In der ersten Welle der Coronapandemie haben wir bei reisetopia einige neue Beitragsformate eingeführt, die uns in Erinnerung an vergangene Reisen schwelgen lassen – denn wenn man als „Reiseverrückter“ nicht reisen kann, denkt man meistens entweder an bereits Erlebtes zurück oder plant Neues.

Nun befinden wir uns mehrere Monate später immer noch in einer Situation, in der nicht sicher ist, wann wieder in dem Umfang gereist werden kann, wie zuvor und daher werde ich – als etwas neueres reisetopia-Teammitglied – nun auch von meinen schönsten Reiseerinnerungen der letzten Jahre berichten. Ich habe zudem in meinem Artikel „Wie ich zum Reisen gekommen bin“ einiges über persönliche Reiseerfahrungen berichtet, doch gehe ich hier noch einmal detaillierter auf meine Highlights ein.

Wenn man die Frage gestellt bekommt, welches die eigenen Lieblingsreiseziele sind, gibt es vermutlich zwei Reaktionen: Entweder man hat sofort eine Assoziation im Kopf oder man geht etwas strukturierter vergangene Reisen durch und filtert so die besten Erlebnisse heraus. Bei mir war es definitiv beides und dementsprechend ist auch die Reihenfolge mehr oder weniger chronologisch noch nach Platz eins bis fünf sortiert. Alle diese Ziele verbinde ich mit besonderen Erinnerungen und im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass es sich hauptsächlich um Destinationen handelt, die ich so sehr mag, dass ich bereits mehrfach dort war.

Florida, USA

Wer schon den einen oder anderen persönlichen Beitrag von mir gelesen hat, dem wird es nicht verwundern, dass mit Florida – und etwas später mit einer weiteren Region – gleich zwei Lieblings-Reiseziele in den USA genannt werden. Mit Ferien in den USA, ganz besonders in Florida, bin ich quasi aufgewachsen. Während es anfangs lediglich nach Orlando in die verschiedenen Freizeitparks ging, habe ich später fast alle Ecken des südlichen Floridas gesehen und kenne sie daher in- und auswendig.

Noch heute ist der Südwesten Floridas einer meiner absoluten Lieblings-Reiseziele. Viele Sommermonate habe ich im Städtchen Port Charlotte verbracht. Das liegt nur unweit vom Golf von Mexiko entfernt und bietet die ideale Ausgangslage, um Fort Myers, die Everglades, Fort Lauderdale und Miami im Süden sowie St. Petersburg, Tampa und Clearwater im Norden zu erkunden. Auch Orlando ist mit der Autobahn nicht allzu weit entfernt. Die Ecke bietet vor allem viele schöne Sandstrände. Naples, Bonita Springs und Fort Myers Beach sowie Englewood Beach in der direkten Umgebung laden zum Verweilen ein. Der Sand ist fein, das Wasser klar und warm. Nur ein wenig weiter entfernt liegen die Inseln Siesta Key (nördlich) sowie Captiva und Sanibel Island südlich. Während ersterer zu den besten Stränden der USA zählt, sind Captiva und Sanibel Island eher die abgeschotteten Inseln. Für den Weg dahin mit dem Auto muss man Maut bezahlen – die Parkplätze sind stark begrenzt, um Über-Tourismus zu vermeiden.

Wer nach einem guten Burger in der Umgebung sucht, sollte sich auch auf die Suche nach einem Boot machen. Auf der kleinen Insel Cabbage Key findet man buchstäblich die besungenen Burger in Paradise. Die Kulinarik der einzelnen Regionen und Länder ist für mich auf meinen Reisen sehr wichtig – auch wenn ich Vegetarier und manchmal auch Veganer bin. So findet man auch in den Metropolen wie Fort Lauderdale, Miami und Tampa immer wieder tolle Restaurants und Imbisse. In Fort Lauderdale bin ich zufällig auf einen Spätkauf mit einer riesigen Bier-Auswahl gestossen. Zudem hat der Laden die besten Pizzen und Sandwiches der Umgebung macht – und das mitten im abgelegenen Wohngebiet. In Tampa stösst man hingegen auf tolles kubanisches Essen, vor allem im alten kubanischen Viertel Ybor City.

