Kein hektisches Kramen mehr nach der Tüte mit den Flüssigkeiten im Handgepäck – klingt gut? In München soll dies schon bald möglich sein.

Am Flughafen München soll es dank Hightech-3D-Scannern schon nächstes Jahr möglich sein, auf gewisse Sicherheitsbeschränkungen für Flüssigkeiten und Laptops im Handgepäck zu verzichten, wie rnd bekannt gibt.

Schluss mit der Kramerei

Nach einer dreijährigen Testphase plant der Münchener Flughafen einen Hightech-3D-Scanner an Sicherheitskontrollen bereits im kommenden Jahr einzuführen. Das Gerät funktioniert ähnlich wie ein CT-Scanner im Krankenhaus und kann demnach ein klares Bild vom Tascheninhalt liefern. Durch den Scanner kann das Sicherheitspersonal, den Inhalt einer Tasche vergrössern und die dreidimensionalen Bilder für eine Inspektion drehen. Computeralgorithmen ermöglichen es, auf dem Bild Gegenstände zu identifizieren, die einen genaueren Blick erfordern könnten, wie ein Laptop oder ein Flüssigkeitsbehälter. Dadurch müssten Passagiere nicht mehr ihre Flüssigkeiten und elektronische Geräte separat auf das Kontrollband am Flughafen legen. Auch soll es nach Angaben des Flughafens möglich sein, die Regeln für die Menge von Flüssigkeiten aufzuheben, was bedeuten würde, dass Reisende am Flughafen München künftig wieder mehr als 100 Milliliter mit an Bord nehmen können.

Sicherheitskontrolle Gegenstände

Denn noch ist das Prozedere an Flughäfen so, dass Passagiere nur Flüssigkeit in ihrem Handgepäck mitführen dürfen, welche einem Fassungsvermögen von nicht mehr als 100 Milliliter entsprechen. Diese Flüssigkeiten müssen wiederum dem Sicherheitspersonal in einer einzigen, durchsichtigen, wiederverschliessbaren Plastiktüte vorgezeigt werden, die nicht mehr als einen Liter fasst und etwa 20 x 20 cm misst. Diese Grenzwerte gelten bereits seit November 2006.

Mit der Einführung dieser Grenzwerte konnte ein Verbot von Flüssigkeiten in der Kabine aufgehoben werden, welches erst drei Monate zuvor verhängt worden war. Hintergrund des Verbots war ein durch die britische Polizei verhinderter Komplott, bei dem bis zu ´zehn Flugzeuge mit in Getränkeflaschen verstecktem Sprengstoff in die Luft gejagt werden sollten.

Handgepäck flüssigkeiten
Flüssigkeiten im Handgepäck sind ein grosses Thema

Der Shannon Airport in Irland war der Vorreiter-Flughafen in der EU, als es um die Abschaffung der Flüssigkeitsbegrenzungen ging. Bereits seit Oktober letzten Jahres kommen dort die neuen CT-Gerät zum Einsatz. Auch der Flughafen Schipol in Amsterdam setzt die Scanner bereits seit zwei Jahren ein, verzichtet bisher aber nicht auf die 100-Milliliter-Regelung.

Als nächstes plant Grossbritannien die Installation der 3D-Scanner an allen Flughäfen. Bis Mitte 2024 soll dieser Prozess andauern.

Fazit zur neuen Technologie

Wer kennt es nicht? Man steht in der Schlange für die Sicherheitskontrollen am Flughafen und kommt dem Gepäckband, auf dem man sein Handgepäck ablegt, immer näher. Auf einmal fangen die meisten Passagiere kurz vor dem Band an, hektisch in ihrem Handgepäck nach Flüssigkeitsbeutel und Laptop zu suchen, da dies ja scheinbar immer wieder “plötzlich” von einem verlangt wird. Da kommt doch so ein 3D-Scanner, wie es ihn ab nächstem Jahr in München geben wird, ganz gerufen. Ich persönlich bin gespannt, wann auch andere deutsche Städte, wie Berlin, den Scanner installieren werden.

Autor

Nach einem vierwöchigen Roadtrip entlang der Westküste der USA, war es um Sophie geschehen. Die Faszination und Passion fürs Reisen hat sie gepackt und begleitet sie von nun an durchs Leben. Immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer, tauscht sie sich bei Reisetopia gerne mit anderen Reise-Enthusiasten aus.

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