Kürzlich berichteten wir darüber, dass sich am vergangenen Freitag eine tragische Kollision eines Flugzeuges mit einem Einsatzwagen der Feuerwehr am Flughafen Lima ereignete. Nun gibt es bereits erste Hinweise auf den Unfallhergang.

Am Nachmittag des Freitages, den 18. November, ereignete sich ein unglücklicher Unfall am Flughafen Lima, bei dem ein Einsatzwagen der Feuerwehr die Startbahn überquerte, auf der gerade ein Flugzeug abhob. Die Schlussfolgerung dieses Ereignisses war es, nachzuforschen, wer dem Fahrzeug die Erlaubnis zur Überquerung der Piste gegeben hatte. Nun scheint es dazu wohl eine Antwort zu geben, es handelt sich bei der Unfallursache wohl um Misskommunikation mit der peruanischen Flugsicherung im Tower des Lima Airport, wie aerotelegraph berichtet. Wie es demnach wohl zu dem Unfall kam und inwiefern sich die Sperrung der einzigen Start- und Landebahn in Lima auf den internationalen Flugverkehr auswirkte, zeigen wir Euch im Folgenden.

Sperrung hielt länger als geplant

Nachdem die Kollision des Flugzeuges mit einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr die Start- und Landebahn blockierte und danach zudem auch Feuer fing, mussten zunächst die überlebenden Passagiere evakuiert, das Feuer gelöscht, Nachforschungen angestellt, das Flugzeugwrack entfernt und die Piste repariert werden, bevor der Flugbetrieb am einzigen Flughafen der Hauptstadt Limas wieder einsetzen konnte. All diese Arbeiten nahmen mehr Zeit als ursprünglich von den Verantwortlichen gedacht in Anspruch, sodass die Freigabe des Flughafens nicht wie angekündigt um 13 Uhr des Samstages, den 19. November, sondern um 0:54 Ortszeit am heutigen Sonntag, den 20. November, wieder erfolgen konnte.

Insgesamt sind laut simpleflying rund 400 Flüge von und nach Lima annulliert wurden. Jene, die bereits in der Luft und ihrer Destination, der Hauptstadt Perus, vergleichsweise nah waren, wurden umgeleitet.

Laut den Angaben des Flughafens landeten demnach drei Flüge von Miami, Paris und Amsterdam, der American Airlines, Air France und KLM in Panama. Zwei Flüge von Madrid setzen jeweils in Iquitos und Bogota auf. Ein Flug von Panama, eine Maschine die von der Destination des kollidierten Flugzeuges – Juliaca – auf dem Weg nach Lima war und ein weiterer Flug von Arequipa landeten in Pisco.

Misskommunikation als mutmasslicher Grund

Als Grund dafür, dass sich das Einsatzfahrzeug überhaupt auf die Start- und Landebahn, auf der das Flugzeug von LATAM Chile gerade abheben wollte, begab, wird nun eine mutmassliche Misskommunikation im Airport-Tower eingeräumt. Demnach hatten zur Zeit des Einsatzes drei Personen die Kontrolle, da ein Schichtwechsel stattfand. Die peruanische Zeitung El Popular veröffentlichte entsprechende Tonaufnahmen, welche diese Ausgangssituation belegen.

Eine der drei Personen gab wohl laut diesen Aufnahmen dem Einsatzfahrzeug die Anweisung, zehn Minuten zu warten. Das Befahren der Start- und Landebahn gab sie demnach nicht frei. In den Tonaufnahmen ist allerdings zu hören, wie eine weitere Person die Erlaubnis zum Befahren der Piste gibt. Diese Freigabe führte höchstwahrscheinlich im Anschluss zur Kollision von Einsatzfahrzeug und dem Airbus A320 Neo.

Fazit zur vermutlichen Unfallursache in Lima

Während die Ermittlungen noch in vollem Gange sind, veröffentlicht eine lokale Zeitung Tonaufnahmen aus dem Kontrollturm des Flughafens, die den Unfallhergang als tragisches in Folge einer Misskommunikation entstandenes Unglück darstellen. Demnach soll wohl fälschlicherweise eine Genehmigung zum Befahren der Piste erteilt worden sein, nachdem das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr von einer anderen Person zunächst ausdrücklich dazu angehalten wurde, die Start- und Landebahn vorerst nicht zu überqueren

Autor

Sandro ist Content Editor und seit Januar 2022 bei reisetopia tätig. Seitdem er mit nur einem Jahr seinen ersten Langstreckenflug antrat und danach 6 Jahre lang im Ausland aufwuchs, war er von Reisen begeistert. Heute versorgt er Euch vor allem am Wochenende mit interessanten Inhalten.

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