Die grösste Hotelkette der Welt gibt bekannt, die ohnehin aktuell ausgesetzten Operationen innerhalb Russlands gänzlich einzustellen. 

In den letzten Wochen und Monaten gab es immer mehr Sanktionen gegen Russland, wo man noch immer einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt. Auch Unternehmen brachen ihre Geschäftsbeziehungen ab und es kam sogar zu illegalen Ummeldungen von geleasten Flugzeugen, die jedoch auf internationaler Ebene nicht anerkannt werden. Vor geraumer Zeit legte auch Marriott International seine Geschäfte auf Eis, nun zieht man sich gänzlich aus Russland zurück, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. 

Rückzug in Anbetracht der Sanktionen

Laut Marriott hat der Krieg in der Ukraine schwere humanitäre, sozioökonomische und globale Auswirkungen, vor deren Folgen man alle Angestellten und Gäste bestmöglich bewahren möchte. Bereits am 10. März dieses Jahres, etwas mehr als zwei Wochen nachdem Putin der Ukraine den Krieg erklärte, traf man die Entscheidung, die Geschäftsstelle in Moskau zu schliessen und sich von allen Hotels in Planung und jenen, die in Zukunft geplant werden sollten, zu dissoziieren.

Russland Moskau
Viele Firmen pausieren ihre Geschäftsbeziehungen zu Russland.

Nun kommt man zu dem Schluss, dass es vor dem Hintergrund der kürzlich weiter verstärkten Sanktionen gegenüber dem russischen Staat durch die EU, das Vereinigte Königreich sowie der Vereinigten Staaten von Amerika in Zukunft unmöglich werde, Franchise-Hotels in Russland zu betreiben. Daher wird man künftig alle Operationen in Russland aussetzen, was jedoch laut eigener Aussage in einem Markt, den man seit über 25 Jahren bedient, ein schwieriges Unterfangen sei. 

Hilfe für von Krieg betroffene Angestellte

Den Angestellten, die in den Ländern, die von dem Krieg direkt betroffen sind, wurde und wird laut der Pressemitteilung tatkräftig geholfen. So sollen für diese Arbeitsplätze in anderen Ländern sowie der Umzug dorthin mitsamt der damit verbundenen Kosten und Hürden mithilfe der Unterstützung von Marriott International und einem internen Katastrophenhilfe-Fonds von in Höhe von einer Million USD organisiert worden sein. Aber auch für Geflüchtete, die nicht für Marriott arbeiten, gibt es Hilfeleistungen. Ukrainer können demnach in über 85 Hotels in Nachbarländern unterkommen. Während über diverse Wege auch finanzielle Hilfe bereitgestellt wird, bemüht man sich ebenfalls darum, Ukrainer, die ihre Jobs verloren haben, anzustellen. 

Fazit zum Rückzug von Marriott aus Russland

Der Rückzug der grössten internationalen Hotelkette der Welt aus Russland dürfte sicherlich niemanden schockieren, hatten bereits viele andere ihre Geschäftsbeziehungen ruhen lassen oder gar gänzlich abgebrochen. Auch Hyatt zog sich im Mai gänzlich aus Russland zurück. Es bleibt zu hoffen, dass der blutige Konflikt bald ein Ende hat und sich das Leben aller Betroffenen wieder normalisieren kann.

Autor

Seitdem Sandro mit nur einem Jahr seinen ersten Langstreckenflug antrat und danach 6 Jahre lang im Ausland aufwuchs, war er von Reisen begeistert. Heute ist er immer auf der Suche nach der nächsten Möglichkeit, in einen Zug oder ein Flugzeug zu steigen, neue Orte und Personen kennenzulernen und seinen Horizont zu erweitern.

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