Auch in Key West, der südlichste Punkt der kontinentalen Vereinigten Staaten von Amerika, spürt man diese Einflüsse. Zudem sollte man die sehr lange Fahrt von Miami entlang der einzelnen Inseln – die Keys genannt werden, dennoch auf sich nehmen und vor allem einen Stopp bei der Schildkrötenklinik einlegen. Diese Einrichtung hat es sich zum Ziel gemacht, gegen die Umweltbelastung der Meere anzukämpfen und Schildkröten aufzupäppeln, zu retten und wieder in die Freiheit zu entlassen.

London, Vereinigtes Königreich

Während ich diesen Beitrag schreibe, fällt mir auf, dass ich mich gerne in Orten, Städten oder Regionen am Meer aufhalte. London zählt zwar nicht direkt dazu. Für mich gehört zu London aber auch unweigerlich das Küstenstädtchen Brighton. Hier habe ich vor einigen Jahren ein Praktikum bei einem Dienstleistungsunternehmen für kleine Hotels absolviert. Das Büro war direkt am neuen Pier von Brighton, nur unweit der Innenstadt entfernt. Täglich bin ich in der Mittagspause durch die kleinen Gassen spaziert, habe mein Lunch genossen und bin ins Stadtbild von Brighton eingetaucht. Vor allem die Landschaft der Küste hat mich fasziniert und würde ich sehr gerne noch einmal besuchen. Östlich von Brighton liegen die bekannten Seven Sisters – eine Küstenformation, die zu bekannten Instagram-Bildern, aber auch zum Wandern gleichermassen einlädt.

Die Seven Sisters sind mit dem Bus gut zu erreichen. Zudem würde ich generell empfehlen die gesamte Region mit dem Bus zu erkunden. Ich hatte damals eine Fahrkarte für das gesamte Gebiet und bin in der Freizeit gerne von Endhaltestelle zu Endhaltestelle gefahren. Wer die grosse weite Welt sehen möchte, kann in den Zug einsteigen und entlang des London-Gatwick-Flughafens nach London fahren. Die Fahrt dauert circa eine Stunde. In den vergangenen Jahren war ich bereits mehrmals in London und immer wieder fasziniert mich diese Stadt, trotzdem ich als Berliner Grossstädte gewohnt bin.

Zwei Ziele in London habe ich aber noch offen. Mit Erdbeeren und Schlagsahne ein Tennis-Match in Wimbledon sehen und das Grab von Freddie Mercury besuchen. Definitiv ein Teil für den zukünftigen Teil dieser Rubrik. Sonst kann ich in London unbedingt eine Führung durch die Royal Albert Hall empfehlen. Nahe des Hyde Parks befindet sich die altehrwürdige Konzerthalle. Jede Grösse der Popmusik muss hier einmal im Leben gespielt haben. Der geschichtliche Hintergrund, die Tücken und die Schönheit des Gebäudes stehen für mich sinnbildlich für diese Stadt.

Pazifikküste, USA

Zum Glück kann uns die Corona-Pandemie zumindest virtuell nicht daran hindern, zwischen den Kontinenten hin- und herzuspringen. Wir sind wieder zurück in den USA. Nachdem wir mit Florida an der Ostküste waren, befinden wir uns nun an der Westküste. Die komplette Küste bin ich in zwei Touren abgefahren. Während die erste Tour von San Diego über Los Angeles nach San Francisco ging, verlief die zweite Tour in die entgegengesetzte Richtung von Seattle über Portland nach San Franisco. San Francisco wird von vielen Touristen gerne angesteuert. Die Stadt hat viel zu bieten und ist wunderschön. Dennoch hat sich die Stadt in den vergangenen Jahren auch massiv gewandelt. Wer einen halbwegs ungestörten Blick über San Francisco, die Golden Gate Bridge sowie Oakland erhaschen möchte, sollte zu den Twin Peaks fahren und auf dem Weg dahin eines der vielen Cafés der Stadt ansteuern. Wer mexikanisches Essen mag, sollte unbedingt in den Mission District fahren.

