Um nach Thailand einzureisen, benötigt man eine Menge an Dokumenten mit persönlichen Angaben. Davon wollen Kriminelle nun profitieren.

Betrüger haben kürzlich die Datenbanken des Thailand-Passes gehackt. Nun versenden sie Phishingmails, die einen offiziellen Anschein erwecken. Damit will man sich Zugang zu persönlichen Daten verschaffen, warnt loyaltylobby. Wie man sie erkennt und umgeht, berichten wir Euch im Folgenden. 

Datenbanken gehackt

Gerade da es in Thailand laut Sebastian Powell üblich ist, dass offizielle Regierungsinstitutionen normale Gmail oder Hotmail Accounts für öffentliche- und private Line-Messenger Accounts zur internen Kommunikation nutzen, war die Entwicklung absehbar. Kriminelle haben sich widerrechtlich Zugang zu den Datenbanken, die private Informationen von Thailand-Reisenden speichern, verschafft. Die Daten stammen aus den Angaben, die während des Prozesses der Beantragung der für die Einreise notwendigen Dokumente gemacht werden müssen. 

Maya Bay Thailand Wiedereroeffnung
Thailand steht bei Reisenden aus aller Welt als Destination hoch im Kurs. 

Der Thailand-Pass muss bis eine Woche vor Einreise beantragt sein. Im Zuge der Beantragung fallen laut Autorin Lena, die Anfang des Jahres eine Pressereise nach Thailand machte, eine Unmenge an Dokumenten an. Bereits in der Vergangenheit waren einige Speicherstellen, die im Zusammenhang mit der Einreise ins Land stehen, Hackerangriffen zum Opfer gefallen. 

Thailand Einreise PCR-Test
Noch am Flughafen wird ein PCR-Abstrich gemacht. 

Zu ihnen zähen unter anderem die Impfstatus-Datenbank, die Datenbank für aktuelle Einreisetermine sowie die Datenbank über Touristen, die in den vergangenen Jahren nach Thailand eingereist waren. Auch einige PCR-Testanbieter warnen anscheinend vor E-Mails, die in ihrem Namen versendet werden. Dies lässt darauf schliessen, dass momentan viele Einrichtungen, die in Verbindung mit dem Tourismus in Thailand stehen, Ziel dieser Angriffe sind. 

Falsche E-Mails erkennen

Während aktuell E-Mails versendet werden, die tatsächlich einen offiziellen Anschein erwecken, gab es in der Vergangenheit gänzlich andere. Ausser Frage steht, dass man den Forderungen, die aus den E-Mails hervorgehen, keinesfalls Folge leisten sollte. In aktuellen E-Mails fordern Kriminelle die Empfänger, die nicht namentlich adressiert werden, dazu auf, angeblich aufgetretene Fehler bei der Beantragung zu korrigieren. Was mit den Angaben weiter passiert, ist unklar. Dass die betrügerische Masche per E-Mail eingeleitet wird, steht jedoch fest. 

Warnung vor betrügerischen Emails
Die aktuelle Warnung der Regierung Thailands

Wieder andere E-Mails fordern zum Download von Dokumenten und dem Scan eines QR-Codes auf. Dies sollte ebenfalls in keinem Fall getan werden, da damit zu rechnen ist, dass dadurch Schadsoftware auf den Geräten installiert wird. Um den Betrügern nicht in die Karten zu spielen, sollte man zunächst mit etwas gesundem Menschenverstand und einem kritischen Blick die E-Mails, die man im Zuge der Einreise nach Thailand bekommt, überprüfen. Man sollte sich während des gesamten Beantragungsprozesses an die offizielle Seite des Thailand-Passes halten. Laut Aussage der thailändischen Regierung werden E-Mails, welche die Einreise betreffen, ausschliesslich von der Adresse [email protected] versendet. Bei weiteren Fragen wird die Kontaktaufnahme mit einem Konsulat oder einer Botschaft Thailands angeraten. 

Fazit zu den E-Mails von Thailand-Pass-Betrügern

Thailand ist ein sehr beliebtes Reiseziel und es zieht auch während Corona zahlreiche Menschen an. Diesen Umstand machen sich Betrüger zunutze und versuchen, an die persönlichen Daten von Thailand-Reisenden zu gelangen. Um sich davor zu schützen, sollte man einige Vorsichtsmassnahmen beachten. Beispielsweise wird eine kritische Überprüfung der E-Mails, die man im Zuge der Vorbereitung der Reise erhält, angeraten. Bei Fragen ist bestenfalls eine ständige Vertretung der thailändischen Regierung in der Schweiz zu kontaktieren. Auf diese Weise kann die Sicherheit der eigenen Daten während des gesamten Prozesses der Reisevorbereitung aufrechterhalten werden. 

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Autor

Seitdem Sandro mit nur einem Jahr seinen ersten Langstreckenflug antrat und danach 6 Jahre lang im Ausland aufwuchs, war er von Reisen begeistert. Heute ist er immer auf der Suche nach der nächsten Möglichkeit, in einen Zug oder ein Flugzeug zu steigen, neue Orte und Personen kennenzulernen und seinen Horizont zu erweitern.

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