Die Air France-KLM Rettung steht: Neben der sieben Milliarden Euro staatlicher Gelder aus Frankreich wird sich die niederländische Regierung mit weiteren knapp 3,4 Milliarden Euro an der Rettung einer der grössten Airline-Gruppen Europas beteiligen.

Die niederländische KLM Royal Dutch Airlines hat sich eine Staatshilfe ihrer Regierung in Milliardenhöhe gesichert. Die französisch-niederländische Gesellschaft ist Teil der Allianz SkyTeam und betreibt ein weltumspannendes Flugnetz, das im Zuge des Covid-19-Ausbruchs im Frühjahr dieses Jahres stark ausgedünnt wurde.

Staatshilfe an Bedingungen der niederländischen Regierung geknüpft

Zwar wurden keine konkreten Details genannt, doch es scheint, als sei auch die Staatshilfe der niederländischen Regierung für die Fluggesellschaft KLM an nachhaltig strukturierte Bedingungen geknüpft, die die Airline künftig erfüllen muss. Wie das deutsche Reiseportal airliners.de zuerst berichtete, erwarte man auf Staatsseiten nun ein umfassendes Engagement der Fluggesellschaft in puncto Nachhaltigkeit und ausserdem höhere Rentabilität, sowie Beiträge zu laufenden Umstrukturierungen vonseiten der Beschäftigten. Ein Statement von KLM-CEO Pieter Elbers auf der offiziellen Webseite unterstreicht diese Vermutungen:

Aufgrund von COVID-19 befindet sich die KLM derzeit in einer beispiellosen Krise. Das Finanzierungspaket ist notwendig, um den langen und schwierigen Weg der Erholung in der kommenden Zeit zu sichern. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt, und ich spreche dem niederländischen Staat und den Banken im Namen aller Kollegen der KLM meinen Dank für ihr Vertrauen in unsere Organisation und unsere Zukunft aus.

Mit dem Finanzierungspaket kann die KLM weiterhin ihre wichtige soziale Rolle bei der wirtschaftlichen Erholung und Nachhaltigkeit erfüllen. In der kommenden Zeit werden wir einerseits an der Wiederherstellung des Streckennetzes und andererseits an der Entwicklung der Umstrukturierungen und der weitreichenden Auflagen, die an das Paket geknüpft sind, arbeiten.

Pieter Elbers, CEO KLM

Darüber hinaus verspricht man in der KLM-Chefetage, mit den zuständigen Gewerkschaften in einen Diskurs zu treten und gemeinsam die Bedingungen auszuarbeiten und zu präzisieren, die “die Regierung an die Beschäftigungsbedingungen der KLM-Mitarbeiter knüpft”. Die insgesamt 3,4 Milliarden Euro Staatshilfe für die niederländische Fluggesellschaft entstammen zu zwei Drittel einem Kredit, dessen Ausfallgarantie zu 90 Prozent vom niederländischen Staat getragen wird. Eine weitere Milliarde Euro erhält die KLM in Form eines direkten Darlehens an die Fluggesellschaft. Dividendenzahlungen an Aktionäre sollen in diesem Zuge vorübergehend ausgesetzt werden, bis die staatlichen Gelder zurückbezahlt sind.

Fazit zur Staatshilfe für die KLM

Die niederländische KLM Royal Dutch Airlines wird weitere 3,4 Milliarden Euro staatlicher Gelder von der niederländischen Regierung erhalten, um die eigene Liquidität auch unmittelbar nach der Hochphase der Coronapandemie gewährleisten zu können. Neben Versprechungen zur Beteiligung an langfristige Umstrukturierungen in Sachen Nachhaltigkeit sind diese Gelder an weitere Bedingungen geknüpft, die die Airline künftig erfüllen muss. Zuvor hatte die französische Regierung der Air France-KLM-Gruppe bereits eine Finanzspritze in Höhe von sieben Milliarden Euro zugesagt.

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Autorin

Lilli ist am liebsten in den Wolken - und das nicht nur mit ihrem Kopf. Schon als Kind tourte sie mit einer Tanzgruppe durch Europa, heute ist Fernweh ihr ständiger Begleiter. Wenn sie sich nicht gerade mit ihrem Studium in Berlin beschäftigt, sitzt sie irgendwo auf der Welt hinter ihrem Laptop und berichtet für Euch über die angesagtesten Travel News rund um den Globus - direkt hier auf reisetopia.de!

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