Die Gewerkschaften in Frankreich haben für den heutigen 5. Dezember einen Generalstreik angekündigt. Die Dauer ist unklar, auch welcher Firmen genau betroffen sein werden. Basierend auf bisherigen Erfahrungen mit französischen Streiks ist mit einem totalen Stillstand zu rechnen.

Zugverkehr von und nach Frankreich eingeschränkt

Laut verschiedener Medienmitteilungen rechnet die SBB mit sehr starken Einschränkungen im Zugverkehr während des erwarteten Streikzeitraums. Die Bahngesellschaft geht davon aus, dass Reisen gen Frankreich vom 5. bis zum 8. Dezember vermieden werden sollten – auch wenn die Gewerkschaften keine offiziellen Daten zum Start und Ende des Streiks genannt haben. Das Ziel der Demonstranten ist ein Verhindern der geplanten Rentenreform der Regierung Macron.

Doch wie sehen diese Einschränkungen in der Praxis aus? Die TGV-Verbindungen zwischen Paris und Genf sind bereits gestern, am 4. Dezember ab dem späten Nachmittag ausgefallen, hier soll der späte Zug nun früher Genf verlassen. Ab heute, 5. Dezember fahren auf der Achse Paris-Basel nur noch zwei Züge: Paris Abfahrt um 7:23 Uhr sowie Basel Abfahrt um 12:34 Uhr. Um die ausgefallenen anderen Verbindungen aufzufangen werden die Züge an mehr Haltestellen stoppen und deshalb ist mit weiteren Verspätungen auf der Strecke zu rechnen.  Wie genau es an den weiteren Tagen verlaufen wird ist noch unklar, die SBB sowie TGV Lyria informieren täglich ab 17:00 Uhr über die neuen erwarteten Auswirkungen.

Viele Ausfälle und Anspruch auf Rückerstattung

Alle anderen Verbindungen, abgesehen von den genannten TGV-Verbindungen, zwischen der Schweiz und Frankreich werden ausfallen. Auch im Regionalverkehr, besonders ab Basel und Genf ist mit sehr starken Einschränkungen zu rechnen. Auf den Seiten der SNCF lässt sich für jede Verbindung bereits zuvor prüfen, ob die Züge fahren werden oder nicht. Für alle Reisenden die im Zeitraum zwischen dem 5. und 9. Dezember Billetts für den TGV Lyria gebucht haben gibt es die Möglichkeit einer kostenlosen Umbuchung oder Rückerstattung.

Aber auch der Flugverkehr ist eingeschränkt

Wer jetzt denkt, dass man einfach auf das Flugzeug ausweicht hat die Rechnung ohne die Fluglotsen und Flughafenmitarbeiter Frankreichs gemacht. Ab Zürich fallen heute die Flüge LX 638 beziehungsweise LX 639 aus – die Flugnummern verbinden Kloten normalerweise mit Paris. Wie immer bei Streiks in Frankreich ist absolut nicht absehbar welche Flüge durchgeführt werden und welche weiteren Verbindungen ausfallen.

Swiss Airbus A220

In Genf werden mindestens 25 Rotationen, also Abflüge und Landungen, dank des Streiks heute ausfallen. Man geht aber auch hier davon aus, dass diese Zahl noch steigen wird. Zum, von Frankreich betriebenen, EuroAirport in Basel gibt es noch keine finalen Infos, hier empfiehlt es sich aber bei den Airlines sowie auf der Website des Airports den aktuellen Status des Fluges im Auge zu behalten – hier wird es auch zu einigen Ausfällen kommen, die nicht von der Schweizer Seite übernommen werden.

Fazit zu den Streiks in Frankreich

Ein Generalstreik in Frankreich hat immer das Potential nicht nur die Luftfahrt oder den Schienenverkehr zum Erliegen zu bringen, sondern lässt das ganze Land den Atem anhalten. So wird es auch dieses Mal sein und besonders Adressen wie der EuroAirport in Basel werden stark von den Folgen betroffen sein. Wir wünschen allen Reisegästen ab Basel, sowie Gästen in Richtung Frankreich viel Glück und vor allem gute Nerven!

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Autor

Nachdem Alex in den ersten 5 Jahren seines Lebens mehr Zeit in Airbussen als in normalen Bussen verbracht hat, war das Hobby schon früh festgelegt: Fliegen. Egal ob in einer Turboprop oder einem A380, egal ob Holzklasse oder Premium: Der Weg ist das Ziel. Und wer kann schon behaupten in 12 Tagen New York, Singapur, Tokyo, Lissabon und Oslo mit Flügen in der Business Class verbunden zu haben?

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