Kaum zwei Tage alt – schon tauchten die ersten Probleme auf. So musste ein Airbus A220-300 kurz nach seiner Auslieferung auf dem Weg nach Nantes zum Pariser Flughafen Charles de Gaulle zurückkehren.

Auf seinem ersten Flug nach der Auslieferung am Montag, dem 8. November, musste einer der neuen Airbus A220-300 der Air France notlanden. Auf dem Weg von Paris-Charles de Gaulle nach Nantes war das neue Flaggschiff der französischen Fluggesellschaft gezwungen, nur wenige Minuten nach dem Start umzukehren, wie regionale Medien kürzlich mitteilten. Da es sich um einen Übungsflug handelte, waren keine Passagiere an Bord.

Flug dauerte nur 50 Minuten

Der Airbus A220-300 von Air France mit dem Kennzeichen F-HZUC startete um 15.25 Uhr von Paris-Charles de Gaulle nach Nantes, einer Großstadt in der östlichen Bretagne. Doch nur neun Minuten nach dem Start machte das Flugzeug eine scharfe Kurve nach Norden und dann nach Osten, um nach Paris zurückzukehren. Das Flugzeug landete um 16.15 Uhr, nur 50 Minuten nach dem Abflug, auf dem Flughafen Charles de Gaulle.

A220 d'Air France

Auf Anfrage zahlreicher Medien bestätigte Air France, dass die Umleitung auf eine Fehlfunktion der Druckausgleichsanlage in der Kabine zurückzuführen ist. “Nach der Entdeckung des technischen Problems kurz nach dem Start hat die Besatzung des nicht-kommerziellen Crew-Trainingsfluges AF610K beschlossen, nach Paris zurückzukehren”, teilte die französische Fluggesellschaft mit.

Da es sich um einen Schulungsflug handelte, waren keine Kunden an Bord. Das Flugzeug wurde von den Wartungsteams der Air France instand gehalten. Air France weist darauf hin, dass die Besatzungen regelmäßig für diese Art von bekannten und kontrollierten Situationen geschult werden und dass die Flugsicherheit absolute Priorität hat.

Statement von Air France
Flight Radar Air France Airbus A220

Nach Angaben von FlightRadar24 hatte Air France drei weitere Flüge mit demselben Flugzeug am selben Tag geplant. Der Airbus A220-300 sollte nach Lille, Strassburg und dann nach Paris fliegen. Das Flugzeug befindet sich jedoch noch immer am Boden.

Air France hat 60 Flugzeuge dieses Typs bestellt

Der erste Airbus A220-300 von Air France wurde am 31. Oktober auf den Strecken zwischen Paris-Charles de Gaulle und Berlin und Venedig erstmals eingesetzt. Am folgenden Tag, dem 1. November, wurde derselbe Airbus A220-300 auch in Barcelona und Madrid eingesetzt. “Nach zwei Jahren Arbeit sind die Teams von Air France stolz darauf, unseren Kunden dieses neue Flugzeug zu präsentieren”, erklärte Anne Rigail, CEO von Air France, auf Twitter.

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Bis 2025 will die französische Fluggesellschaft 60 A220-300 in ihrer Flotte willkommen heissen, um ihre Airbus A318 und A319 schrittweise zu ersetzen, da dieses neue Modell energieeffizienter sind. Es verbraucht 20 Prozent weniger Treibstoff als die A318 und A319 Modelle und seine CO2-Emissionen werden ebenfalls um 20 Prozent reduziert.

Darüber hinaus ist der Airbus A220-300 perfekt für das Kurz- und Mittelstreckennetz von Air France geeignet. Im Vergleich zu den Airbus-Modellen A318 und A319 senkt es die Kosten pro Sitz um 10 Prozent. Ausserdem verfügt der A220-300 über 148 Sitze in einer 3-2-Konfiguration. Bis zu acht Reihen im vorderen Teil des Flugzeugs können für Kunden der Business-Kabine reserviert werden, die einen freien Sitz neben sich haben.

Fazit zur Notlandung eines neuen Airbus A220-300

Zwei Tage nach seiner Auslieferung musste ein neuer Airbus A220-300 der Air France in Paris-Charles de Gaulle notlanden. Nach Angaben der französischen Fluggesellschaft handelte es sich bei dem aufgetretenen technischen Problem um eine bekannte Situation, die von den Besatzungen unter Kontrolle gehalten wurde. Es besteht also kein Grund zur Sorge. Das Flugzeug wurde von den Wartungsteams der Air France instand gehalten, befindet sich derzeit aber noch am Boden.

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