Noch in diesem Quartal will die Swiss 50 Prozent der Kapazität von 2019 erreichen. Damit soll es wieder möglich werden, profitabel zu fliegen, gemäss Swiss-Chef Dieter Vranckx.

Noch vor kurzem hatte die Swiss aufgrund der Corona-Krise und einem damit einhergehenden massiven Umsatzverlust im dreistelligen Millionenbereich einen Abbau von 780 Stellen sowie eine Verkleinerung der Flotte um 15 Maschinen angekündigt. Nun blickt die Swiss optimistischer in die Zukunft und geht davon aus, schon in diesem Sommer wieder schwarze Zahlen zu schreiben, wie Aero berichtet.

Nur noch halb so viele Helvetic-Flieger

Im ersten Quartal diesen Jahres zeigte die Pandemie noch immer drastische Auswirkungen auf die Swiss und verursachte einen satten Verlust von 201 Millionen Franken bei der Lufthansa-Tochter. Schon diesen Sommer soll nun alles besser aussehen bei der Premium-Airline.

Blickt optimistisch in die Zukunft: Swiss-Chef Dieter Vranckx

Denn von da an will die Schweizer Fluggesellschaft wieder „cashneutral“ fliegen, wie Swiss-CEO Dieter Vranckx der Sonntagszeitung mitgeteilt haben soll. Dazu bräuchte es nach eigenen Angaben 50 bis 55 Prozent der Kapazität von 2019. Erreicht werden soll dies durch eine Verbesserung der Profitabilität bei niedrigen Buchungsständen – durch die Zusammenlegung von Flügen sowie den Einsatz kleinerer Flugzeuge.

Will schon bald wieder profitabel werden: die Premium-Airline Swiss

Auch will die Swiss weniger auf die Flieger der Partnerin Helvetic zurückgreifen. Von acht Helvetic-Jets sollen nur noch „bis zu vier Flugzeuge” des Wetlease-Partners zum Einsatz kommen, wie Vranckx im Interview betonte.

Einsatz von Helvetic-Maschinen soll reduziert werden

Angesichts der Effizienz und der guten Grösse der Flieger wäre es laut Swiss-Chef von Vorteil, weniger Helvetic-Flugzeuge abzubauen. “Aber man muss auch sensibel gegenüber den Mitarbeitenden sein, weshalb wir bei einem Partner, der nicht zur Lufthansa-Group gehört, stärker reduzieren.” Zuvor geriet die Swiss unter Beschuss trotz Massenentlassungen und Flottenabbau an dem Fremdanbieter Helvetic samt Crew und Flotte festzuhalten.

Fazit zur Profitabilität der Swiss bis zum Sommer

Wie die gesamte Luftfahrtbranche in Europa steht auch die Swiss während der Corona-Pandemie noch immer unter enormem Druck und setzt auf eine hohe Nachfrage in den Sommermonaten. Die Chancen für eine starke Hauptsaison dürften gut stehen, hat der Bundesrat erst letzte Woche noch bekannt gegeben, dass die Quarantänepflicht für Geimpfte nun definitiv fallen soll und somit die Reiserestriktionen, die die Reisebranche – allen voran die Swiss – seit Monaten stark belastet haben.

Autor

Wenn Anna unterwegs ist, ist sie in ihrem Element. Selten ist sie mehr als ein paar Tage am selben Ort. Der nächste Kurztrip oder eine Fernreise stehen immer schon in ihrem Kalender. Nach ihrem Tourismus-Studium konnte sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen und teilt ihre Erfahrungen, Tipps und News aus der Reisewelt mit euch.

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