gebeten, die jedoch von beiden südamerikanischen Staaten abgelehnt wurde.

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Kolumbien hat recht strikt auf die Coronapandemie reagiert, was der Airline wirtschaftlich stark geschadet hat. Trotz der angemeldeten Insolvenz hatte Avianca gehofft, die Inlandsflüge im Juni wieder aufnehmen zu können.

Maschinen heben nur für Not- und Rückholflüge ab

Seit den Grenzschliessungen und dem damit einhergehenden Flugverbot heben nur noch genehmigte Not- und Rückführungsflüge ab, wie sie auch in Deutschland vom Auswärtigen Amt angeordnet und durchgeführt wurden. Länder wie Deutschland, die Tschechische Republik, Belgien, Spanien und die Vereinigten Staaten haben alle grünes Licht für den Lufttransport ihrer Bürger erhalten, um die Staatsbürger nach Hause zu holen und um kolumbianische Staatsbürger zurück ins Land zu fliegen. Die USA hat bis zum 11. Mai 32 Flüge nach Kolumbien entsandt, um 3’349 ihrer Bürger zurückzuführen.

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Da die Grenzschliessungen am Mittwoch bis Ende August verlängert worden sind, ist an internationale Flüge noch nicht zu denken – die Inlandsflüge werden frühestens ab Juli wieder aufgenommen.

Keine Inlandsflüge bis frühestens Juli

Avianca hatte ihre Hoffnungen auf einen Start der Inlandsflüge im Juni gelegt – die insolvente Airline möchte wenigstens innerhalb des Landes weiterhin operieren. Diese Pläne kann Avianca jedoch auf Eis legen – aus Regierungskreisen wird der früheste Zeitpunkt einer Wiederaufnahme des Flugverkehrs im Inland auf Juli gelegt. Auch andere südamerikanische Staaten haben ein Flugverbot verhängt. Damit reiht sich Kolumbien mit dem Flugverbot für kommerzielle Flüge in die Liste neben Argentinien, Peru, Ecuador, El Salvador und Panama ein.

Fazit zu den Neuigkeiten in Kolumbien

Der gesundheitliche Notstand und das Flugverbot gehen Hand in Hand einher. Die jetzige Situation macht es schwierig, genaue Entwicklungen abzusehen und müssen stetig neu bewertet werden. Ob es durch eine rasche Besserung trotzdem eine Grenzöffnung vor September geben wird, sei fraglich. Zumindest für Avianca wäre dies eine enorme Hilfe. Ich denke jedoch, dass die nationale Airline sich auf eine etwas längere Durststrecke vorbereiten muss.

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Autorin

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