Es geht wieder nach Kanada. Bei der Auswahl meiner Destinationen habe ich mich aber von den neuen Bordprodukten von Lufthansa und Condor leiten lassen.

Ein neuer kleiner Kampf über dem Atlantik bricht aus. Nahezu zeitgleich haben Lufthansa und Condor ihre Routen mit den neuen Business Class-Produkten bekannt gegeben. Dabei überrascht wohl kaum, dass es bei dieser Auswahl der Routen auch Überschneidungen gibt. Für mich ideal, denn ich kann die beiden Sitze somit perfekt miteinander vergleichen. Wie ich die Flüge buchen konnte, wie meine Pläne aussehen und was ich vielleicht auch noch auf Euch warten könnte, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

Etihad-Business Class im Airbus A330 der Condor

Die deutschen Fluggesellschaften Condor und Lufthansa wagen endlich einen wichtigen und dringend benötigten Schritt in die richtige Richtung. Die veralteten Business Class-Kabinen erhalten ein erstes Upgrade. Von einer 2-2-2 Konfiguration geht man nun auf die 1-2-1 Konfiguration. Condor will nach diesem Vorbild und nach Übernahme der neuen Airbus A330neo eine solche Kabine vorstellen und damit die alte Konfiguration sowie die entsprechenden Flugzeuge vom Typ Boeing 767 ablösen. Den Anfang machen jedoch geleaste Airbus A330ceo, also mit der alten Triebwerkskonfiguration, von Etihad Airways. Die Flugzeuge stehen bereit.

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Airbus A330neo von Condor

Und die neuen Routen hat Condor bereits ebenfalls vor wenigen Tagen bekannt gegeben. Mit dem Sommerflugplan sollen die geleasten Airbus A330 dann auch auf der Langstrecke zum Einsatz kommen. Wegen des neuen Bordprodukts der Lufthansa fiel meine Wahl daher auf Toronto. Mit Condor geht es also ab Berlin über Frankfurt nach Toronto YYZ, und zwar zum Juni-Beginn. Den Flug habe ich bezahlt und dabei für einen Oneway-Flug auch einen halbwegs guten Preis finden können. So hat mich die komplette Buchung 889 Euro gekostet, inklusive Anfahrt im ICE nach Frankfurt.

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Business Class von Iberia – vergleichbar mit der neuen Business Class der Condor

Zwar ist der Preis auf einen Hin- und Rückflug hochgerechnet nicht der beste, aber immerhin bestraft Condor Reisende nicht für solche Buchungen. Bei der Lufthansa sah das gänzlich anders aus, doch dazu gleich mehr. Die Sitzplatzreservierung war ebenfalls inklusive. Der Sitzplan der Condor offenbart dabei dankenswerterweise, welche Sitze sich direkt am Fenster befinden, und welche am Gang. Meine Wahl fiel daher auf einen Fensterplatz in einer ungeraden Sitzreihe. Dabei bin ich aber vor allem auch gespannt, ob die Condor den Business Class-Service mit neuem Produkt generell überarbeitet. Überrascht hat mich dafür aber, dass meine Fahrt im ICE nur in der 2. Klasse erfolgt.

Philippine-Business Class im Airbus A350 der Lufthansa

Die Lufthansa setzt ihre neuen Airbus A350 von Philippine Airlines lediglich auf Routen von München nach Kanada ein. Da ich das neue Flaggschiff der Lufthansa aber auf einer längeren Route erleben wollte, habe ich mich für einen Abflug in Vancouver entschieden, also an der Westküste Kanadas. Über München geht es dann mit der Lufthansa zurück nach Berlin. Hin- und Rückflüge in der Business Class hätten circa 4’000 Euro gekostet. Der Oneway-Flug hingegen war sogar noch 1’000 Euro teurer, obwohl ich sogar auf eine Strecke gänzlich verzichtet hätte. Also blieb mir eigentlich nur eine wirkliche Option!

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Airbus A350 von Philippine Airlines geleast

Ich bezahlte den Flug mit meinen Miles & More-Meilen. Der Business Flex-Tarif von Vancouver über München nach Berlin kostet 56’000 Meilen, zuzüglich Steuern und Gebühren. Diese haben umgerechnet circa 500 Euro betragen, womit ich eine Menge Geld sparen konnte und der Hin- und Rückflug mich letztlich nur knapp 1’400 Euro gekostet hat. Mit Abflug in meiner Heimatstadt ein durchaus guter Deal.

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Sitzplan bei der Buchung zeigt nicht die genaue Anordnung

Anders als Condor geht aus dem Sitzplatz der Lufthansa aber nicht hervor, welche Sitzplätze sich am Fenster oder am Gang befinden. Ein kurzer Blick in die alten Sitzpläne von Philippine Airlines, und etwas Erfahrung, offenbarten letztlich, dass auch hier die ungeraden Sitzreihen die Sitze direkt am Fenster bieten. Jetzt heisst es nur noch Daumendrücken, dass es auch beim Einsatz der neuen Flugzeugtypen auf den jeweiligen Routen bleibt.

