Nach dem Zwischenfall einer Boeing 777 von United Airlines vor circa einem Jahr, hat die Luftfahrtbehörde FAA Untersuchungen an Flugzeugen dieses Typs angekündigt und diese gegroundet. Nun steht die Rückkehr bevor.

Bilder eines Triebwerksbrandes einer United Boeing 777 gingen vor knapp über einem Jahr am 20. Februar 2021 um die Welt. Flug UA328 mit der Registrierung N772UA musste nach dem Zwischenfall eine Notlandung am Flughafen Denver in Colorado einleiten. Das Flugzeug konnte sicher landen. Dennoch hat die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA angeordnet, dass alle Boeing 777 mit demselben Triebwerkstyp untersucht werden sollen. Diese Untersuchungen scheinen nun endlich nahezu abgeschlossen. Das Grounding soll schon bald aufgehoben werden, wie Simple Flying berichtet.

Drei Sicherheitsrichtlinien notwendig

Infolge des Zwischenfalls im vergangenen Jahr um United-Flug 328 hat die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA weitreichende Untersuchungen für alle Flugzeuge des Typs Boeing 777 angekündigt, die mit Triebwerken von Pratt & Whitney ausgestattet sind. Eine entsprechende Notfallrichtlinie inklusive Grounding wurde angeordnet. Auch der Flugzeugbauer Boeing selbst schloss sich dieser Empfehlung an. Erste Untersuchungen direkt nach dem Zwischenfall hätten ergeben, dass das Untersuchungsintervall der hohlen Lüfterblätter verlängert werden solle. Diese sind bei der Boeing 777 mit Triebwerken von Pratt & Whitney einzigartig und werden ausschliesslich bei dieser Baureihe verwendet. Weitere Erkenntnisse der Untersuchungen veranlassen die FAA mittlerweile dazu, das Grounding schon bald aufheben zu wollen. Entsprechende Sicherheitsrichtlinien sollen schon bald veröffentlicht werden.

United Airlines Boeing 777

Insgesamt drei Sicherheitsrichtlinien sollen veröffentlicht werden. Eine besagt, dass an den Triebwerken ein sogenannter Trümmerschutz angebracht werden soll, um den Verlust anderer Bestandteile des Triebwerks zu vermeiden. Zudem soll das Innenleben der Triebwerke überarbeitet und besser vor möglichen Schäden durch die Lüftungsblätter geschützt werden. Die dritte Sicherheitsrichtlinie konzentriert sich auf das individuelle Ergebnis der Inspektion an den betroffenen Flugzeugen. Alle drei Richtlinien sollen bereits ab kommenden Monat gelten. Sofern diese umgesetzt werden, dürfen die Flugzeuge vom Typ Boeing 777-200 sowie -300 auch wieder in den offiziellen Liniendienst zurückkehren.

Airlines weltweit betroffen

Betroffen sind weltweit 69 Boeing 777 mit Triebwerken des Typs Pratt & Whitney 4000-112, 59 weitere Flugzeuge des gleichen Typs waren damals bereits aufgrund der Corona-Pandemie eingelagert. In den USA ist United Airlines der einzige Betreiber von Boeing 777 mit dieser Triebwerksausstattung. Daneben sind noch All Nippon Airways, Korean Air, Japan Airlines, Asiana Airlines und Jin Air davon betroffen.

United Boeing 777

Am Samstag, dem 20. Februar 2021, startete United Flug UA328 in Denver, Colorado, mit dem Ziel Honolulu auf Hawaii. Durchgeführt wurde der Flug mit einer Boeing 777-200. Die Flugzeuge dieses Typs gelten als äusserst zuverlässig und sicher. Insgesamt besitzt die Fluggesellschaft alleine von diesem Typ 19 Flugzeuge. Kurz nach dem Start ereignete sich aber ein Triebwerksfehler – infolgedessen hat das Triebwerk die Verkleidung verloren und das Flugzeug musste umgehend zum Flughafen in Denver zurückkehren. Die Notlandung glückte ohne Vorkommnisse. Nur wenige Minuten später konnten die Passagiere das Flugzeug unbeschadet verlassen. 

Fazit zu den neuen Sicherheitsrichtlinien

Boeing kommt in den vergangenen Jahren nicht mehr aus den Schlagzeilen. Immerhin kann in den kommenden Wochen wohl ein Problem gelöst werden. Nach dem Vorfall mit einer Boeing 777 von United Airlines im vergangenen Jahr wurden zunächst alle Modelle mit der entsprechenden Triebwerkskonfiguration gegroundet werden. Nach einem Jahr scheinen die Probleme erkannt zu sein. Entsprechende Sicherheitsrichtlinien sollen schon bald veröffentlicht werden. Sofern diese umgesetzt werden, können die am Boden befindlichen Flugzeuge wieder in den Liniendienst zurückkehren.

Autor

Seit Alex zum ersten Mal im Alter von 3 Jahren geflogen ist, wollte er das Flugzeug eigentlich nicht mehr verlassen. Bis heute riss seine Faszination fürs Fliegen nicht ab, weshalb er sich entschlossen hat, Euch an seinen Erfahrungen und Tipps teilhaben zu lassen.

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