Wer dem Trubel von San Francisco entfliehen möchte, sollte nach Oakland fahren. Hier sind die Einflüsse der chinesischen Gesellschaft stark zu spüren. Dementsprechend viele und gute Restaurants gibt es hier, auch wenn die Stadt selbst von vielen Touristen gerne gemieden wird. Schöner wird es in den Wäldern nördlich der Stadt, mit den schönen Redwoods oder südlich bei der Hafenstadt Monterrey. Hier in der Nähe liegt auch der bekannte Golfkurs von Pebble Beach. Dieser kleine Park ist mit dem Auto zu erkunden, ist jedoch kostenpflichtig. Dafür kann man einzigartige Natur und einen einzelnen Baum an der Küste bestaunen. Nur ein Stück weiter liegt das kleine Örtchen Carmel-by-the-Sea, wo Clint Eastwood einst Bürgermeister war.

Los Angeles hingegen habe ich im Rahmen anderer Reisen auch schon zuvor besucht. Generell hat mich die Stadt nie wirklich angesprochen. Wenn, dann waren es eher die Orte ausserhalb von Los Angeles. Vor allem in Erinnerung geblieben ist mir Santa Monica mit dem bekannten Pier und Huntington Beach – eine unter Surfern sehr beliebte Stadt. Tatsächlich würde ich in jedem Fall San Diego im Gegensatz zu Los Angeles vorziehen. Die Stadt ist übersichtlicher, schöner und von ihren Einflüssen der nahen mexikanischen Grenze geprägt. Wer sich ein Bild von der Stadt von oben machen möchte, kann natürlich den durchaus spektakulären Anflug entlang der Innenstadt zum Flughafen von San Diego wählen oder zum Point Loma wandern oder fahren. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen Park mit einem Leuchtturm am Ende. Immer wieder zweigen jedoch Wege entlang der Klippen ab. Am Ende beim Leuchtturm jedoch bietet sich ein fantastischer Ausblick über die gesamte Region.

Wer einen Abstecher nach Mexiko machen möchte, kann dies ebenfalls problemlos von San Diego aus erledigen. Dafür kann man auch mit dem Auto zur Grenze fahren und anschliessend zu Fuss die Grenze passieren. Das soll durchaus einiges an Zeit sparen.

Lissabon und Porto, Portugal

Christoph Columbus segelte einst von Portugal los, um den Subkontinent Indien zu erreichen. Dabei ist er mit seiner Mannschaft auf Amerika gestossen. Nur so kann ich mir den Zusammenhang zwischen Amerika und Portugal in meinem Artikel erklären. Tatsächlich sind die USA und Portugal meine absoluten Lieblings-Reiseländer. Während ich die USA schon seit meiner frühen Kindheit entdecken darf, ist Portugal erst vor einigen Jahren hinzugekommen. Ich kann es dabei gar nicht so wirklich sagen, woran es bei Portugal liegt. Zum einen fasziniert mich die Sprache, zum anderen die Schönheit und Vielfalt des Landes. Mittlerweile kein Geheimtipp mehr ist die Hauptstadt Lissabon. Die Stadt ist reich an Kultur und Sehenswürdigkeiten – und leckere Pasteis de Nata findet man auch an jeder Ecke.

Tagelang könnte ich durch portugiesische Strassen laufen und die Fassaden mit den verschieden dekorierten Fliesen bestaunen. Wer eine ähnliche Passion für portugiesische Fliesen hat wie ich, sollte unbedingt ins Fliesenmuseum von Lissabon, nur unweit vom Hafen. Dort in der Nähe findet man auch den Fährhafen der Stadt. Von dort aus sollte man sich kostenfrei – also in der regulären Fahrkarte enthalten – nach Almada übersetzen lassen und mit dem Bus weiter zur Cristo-Rei-Statue fahren. Auch von hier aus bietet sich ein atemberaubender Blick über die Stadt. Mit der Brücke Ponte 25 de Abril könnte man meinen, dass man San Francisco vor sich hat.

