In dieser Woche forderten Führungskräfte europäischer Fluggesellschaften und Flughäfen, die kanadische Regierung auf, die Einreise-Beschränkungen für Personen, die zwischen Kanada und Europa reisen, aufzuheben.

Ein Dutzend Fluggesellschaften – darunter Lufthansa und Air France – sowie mehrere europäische Flughäfen haben sich vor Kurzem mit einem Schreiben an Justin Trudeau, den kanadischen Premierminister, gewandt. Dabei fordern diese, dass die strengen Einreiseregeln, die Reisende bei ihrer Ankunft in Kanada befolgen müssen, wie z.B. die obligatorische 14-tägige Quarantäne, aufzuheben.

Keine gegenseitige Reisefreiheit zwischen EU und Kanada gegeben

In einem Brief vom 27. Juli drückten leitende Angestellte von mehreren europäischen Fluggesellschaften und Flughäfen ihren Unmut hinsichtlich der andauernden Reisebeschränkungen in Kanada aus, denn seit dem 18. März 2020 wird grundsätzlich nur noch kanadischen Staatsangehörigen und Personen mit permanentem Aufenthaltsstatus die Einreise nach Kanada gewährt. So sagten diese, dass die fortgesetzten Einreisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen von Kanada problematisch seien, da viele Länder der EU (Europäische Union) und die Schweiz Gegenseitigkeit bei der Öffnung verlangen, die hier nicht gewährleistet wird.

Canada should look to remove the restrictions on travel to European Union and Swiss nationals and allow for a safe, cautious and sensible restoration of travel between two important trading partners.

Auszug aus dem Brief der Staats- und Regierungschefs

Mit diesem Brief wollen die Parteien primär Druck auf die kanadische Regierung ausüben, damit sie die Einreisebeschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus aufheben, die den internationalen Flugverkehr nach Kanada grösstenteils lahmlegt. Der Inhalt des Briefes, der an den Premierminister geschickt wurde, soll Berichten zufolge von Reuters überprüft worden sein.

Kanadas Grenzen bleiben vorerst geschlossen

In den letzten Wochen haben alle Länder der EU sowie die Schweiz Schritte unternommen, um die Reisebestimmungen so zu lockern, dass man sowohl innerhalb der EU wieder reisen kann, aber auch schon ausserhalb dieser. So dürfen Bürger einiger anderer Länder, darunter Kanada, wieder in die Schweiz einreisen.

Vancouver 2

Gegenwärtig hält Kanada aufgrund der starken Zunahme an Coronavirus-Fälle in den Vereinigten Staaten seine Grenzen für nicht unbedingt notwendige Reisen in das Nachbarland weiterhin geschlossen. Während die Infektionsraten in Europa viel niedriger sind, gibt es für europäische Bürger aber trotzdem immer noch grosse Einschränkungen. Die Anforderungen sind daher zwischen Europa und Kanada nicht wechselseitig.

Just as the EU has recognized Canada’s successes in managing the pandemic, so too must Canada recognize the EU’s. […] Canada has made tremendous strides during the pandemic but it cannot remain isolated forever.

Auszug aus dem Brief der Staats- und Regierungschefs

Die Staats- und Regierungschefs betonten, dass die EU und die Schweiz “sichere Zuständigkeitsbereiche” seien, wobei viele Länder niedrigere Infektionsraten hätten als Kanada.

Fazit zur Aufforderung Lufthansas an Kanada

Obwohl Kanadier wieder nach Europa reisen dürfen, ist es uns Schweizern bzw. Europäern weiterhin nicht gestattet nach Kanada reisen. Aufgrund der fehlenden gegenseitigen Reisefreiheit, kann man somit verstehen, dass unter anderem Lufthansa sich dafür stark macht, die Grenzöffnung Kanadas zu fordern. Es bleibt somit spannend, ob dieser Brief anklang findet und man bald wieder nach Kanada reisen kann. Was haltet Ihr von der Initiative?

Lust auf mehr reisetopia Artikel? Dann folgt uns:

Autorin

Seit Lena ihren ersten Langstreckenflug bestritt, ist das Thema Reisen nicht mehr aus ihrem Alltag wegzudenken. Sie liebt es neue Länder zu erkunden und dabei ebenso die besten und außergewöhnlichsten Unterkünfte zu testen. Bei Reisetopia nimmt sie Euch mit auf ihre Reisen und teilt neben ihren eigenen Tipps & Erfahrungen auch die neusten Deals.

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.