Schon in der nächsten Woche soll es so weit sein, Qatar Airways wird die erste Boeing 737 MAX im regulären Flugbetrieb einsetzen.

Mit Spannung wird erwartet, welche Business Class in die von der russischen S7 Airlines übernommen Maschinen eingebaut werden. Wie executivtraveller berichtet, sollen die neuen Maschinen doch nicht mit der kleineren Q-Suite, die auch für die neuen A321neo vorgesehen sind, ausgestattet werden. Stattdessen greift man hier vermutlich auf ein bekanntes Produkt zurück.

Vermutlich keine Mini Q-Suite für die 737 MAX

Eine offizielle Aussage dazu, welches Produkt genau in der Business Class verbaut wird, gibt es nicht. Ursprünglich waren die Maschinen für die russische S7 Airline hergestellt und entsprechend ausgestattet worden. Seit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine ist es Boeing verboten, Flugzeuge an russische Fluggesellschaften auszuliefern. Die neun Maschinen konnten kurzfristig von Qatar Airways übernommen und sollen schon in den kommenden Wochen eingesetzt werden.

S7 Airlines hatte die 737 MAX mit acht Sitzplätzen in zwei Sitzreihen zu je vier Sitzen in der Business Class ausgestattet. Es handelt sich um gepolsterte Liegesitze, weder mit Beinstützen, noch mit Lademöglichkeiten. Nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Akbar Al Baker werden die bestellten Boeing 737 MAX 10 und die Airbus A321neo mit einer Art Mini QSuite ohne Türen, aber trotzdem mit viel Privatsphäre ausgestattet. Jeder Sitz lässt sich in ein flaches Bett umwandeln und hat Zugang zum Gang. Bei der QSuite von Qatar Airways handelt es sich um eine der besten Business Class Kabinen, die es auf dem Markt gibt. Diese passt jedoch nicht in Schmalrumpfflugzeuge, sodass man auf eine kleinere Ausstattungsvariante zurückgreifen muss. Die Mini Suiten sollen auch in den neuen Airbus A321LR eingebaut werden, der auf Strecken geplant ist, auf denen es nicht nötig ist, ein Grossraumflugzeug einzusetzen.

Trainingsflüge haben begonnen

Wie simpleflying berichtet, hat Qatar Airways bereits über 100 Trainingsflüge mit dem neuen Flugzeugmodell absolviert. Aus dem Flugplan ist zu erkennen, dass schon in der kommenden Woche die erste Boeing 737 MAX in den regulären Flugbetrieb aufgenommen wird und die kurze Strecke zwischen Doha und Abu Dhabi fliegen wird.

Am 15. April 2023 ist die erste Maschine mit der Registrierungsnummer A7-BSC an Qatar Airways übergeben worden. Seitdem wurden bereits über 100 Trainingsflüge durchgeführt, mehr als zehn Flüge an manchen Tagen. Die meisten der etwa halbstündigen Flüge fanden zwischen den beiden nebeneinander liegenden Airports von Doha statt, dem Doha International Airport (DIA) und dem Doha Hamad International (DOH), der bekanntere der beiden Airports. Am 04. Mai 2023 ist die zweite Maschine mit der Registrierungsnummer A7-BSE in Doha angekommen. Die Heimatbasis der Boeing 737 MAX wird aller Voraussicht nach DOH sein.

Die 29 Schmalrumpfflugzeuge, die Qatar Airways bisher in der Flotte hat, sind ausschliesslich aus dem Hause Airbus. Ein intensives Training mit der Boeing 737 MAX ist somit vor dem Einsatz im Passagierbetrieb nötig, auch wenn in der Flotte andere Modelle aus der Boeing Familie vorhanden sind. Hierbei handelt es sich allerdings um Grossraumflugzeuge wie die Boeing 787 oder 777. Qatar Airways plant die Übernahme weiterer Flugzeuge, um das Streckennetz in den kommenden Jahren deutlich zu erweitern.

Fazit zur Übernahme der ersten Boeing 737 MAX

Qatar Airways hat in den letzten Wochen zwei Maschinen der russischen S7 Airlines bekommen. Es wurden bereits über 100 Trainingsflüge durchgeführt, um das neue Flugzeugmodell in die Flotte zu integrieren. Bisher bestand die Schmalrumpfflotte lediglich aus 29 Airbus A320 Maschinen. Unklar bleibt, welche Business Class eingebaut wird. Eine Mini QSuite scheint es nicht zu werden, jedoch eine Kabine mit ähnlichem Komfort, wie die QSuite es bietet. Der Passagierbetrieb wird schon in der nächsten Woche von Doha aus, wo die Maschinen ihren Heimatflughafen haben werden, nach Abu Dhabi aufgenommen.

Autor

Wenn Simone unterwegs ist ist sie glücklich. Das Reisen selbst, aber auch die Planung dazu, sind Dinge, die für sie unter anderem das Leben so lebenswert machen. Ganz nach dem Motto: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.

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