Meine portugiesische Fliesenleidenschaft hat mich vor circa zwei Jahren auch nach Porto geführt. Hier habe ich mir dann sogar eine Fliese auf mein Bein tätowieren lassen. Was man alles in Porto erleben kann, habe ich ausführlicher im Beitrag meiner Lieblings-Destinationen für dieses Jahr geschildert. Aber auch hier: Wer es etwas ruhiger mag, kann sich auch in Porto in den Bus setzen und die Küste entlang nach Matosinhos beispielsweise fahren. Davon aber abgesehen, ist Porto eine interessante, aber überschaubare Metropole und bietet jedem Reisenden entsprechend seiner Bedürfnisse etwas. Übrigens: Auch hier kommt das Thema Kulinarik mit einem Portwein definitiv nicht zu kurz.

Kreta, Griechenland

Speaking, not singing of wine – Wir reisen weiter südlich, bleiben dieses Mal aber in Europa und befinden uns zum Abschluss in Griechenland – genauer gesagt auf Kreta. Um ehrlich zu sein war ich bereits vor vielen Jahren das erste Mal auf Kreta. Damals hat mich die Insel leider nicht so recht angesprochen. Zuvor war ich schon zwei Wochen auf Peleponnes unterwegs, habe Athen für einen Tag besucht und habe mehrmals Reisen an die olympische Ägäis unternommen. Kreta fiel aber bis zum letzten Jahr bei mir durch.

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Aufgrund von Corona musste ich jedoch meine Reisepläne im vergangenen Sommer ändern und habe kurzfristig eine kleine Tour durch Europa gebucht. Zufälligerweise brachte mich diese Tour noch einmal nach Kreta zurück und dieses Mal hat es mich vollkommen überzeugt. Die Reise im vergangenen Jahr hat bereits gut in der Business Class von Edelweiss begonnen. Die Schweizer Ferienfluggesellschaft ist im vergangenen Jahr zeitweise mit dem Airbus A340-300 nach Heraklion geflogen. Im Anschluss daran bin ich mit dem Mietwagen nach Chania gefahren, wo ich mein Hotel für die nächsten Nächte gebucht hatte. Dabei bin ich zufällig auf das Domes Zeen gestossen – ein Hotel der Luxury Collection von Marriott.

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Tatsächlich habe ich mir immer relativ wenig aus Hotels gemacht. In den letzten Jahren konzentriere ich mich dabei nur noch auf Hotels von Hilton, Marriott und Co. Zum ersten Mal in einem Hotel so richtig wohlgefühlt habe ich mich aber erst in Chania im Domes Zeen. Das Hotel hatte Charme, die Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet und laden zum Verweilen und Abschalten ein. Zudem ist das Domes Zeen der ideale Ausgangspunkt, um den westlichen Teil Kretas zu erkunden. Was ich bis heute aber noch nicht geschafft habe: den pinken Strand von Elafonisi besuchen. Aber demnächst wird mich mein Weg definitiv nochmal dahin zurückführen.

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Fazit zu meinen fünf Lieblingsreisezielen der letzten Jahre

Genauso gehe ich davon aus, dass ich die anderen Länder meiner eher überschaubaren Liste demnächst wieder besuchen werde. Entsprechende Planungen bestehen bereits. Neben der Nähe zum Meer fällt mir auch immer wieder auf, dass mich meine Reisen bisher eher in den Westen und in den Süden gezogen haben. Im nächsten Teil wird es deshalb offensichtlich um Ziele östlich der Hauptstadt gehen. Darunter Russland, Ozeanien und Teile Afrikas. Also seid gespannt, was ich dann zu erzählen habe.

Ich finde es immer spannend, zu hören, an welchen Orten sich andere Reisende besonders wohlgefühlt haben. Was sind Eure Lieblingsdestinationen? Habt Ihr auch schon schöne Reiseerfahrungen in einem meiner Lieblingsziele machen dürfen?

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