Air Canada von Coast to Coast

Von Toronto nach Vancouver mal eben zu kommen, ist nicht so einfach. Mit dem Flugzeug liegen beide Metropolen circa 4,5 Stunden voneinander entfernt. Dabei fiel mir ein wahrer Sweetspot ein! Flüge innerhalb Kanadas sind ebenfalls mit Miles & More-Meilen kostengünstig buchbar. Der Business Flex-Tarif kostet hier lediglich 20’000 Meilen, zuzüglich sehr geringer Steuern und Gebühren. Diese haben umgerechnet lediglich knapp 50 Euro betragen. Auch hier war die Sitzplatzreservierung inklusive, diese musste ich aber separat über die Website von Air Canada tätigen.

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Dafür genügt der Buchungscode von Miles & More! Zwar sind die Flugzeiten am frühen Morgen nicht so ideal, aber immerhin habe ich damit dann noch zwei volle Tage in Vancouver. Das Besondere an diesem Flug aber: Air Canada setzt hier eine Boeing 787-9 ein. Damit komme ich auch während dieses Flugs in den Genuss einer vollwertigen Business Class!

Tripreport mit weiteren kanadischen Airlines?

Ein kleiner Traum bleibt aber noch offen. Das liegt auch daran, dass ich mir diesen im vergangenen Jahr, genauer gesagt im September 2021, noch nicht erfüllen konnte. Damals waren die Flugpläne in Kanada noch stark eingeschränkt. Aber ich wollte schon immer am Toronto City Airport landen. Der kleine Regionalflughafen liegt direkt vor Downtown Toronto. Der Anflug erfolgt über Wasser zwischen der Skyline und den Toronto Islands. Mit einer sehr kurzen Landebahn wird der Anflug damit umso spektakulärer. Um hier landen zu können, muss ich aber erst irgendwo anders starten.

Dafür bieten sich die regelmässigen Verbindungen von Porter Airlines zwischen Montreal und Toronto YTZ an. Die Flüge werden mit einer kleinen Turboprop durchgeführt, sind aber durchaus kostenintensiv. Porter Airlines ist dabei nicht nur eine Regionalfluggesellschaft, sondern agiert auch noch wie ein Lowcost-Carrier. Das heisst, dass jegliche Extras auch extra kosten. Anders sieht das bei Air Transat aus. Die kanadische Fluggesellschaft dürfte dem einen oder anderen hierzulande noch ein Begriff sein. Schliesslich ist Air Transat damals auch mal nach Deutschland, unter anderem sogar bis Berlin, geflogen.

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Hier kostet ein einfaches Ticket in der Economy Class von Toronto YYZ nach Montreal knapp unter 100 Euro, Gepäck und Sitzplatzreservierung inklusive. Der Buchungsprozess ist, anders als bei Porter Airlines, auch einfach und schnell erledigt. Mit all den Flügen stellt sich mir nun aber die Frage, ob ich daraus sogar einen grossen Bericht, also einen Tripreport schreibe. Das hängt auch ein bisschen von Euren Tipps und Empfehlungen ab!

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Denn ich bin aktuell noch auf der Suche nach einigen Hotels in Toronto, Montreal und Vancouver. In Vancouver schwebt mir das Fairmont in der Innenstadt und am Flughafen vor. In Montreal und Toronto bin ich mir noch unsicher, obwohl in Toronto die Wahl wohl auf ein Flughafen-Hotel fallen dürfte. Nach dem Ritz-Carlton Toronto im vergangenen Jahr bin ich aber auch etwas verwöhnt. Ob die Erwartungen hier nochmal gestillt werden können, bleibt dabei abzuwarten.

Fazit zu meinen Flügen mit Condor und Lufthansa

Condor und Lufthansa führen endlich neue Business Class-Produkte ein! Höchste Zeit für mich, die neuen Sitze zu testen und dies mit einem kleinen Aviation-Abenteuer durch Kanada zu verbinden. Dabei werden nämlich nicht nur die neuen Produkte der Deutschen beurteilt, sondern auch noch weitere Flüge mit Air Canada, Air Transat und Porter Airlines getestet. Nur bei den Hotels bin ich mir noch unsicher. Ihr könnt meine Reiseplanung aber komplettieren und damit am Tripreport mitarbeiten. Ich bin auf Eure Tipps und Empfehlungen gespannt!

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Autor

Seit Alex zum ersten Mal im Alter von 3 Jahren geflogen ist, wollte er das Flugzeug eigentlich nicht mehr verlassen. Bis heute riss seine Faszination fürs Fliegen nicht ab, weshalb er sich entschlossen hat, Euch an seinen Erfahrungen und Tipps teilhaben zu lassen.

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