Im Oberengadin gibt es den Regionalflugplan Samedan, welcher aktuell nur von privaten Flugzeugen fĂŒr St. Moritz angeflogen wird. Nun hat der Bundesrat einem Ausbau dieses Airports zugestimmt. Was der Flughafen aktuell bietet und was nun folgt, lest Ihr hier.
Mehr Flugbewegungen fĂŒr das Engadin
Der Flughafen im Engadin wird ausgebaut und modernisiert und damit soll der Flugbetrieb stark erhöht werden. Bisher hat der Flughafen mit seiner 1â800 Meter langen Landebahn nur die Privatjets der âSchönen und Reichenâ, dazu einige Segelflugzeuge und Helikopter gesehen. Selbst mit der kleinen Nutzergruppe erreicht der Flughafen St. Moritz jĂ€hrlich rund 14â000 Flugbewegungen von Motorflugzeugen. Nach dem Ausbau soll der Flugplatz, der sogar ĂŒber eine eigene Zoll-Stelle fĂŒr internationale Einreisen besitzt, auf bis zu 23â500 Bewegungen steigen. Mit der Erweiterung sollen dann auch CharterflĂŒge an den Flughafen St. Moritz erfolgen. Dazu mĂŒssen aber einige Umbauten erfolgen.
Instrumenten-Flugregeln fĂŒr die Winter-Saison
Die Winter-Saison ist fĂŒr einen grossen Teil der Flugbewegungen am ehemaligen MilitĂ€r-Flugplatz verantwortlich. Deshalb soll schon vor den grossen Passagierströmen der instrumentengestĂŒtzte Landeanflug am Flugplatz ermöglicht werden. Das Bundesamt fĂŒr Zivilfahrt (BAZL) wird die Ănderung der Betriebsbewilligung in den kommenden Tagen durchfĂŒhren. Trotz Instrumenten-Flugregeln (IFR) sollen die Betriebszeiten nicht angepasst werden: Weiterhin startet der Flugbetrieb um 8 Uhr morgens und endet im Winter mit dem Sonnenuntergang, im Sommer geht es bis 19 Uhr.
Mit den aktuellen 1.8 Kilometern ist die Landebahn am Flughafen SMV lÀnger als in Bern oder Lugano, soll aber unter UmstÀnden trotzdem weiter ausgebaut werden. Aus den Unterlagen zur Erweiterung gehen auch Details zu Umweltschutz und LÀrmbelastung hervor, andere Fragen werden wohl erst in den kommenden Wochen und Monaten genauer beantwortet werden.
Fazit zum Ausbau in St. Moritz/Samedan
Der Ausbau des Flughafens, welcher bisher primĂ€r von Privatjets genutzt wird, zeigt eine spannende Entwicklung. Die VerĂ€nderungen passen aber zur neuen Strategie von St. Moritz, mit der die Region versucht das âLuxus-Imageâ zu verlieren und sich fĂŒr mehr Reisende zu öffnen. Die verschiedenen Regierungen investieren gerade grosse Mengen in RegionalflughĂ€fen. Wir sind gespannt darauf, wie die Geschichten rund um die verschiedenen kleineren FlughĂ€fen weiter gehen werden.