Der stark eingebrochene Geschäftsreiseverkehr erlebt derzeit wieder einen kleinen Aufschwung in vielen Ländern und Regionen. Doch die Schweiz hängt dabei hinterher.

Der Geschäftsreisesektor kommt wieder langsam in Fahrt, nachdem dieser seit Einbruch der Coronavirus-Pandemie enorm gelitten hatte. Und inzwischen steigen die Zahlen der Business-Reisenden in vielen Teilen der Welt wieder merklich an. In der Schweiz sieht die Sache allerdings noch anders aus, wie htr.ch berichtet. Hier zögern die Unternehmen derzeit noch, schliesslich hat sich aufgrund der Krise auch der Fokus teils deutlich verschoben.

Schweizer Unternehmen noch verhalten

Der Geschäftsreiseverkehr hat unter der Pandemie besonders schwer gelitten. Und doch zieht dieser vielerorts in der Welt langsam wieder an. Doch in der Schweiz zeigen sich die Unternehmen noch verhalten ob der Business-Reisen. In China sieht die Lage beispielsweise wiederum besonders gut aus, mit Blick auf beruflich Reisende. Dort sei laut „Airplus“ im Zeitraum zwischen Januar und Mai sogar ganze 9,5 Prozent mehr Geschäftsreisende gezählt worden, als noch vor der Corona-Krise im Jahr 2019. Zu 2020 hat sich die Zahl sogar verdreifacht. Allerdings könne eine andere Art des Buchungsverhalten beobachtet werden. So würden Business-Reisen spontaner als früher gebucht und auch die Dauer der beruflichen Reisen ist demnach kürzer als noch 2019. Europaweit nahm der Geschäftsreiseverkehr gut um ein Drittel im Vergleich zum Vormonat zu. Im selben Zeitraum im vorherigen Jahr lag dieser noch 80 Prozent unter der aktuellen Buchungslage.

Swiss Business Class
Die Business Class der Swiss: Geschäftsreisende aus der Schweiz gibt es derzeit kaum.

Auch in der Schweiz ist ein merklicher Anstieg der Geschäftsreisen zu vernehmen. Diese fallen im aktuellen Monat mit 40,6 Prozent deutlich höher aus, als noch im Juli. Rund 75 Prozent der Reisen würden laut Airplus demnach innerhalb Europas stattfinden. Insgesamt liege der Business Travel ab der Schweiz jedoch – wenig überraschend – noch enorm unter dem Niveau von vor der Krise. Überhaupt sollen sich in der Alpenrepublik noch etliche Firmen schwer damit tun, wieder Geschäftsreisen zu unternehmen. Wenngleich die grossen Firmen trotzdem von einem Aufschwung ausgehen, der jedoch langsamer von statten geht. Gleichzeitig hätten die Unternehmen den Wert von Home Office und Videokonferenzen erkannt, die demnach auch nach der Pandemie in ähnlicher Form bestehen bleiben könnten. Künftig könnte es so einen Mix aus persönlichem Kundenkontakt und Online-Meetings geben.

Allerdings unterscheiden sich die schweizerischen Firmen hierbei teils stark voneinander. Während etwa der Technologiekonzern ABB und auch die Grossbank UBS davon ausgehen, dass der Geschäftsreiseverkehr im eigenen Unternehmen wieder zurückkommen wird, setzt der Pharmakonzern Novartis immer weniger auf Business-Reisen. Schon vor der Pandemie unternahm Novartis immer weniger geschäftliche Reisen, sodass diese derzeit fast in Gänze eingestellt wurden. Reisen sollten die Mitarbeiter denn auch nur unternehmen, „wenn dies wirklich nötig ist“, wie die Firma erklärte. Man setzte stattdessen vermehrt auf virtuelle Treffen.

Fazit zu den aktuellen Zahlen des Geschäftsreiseverkehrs

Der Business Travel hat unter der Pandemie besonders hart gelitten – und leidet auch nach wie vor. Während weltweit zwar ein Anstieg der Buchungen im Geschäftsreiseverkehr zu verzeichnen ist – besonders in China –, sieht das in der Schweiz derzeit noch anders aus. Hier sind die Unternehmen noch recht verhalten, wenn es um geschäftliche Reisen geht. Überhaupt haben Geschäftsreisen bei den Konzernen unterschiedlich hohe Prioritäten. Auch Videokonferenzen und Home Office führten zu einem gewissen Umdenken.

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Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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  • Beobachte das gleiche in der CH: Geschäftsreisen haben nachgelassen. Kein Wunder, die Leute haben festgestellt, dass vieles auch über Remote-Arbeit geht, und man nicht so viele Abstriche machen muss. Geschäftsreisen sind sozusagen ein Opfer der Digitalisierung.

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