Die Lage spitzt sich in Hongkong immer weiter zu. Während Cathay Pacific für das aktuelle Infektionsgeschehen verantwortlich gemacht, ergreift die Regierung weitere Massnahmen und spricht Landeverbote aus.

Erst kürzlich stellte ich die Frage, ob Cathay Pacific jemals wieder zu alter Stärke zurückfinden kann. Die Corona-Masnahmen in Hongkong dürften kaum eine andere Airline so dauerhaft betreffen, wie in anderen Teilen der Welt. Doch damit noch nicht genug! Die Regierung Hongkongs hat nun ein Landeverbot für insgesamt acht Länder ausgesprochen, darunter auch zwei in Europa, wie die Tagesschau berichtet.

Landeverbot für Frankreich und Grossbritannien

Die Situation in Hongkong scheint gerade aufgrund eines erhöhten Infektionsgeschehens zu eskalieren. Tausenden Reisende eines Kreuzfahrtschiffes müssen sich in Quarantäne begeben, Arbeitskräfte aus dem Ausland fehlen und dafür soll die Fluggesellschaft Cathay Pacific, besser gesagt das fliegende Personal – verantwortlich sein. Aber zur Einordnung: Bei einer vergleichbar niedrigen Impfquote von 61,94 Prozent vollständig Geimpften beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell 1,1. Kürzlich hat diese noch 1,0 betragen. Täglich werden Infektionen im zweistelligen Bereich verzeichnet. Während in anderen Teilen der Welt die Inzidenz derweil in vierstellige Bereiche klettert und gleichzeitig Massnahmen zurückgenommen werden, spitzt sich die Lage in der chinesischen Sonderverwaltungszone immer weiter zu.

Hongkong Titelbild

Deshalb will die Regierung Hongkongs weitere Schutzmassnahmen ergreifen, die erneut den Flugverkehr betreffen. So werden gleich acht Länder mit Landeverboten auferlegt. Flüge aus Australien, Kanada, Frankreich, Indien, Pakistan, den Philippinen, Grossbritannien und den USA dürfen für vorerst zwei Wochen nicht mehr in Hongkong landen. Das Landeverbot soll am 8. Januar 2022 in Kraft treten und mindestens bis zum 21. Januar 2022 gelten. Ausnahmen gibt es keine, auch nicht für Umsteigeverbindungen. Gleichzeitig werden auch die Massnahmen vor Ort verschärft. Hongkong geht ab Freitag, 18 Uhr in den Teil-Lockdown. Gewisse öffentliche Einrichtungen sowie Restaurants und Bars müssen dann gänzlich schliessen. Schon zuvor wurden die Quarantänemassnahmen mehrmals verschärft, sodass hier vor allem die Luftfahrt betroffen war.

Cathay Pacific betreibt Notflugplan

Mit der erneuten Verschärfung der Quarantäneregeln für Airline-Crews sah sich auch Cathay Pacific gezwungen, weitere Flüge im Januar zu streichen und damit lediglich einen Notflugplan zu betreiben. Und auch für die Monate Februar und März wird das Angebot nochmal angepasst werden müssen, wie die Airline selbst mitteilte. Beachtlich dabei ist auch, dass Cathay Pacific selbst Frachtflüge im grossen Stil annullieren muss. Das liegt auch daran, dass das fliegende Personal sich wochenlang im Auslandseinsatz befinden und nach Rückkehr in Quarantäne muss. Der Airline rennen reihenweise die Besatzungen weg. Andere wiederum brechen aus den Quarantäne-Einrichtungen aus.

Cathay Pacific Airlines

Medien in der Region machen deshalb die Airline für das Infektionsgeschehen verantwortlich. Die Quarantäne-Einrichtungen sind derweil überfüllt. Das sorgt auch dafür, dass wichtige Arbeitskräfte aus dem Ausland nicht nach Hongkong einreisen können, da sie nicht die verpflichtende Selbstisolation in der zugewiesenen Übernachtungsmöglichkeit erhalten. Die Lösung könnte eine Quarantäne vor Abflug im Heimatland sein. Das könnte sich in wenigen Tagen aber ebenfalls problematisch gestalten. Denn vom Landeverbot sind auch die Philippinen betroffen. Ein Grossteil der Arbeitskräfte gelangt von hier nach Hongkong. Dabei wird das weitere Vorgehen spannend sein zu beobachten.

Fazit zum Landeverbot

Aufgrund eines bisher unvergleichbar hohen Infektionsgeschehens und der Sorge vor der Virusvariante Omikron ergreift die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone weitere Massnahmen. Neben einem Teil-Lockdown ab Freitag werden auch Landeverbote für insgesamt acht Länder weltweit ausgesprochen – darunter Frankreich und Grossbritannien. Dennoch sollte man sich die Debatte vor Ort momentan vor Augen führen: Die Öffentlichkeit spricht Cathay Pacific und das fliegende Personal zum Schuldigen für die aktuellen Infektionszahlen und das Quarantäne-Chaos. Diese müssen sich jedoch mit immer schärferen Quarantänebestimmungen auseinandersetzen, während die Grundversorgung mit Lebensmitteln sowie Luxusgütern aufrechterhalten wurde. Mittlerweile quittieren aber eine Vielzahl der Angestellten ihren Job, während Cathay Pacific ebenfalls Kabinenmitglieder nach Verstössen gegen die Quarantäneauflagen entlassen haben.

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Autor

Seit Alex zum ersten Mal im Alter von 3 Jahren geflogen ist, wollte er das Flugzeug eigentlich nicht mehr verlassen. Bis heute riss seine Faszination fürs Fliegen nicht ab, weshalb er sich entschlossen hat, Euch an seinen Erfahrungen und Tipps teilhaben zu lassen.

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