Mit Beginn des Sommerflugplans kehrt am Zürcher Flughafen wieder Trubel ein. Der Flughafen beginnt mit der Sanierung der Piste 10/28, wohlgemerkt während des laufenden Flugbetriebs.

Vor wenigen Monaten musste der Flughafen Innsbruck den Flugbetrieb aufgrund einer umfangreichen Pistensanierung gänzlich einstellen. Eine Pistensanierung steht nun auch am Flughafen Zürich bevor, eine Einstellung des Flugbetriebs bleibt jedoch aus, wie unsere Kollegen von abouttravel.ch berichten.

Pistensanierung findet in der Nacht statt

Dem Zürcher Flughafen steht eine logistische Herausforderung bevor, die an etliche Variablen gekoppelt ist. Mit Beginn des Sommerflugplans beginnen am Flughafen Zürich die Sanierungsarbeiten an der Piste 10/28. Die im Jahr 1948 fertiggestellte Piste wurde im Zeitraum 1959 bis 1960 auf ihre heutige Länge von 2’500 Metern erweitert. Sie wurde mit einem Betonoberbau erstellt, der je nach Intensität der Nutzung eine Haltbarkeit von ungefähr 30 Jahren aufweist. Nachdem die Piste zuletzt im Jahre 1985 saniert wurde, steht dem Betonoberbau nun das Ende der Lebensdauer bevor, sodass nun erneut die Sanierungsarbeiten beginnen müssen.

Flughafen Zürich

Die Sanierung einer Piste stellt jedoch in der nahen Vergangenheit keine Seltenheit dar. Bereits im Jahr 2014 erfolgte eine umfangreiche Sanierung der Piste 14/32. Deshalb sind die erforderliche Kenntnisse zur betriebsschonenden Sanierung ausreichend vorhanden. So wird die Piste 10/28 wie auch bereits die Piste 14/32 während des laufenden Flugbetriebs saniert. Das heisst, dass eine vollständige Sperrung einer Piste ausbleibt. Vielmehr finden die Sanierungsmassnahmen in den nächtlichen Betriebspausen statt. Während der Sanierungsarbeiten erhält der Mittelstreifen der Piste etappenweise einen neuen dreischichtigen Asphaltbelag. Dabei kommt ein spezieller Niedrigtemperaturasphalt zum Einsatz, der eine rasche Tragfähigkeit erzeugt. Während des Tages muss die Piste nämlich wieder einsatzbereit sein, da Flugzeuge auf der Piste regulär starten als auch landen.

Zudem findet eine Kompletterneuerung der Pistenbefeuerung, das heisst der Anflug-, Pisten- und Rollwegbefeuerung, statt. Fortan lässt der Flughafen neue, kommunikative LED-Feuer verbauen. Zuvor setzte man noch auf Halogene.

Wetter als Herausforderung – Lärmschutz als Pflicht

Den Sanierungsmassnahmen stehen jedoch zwei Variablen entgegen. Zum einen das Wetter. Trockene Nächte stellen eine der Grundvoraussetzungen dar, um an der Betonpiste arbeiten zu können. Jede Nacht, in der aufgrund Schlechtwetters nicht gearbeitet werden kann, muss nachgeholt werden. Planmässig sind zwischen 70 bis 80 Nächte für die Sanierungsarbeiten angesetzt, entsprechend könnten die Arbeiten bereits vor Beginn der Sommerferien abgeschlossen sein. Verzögern sich die Arbeiten aufgrund Schlechtwetters kann der Abschluss aller Massnahmen bis in den September hinein verzögern.

Da die Arbeiten in der Nacht stattfinden befindet sich der Lärmschutz der Anwohner weit oben auf der Agenda. Um eine Nachtruhe zu gewährleisten sind mit den Sanierungsarbeiten einige Massnahmen verknüpft. So dürfen Bautransporte nachts nicht durch anliegende Wohngebiete fahren. In den Nächten von Freitag auf Samstag sowie von Samstag auf Sonntag finden derweil keine Arbeiten statt. Finden unter der Woche lärmintensive Arbeiten statt sorgen mobile Lärmschutzwende für eine entsprechende Lärmdämmung.

Fazit zur Pistensanierung am Zürcher Flughafen

Die anstehende Pistensanierung stellt den Zürcher Flughafen vor logistische Herausforderungen. Mit denen kennt sich der Flughafen jedoch bestens aus, die Sanierung der Piste 14/32 verlief unspektakulär. Lasst uns inständig auf trockenes Wetter hoffen, sodass die Pistensanierung ebenfalls ohne Störgeräusche stattfinden kann.

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